Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access

Nulla poena sine lege
(709 words)

Der Grundsatz »Keine Strafe ohne Gesetz« umfasst mehrere Ausprägungen des rechtsstaatlichen Strafrechts: Er verbietet die rückwirkende Anwendung von Strafgesetzen, die Anwendung strafbegründenden oder strafschärfenden Gewohnheitsrechts sowie die Analogie zu Lasten des Täters und verlangt die sprachlich-juristische Bestimmtheit von Strafgesetzen. Die lat. Formulierung N. P. S. L. stammt erst von P. J. A. Feuerbach (1801) [2. § 20], hat v. a. mit dem Rückwirkungsverbot aber weit zurückreichende Wurzeln [6. 17–25]. Im frühnzl. Strafrecht spielte der Grundsat…

Cite this page
Oestmann, Peter, “Nulla poena sine lege”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 15 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_319573>
First published online: 2019



▲   Back to top   ▲