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Frömmigkeitskulturen
(4,600 words)

1. Christentum

1.1. Begriff

Das Abstraktum Frömmigkeit (= Fr.) und das zugrunde liegende Adjektiv fromm bildeten lange Zeit Polyseme. Bis ins späte 19. Jh. erhielt sich die ursprgl. Bedeutung: Das althochdt. fruma stand für »Nutzen«, das abgeleitete mhdt. Adjektiv vrum (frumb) wurde im Sinne von »förderlich«, »nützlich«, »brauchbar« verwendet (z. B. »ein frommes Pferd«, »zu Nutz und Frommen«); auf Personen bezogen konnte es aber auch »treu«, »rechtschaffen« und »tüchtig« bedeuten. Als Ausdruck von Ordnungsgemäßheit wurde selbst Go…

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Beutel, Albrecht and Leicht, Reimund, “Frömmigkeitskulturen”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger (bis 2019), Georg Eckert, Ulrike Ludwig, Benjamin Steiner und Jörg Wesche. J.B. Metzler, Teil von Springer Nature. Copyright © Springer-Verlag GmbH, DE 2005-.. Consulted online on 19 July 2024 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_267690>
First published online: 2019



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