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Vacantia bona
(149 words)

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Der erbenlose Nachlaß ( bona ). In der Republik hatten die Angehörigen der gens eines Verstorbenen ein Aneignungsrecht (Gai. inst. 3,17); wenn sie es nicht ausübten, konnte jeder den Nachlaß in Besitz nehmen und durch usucapio (“Ersitzung”) erwerben (Gai. inst. 2,52-58). War in einem Testament ( testamentum ) ein Erbe eingesetzt worden, dieser aber weggefallen, war das Testament mit allen seinen Verfügungen unwirksam. Seit der lex Iulia et Papia (18/9 v. Chr.) fielen die v. b. als caducum (“Verfallenes”) an den Staat, der auch die testamentarischen Verf…

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Manthe, Ulrich, “Vacantia bona”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 23 October 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1226630>
First published online: 2006



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