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Figurengedicht
(920 words)

Das F. ist »eine intermedial konzipierte Text- Bild-Komposition, bei der in der Regel versifizierter und im weitesten Sinn lyrischer Text zu einer graphischen Figur formiert ist, die mimetischen Charakter aufweist und eine mit der verbalen Aussage koordinierte Zeichenfunktion übernimmt« [8. 7]. Die Abbildung, welche die Textgestalt bildet, kann entweder den Umriss eines Gegenstandes nachzeichnen ( Umrissgedicht) oder das Bild in einen Text integrieren (z. B. Gittergedicht).

Nicht alle möglichen Formen des F., wie sie in Antike und MA ausgeprägt waren, wurden …

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Rohmer, Ernst, “Figurengedicht”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 09 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_264750>
First published online: 2019



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