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Kontrafaktur
(1,549 words)

1. Literatur

K. bezeichnet in der Literatur ein Verfahren, bei dem konstitutive Elemente einer Vorlage zur Formulierung einer neuen, bisweilen konträren Aussage verwendet werden. Der Begriff leitet sich von spätlat. contrafacere (»dagegen machen«) ab und ist verwandt mit »Konterfei« und »konterfeien« (d. h. »abbilden«, lat. delineare; Grimm, DWB 2, 635, 65) sowie »Abconterfeter« (d. h. Maler) [9. 11–21]. Im engeren Sinne einer Gattungs-Bezeichnung ist K. eine Prägung der Literatur- und Musikwissenschaft des 20. Jh.…

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Robert, Jörg and Appuhn-Radtke, Sibylle, “Kontrafaktur”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 08 May 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_296528>
First published online: 2019



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