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Satemsprache
(206 words)

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Mit dem Merkwort Satem (avest. satm, “hundert”) charakterisiert man in der Lautlehre die idg. Sprachen, die - anders als Kentumsprachen - die uridg. Phonemreihe , , h als eigenständige Reihe bewahren. Eine Entwicklung palataler Tektale (Gutturale) zu Affrikaten (z. B. č, ć) bzw. zu Zischlauten ist lautgesch. trivial. Der Weg von uridg. *k̑ṃtó- zu avest. satm, altind. śatám, litauisch šim̃tas oder aksl. sto muß nicht allseitig gemeinsam beschritten worden sein. Zur Scheidung bzw. Gruppenbildung der S.n (Albanisch, Armenisch, Indoarische Sprachen, Ir…

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Steinbauer, Dieter, “Satemsprache”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 19 January 2022 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1102040>
First published online: 2006



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