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Gerichtsbote
(822 words)

1. Mittelalterliche Grundlagen

Das seit Mitte des 14. Jh.s verbreitete Wort G. bezeichnet niedere Justiz-Personen; es leitet sich her von den – etwa im Sachsenspiegel (um 1225) synonym gebrauchten – Termini Büttel und Fronbote (für die vom Richter bei bestimmten Gerichtshandlungen herangezogenen Gehilfen). Zu den damit verbundenen Aufgaben zählte das Ankündigen (»fürbieten«) der Gerichtsversammlung (Prozess), die Bekanntmachung von Klagen, die Zustellung von Ladungen sowie Erklärungen…

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Neschwara, Christian, “Gerichtsbote”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 02 July 2022 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_271675>
First published online: 2019



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