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Sophrosyne
(71 words)

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(Σωφροσύνη). Personifikation der “Besonnenheit”, zuerst bei Theognis (1135-1140), in dessen polit. Denken der Begriff eine zentrale Rolle spielt: In Anspielung auf Hesiodos' Erzählung von Pandora (Hes. erg. 57-105) verlassen hier die Charites und Pistis zusammen mit S. die Erde. Eine attische Grab-Inschr. des 4. Jh. v. Chr. nennt S. als Tochter der Aidṓs (“Schamhaftigkeit”). In Kleinasien wurde S. kultisch verehrt [1].

Bibliography

1 G. Türk, s. v. S., RE 3 A, 1107 (Inschr.-Belege).

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Rausch, Sven, “Sophrosyne”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 17 April 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1117400>
First published online: 2006



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