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Pseudepigraphie
(915 words)

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I. Allgemein

In vielen frühen Kulturen wird ein Vorrang der göttlichen vor der menschlichen Urheberschaft (Vorstellung von Gott als Erstem Erfinder) angenommen [1]. Das begründet P. als älteste Form der Schriftstellerei: Ein Gott oder ein göttlicher Mensch der mythischen Urzeit gilt als Verf. Diese Form war im Orient verbreitet, in Spuren aber auch in Griechenland (so z. B. bei Gesetzen, Orakeln, Orphik).

Mit dem Aufkommen von Künstlersignaturen und der Angabe des eigenen Namens (Orthonymität) s…

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Speyer, Wolfgang (Salzburg) and Heimgartner, Martin (Basel), “Pseudepigraphie”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 11 December 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1012410>
First published online: 2006



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