Der Neue Pauly

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Tiāmat
(95 words)

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(akkadisch “Meer”). Aus dem babylonischen Weltschöpfungsmythos Enūma eliš bekanntes, urzeitlich-primordiales weibliches göttliches Monster, von ihrem Sohn Marduk in einer Theomachie (Matrizid) erschlagen und der Länge nach in zwei Hälften gespalten: Aus der unteren H. erschafft er die Erde, aus der oberen das Himmelsgewölbe. Bei Bero(s)sos [1. 15] erscheint T. in korrupter Form als thalath (θάλασσα/ thálassa, “Meer”). T. wird in der biblischen Schöpfungs-Gesch. (Gn 1,2) als tehōm (LXX: ἄβυσσος/ábyssos; wörtlich “unergründlich tief”; “urzeitliche…

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Renger, Johannes, “Tiāmat”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 19 September 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1213280>
First published online: 2006



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