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Uskoken
(771 words)

Die U. (kroat. für »Flüchtlinge«, abgeleitet vom Verb für »(hin)einspringen«) waren eine kath. Volksgruppe im nördl. Balkan. Sie waren ihrer Herkunft nach Flüchtlinge aus den von der osman. Expansion betroffenen ehemals christl. Balkangebieten. Sie zählten in der Frühen Nz. zu den Gruppen, die – vergleichbar den Freibeutern – z. T. im Auftrag einer Staatsmacht Menschenraub betrieben und ihre Opfer (wie diejenigen von Kriegsgefangenschaft und Piraterie) der Zwangsmigration aussetzten. Die Gefangenen wurden dabei entweder gegen ein Lösegeld repatriiert oder in die Sklaverei

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Lucassen, Jan and Lucassen, Leo, “Uskoken”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 06 May 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_371136>
First published online: 2019



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