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Adiaphora
(948 words)

Die vorwiegend im Protestantismus der Frühen Nz. ausgebildete Lehre von den A. befasste sich mit dem menschlichen Handeln im Bereich des Erlaubten, d. h. dessen, was vom (göttlichen) Gesetz weder geboten noch verbotenen ist; daher griech. adiáphora, lat. res indifferentes, engl. things indifferent, dt. »Mitteldinge«. Die Vorstellung von A. hat eine Vorgeschichte in der stoischen Ethik, wo für das zu erstrebende Lebensglück ( Eudaimonie) etwa Reichtum bzw. Armut oder Gesundheit bzw. Krankheit als gleichgültig angesehen wurden. Die Moralphilosophie und -theo…

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Sdzuj, Reimund B., “Adiaphora”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 09 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_237242>
First published online: 2019



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