Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access

Gnomik
(843 words)

G. geht auf griech. gnṓmē (»Einsicht«, »Denkspruch«) zurück und bezeichnet sowohl die menschliche Erkenntnisfähigkeit wie auch deren Resultate in unterschiedlichen Bereichen. Der rhetorische Gebrauch des griech. Begriffs ist bereits bei Isokrates (4. Jh. v. Chr.) belegt, der empfiehlt, Gnomen aus den Dichtern zu exzerpieren; definiert wurde er jedoch erst in den rhetorischen Lehrbüchern der pseudoaristotelischen Rhetorica ad Alexandrum und des Aristoteles. Danach ist die gnṓmē ein Weisheits- oder Sinnspruch von allgemeingültigem Charakter und einprägsamer Kürz…

Cite this page
Peil, Dietmar, “Gnomik”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 09 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_275000>
First published online: 2019



▲   Back to top   ▲