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Charivari
(697 words)

Die Herkunft des franz. Begriffs Ch. ist umstritten [5], doch die gebräuchlichste etymologische Erklärung führt Ch. auf spätlat. caribaria bzw. griech. karēbaría (»Kopfschwere«, »Kopfschmerzen«) zurück. Ch. bezeichnen spätma., aber ebenso nzl. von der städtischen oder ländlichen Bevölkerung ausgeübte Zensur- und Sanktionsrituale ( Ritual), die durch Verstöße gegen die gesellschaftliche Moral ausgelöst wurden. Ch. waren europaweit gebräuchlich (dt. »Katzenmusik« oder »Tierjagen«, bayerisch »Haberfeldtreiben«, span. cencerrada, engl. rough music; ital. scampanata)…

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Hering Torres, Max Sebastián, “Charivari”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 12 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_251086>
First published online: 2019



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