Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access

Hausväterliteratur
(727 words)

Die H. ist eine in der Frühen Nz. bis ins 18. Jh. hinein weit verbreitete Form der Gebrauchsliteratur, in der Anweisungen zur Führung eines Hauswesens ( Haushalts) gegeben werden, die sowohl praktische als auch sittliche Fragestellungen betreffen. Der Begriff verdeutlicht die starke Stellung des Hausvaters, der unbeschränkt herrscht [1. Teil 1, S. 3], wobei sich hier Rechtstraditionen der Antike (lat. pater familias), Aristoteles-Rezeption (das Haus, griech. oíkos, als Gebilde personaler und wirtschaftlicher Beziehungen) und Analogien zur christl. Vorstellungswelt [2. …

Cite this page
Donien, Jürgen, “Hausväterliteratur”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 09 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_278619>
First published online: 2019



▲   Back to top   ▲