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Tas Silġ
(101 words)

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Großes ländliches Heiligtum der Iuno/Astarte am Golf von Marsaxlokk im SO der Insel Malta (Melite [7]), urspr. der Muttergottheit der einheimischen Megalithkultur des Chalkolithikums (3. Jt. v. Chr.) geweiht, spätestens seit dem 8./7. Jh. phöniz. Kultplatz der auf Weihgeschenken inschr. genannten štrt/Astarte. Von Verres in seiner Amtszeit als Propraetor Siziliens ausgeraubt (Cic. Verr. 2,4,103 f.: fanum Iunonis), wurde es in röm. Zeit ausgebaut, dann im 2. Jh. n. Chr. aufgelassen. Auf den Ruinen entstand ein früh-ma. Kloster.

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Niemeyer, Hans Georg, “Tas Silġ”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 03 August 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1201280>
First published online: 2006



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