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Tetralogie
(223 words)

[English version]

(ἡ τετραλογία). Urspr. t.t. der Rhet., um vier denselben Fall aus unterschiedlichen Perspektiven behandelnde Reden zu bezeichen (Antiphon [4] A.), später auch verwendet, um die platonischen Dialoge in Vierergruppen zusammenzufassen (Diog. Laert. 3,57; Platon [1] C.1.-2.). Seit der hell. Philologie bezeichnet der Begriff v. a. vier in einem inhaltlichen Zusammenhang stehende Theater-Stücke: drei Tragödien (Trilogie) und ein Satyrspiel [2. 80 f.]. Als “Erfinder” der T. kann verm. Aischylos [1] gelten; erh. ist (ohne das Satyrspiel) seine ‘Oresti…

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Zimmermann, Bernhard, “Tetralogie”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 03 December 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1205410>
First published online: 2006



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