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Tmesis
(236 words)

[English version]

(von τμῆσις, “Abtrennung, Zerschneidung”). Der sprachgesch. Realität kaum gerecht werdender ant. t.t. für die Erscheinung, daß eine zusammengerückte, d. h. durch Univerbierung entstandene und von den ant. Grammatikern als Norm angesehene Wortform (v. a. Verbalkompos.) durch einen Einschub oder Umstellung der Konstituenten aufgelöst ist: vgl. Serv. Aen. 1,412 Figura tmesis est, quae fit, cum secto uno sermone aliquid interponimus. Entsprechungen u. a. im Indoiranischen und Germanischen zeigen, daß die T. sprachhistor. ihren Ursprung in…

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Plath, Robert, “Tmesis”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 21 November 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1216370>
First published online: 2006



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