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Absolute Musik
(775 words)

Der wohl erstmals 1846 verwendete Ausdruck A. M. ist so erfolgreich wie unscharf: Die Formel wirkt prägnant, weil in der Regel nicht präzise bezeichnet wird, wovon die Tonkunst eigentlich »losgelöst« (absolut) sein soll. Gewiss geht es primär darum, der Musik eine Unabhängigkeit von allem zuzuweisen, was jenseits der Töne liegt, etwa von funktionalen Zusammenhängen in Liturgie, höfischer Repräsentation und Tanz (Tanzkunst) von der Abbildung bestimmter Affekte (Gefühl), Gegenstände und Programme und nicht zuletzt von einem gesungenen Text. Dennoch schließt die…

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Gerhard, Anselm, “Absolute Musik”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 08 May 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_236840>
First published online: 2019



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