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Patrimonialgerichtsbarkeit
(682 words)

Die P. war eine besondere Form privater Gerichtsbarkeit, die meist mit dem Besitz eines Gutes (lat. patrimonium), also mit Grund und Boden, verknüpft war. Sie konnte für Zivil- und Strafsachen zuständig sein.

1. Frühe Neuzeit

Seit dem MA hatten die Landesherren die ihnen zustehende Gerichtsbarkeit vielfach an Städte, Klöster, Stifte oder Gutsherrschaften verliehen. In Kontinentaleuropa konnten daher in der untersten Instanz private Gerichtsbarkeiten bestehen, die als dingliche Berechtigung mit dem Grundbesitz…

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Pahlow, Louis, “Patrimonialgerichtsbarkeit”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 09 July 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_325134>
First published online: 2019



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