Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access

Vereinödung
(849 words)

Das dt. Wort »Einöde« leitet sich vom german. ôd, ahdt. uodil, ab und bezeichnet »Besitz«, »Erbgut«. Die Einöde ist der arrondierte, d. h. mit klaren Grenzverläufen versehene Besitz eines Einzelnen außerhalb des Dorfes, die V. der Vorgang, der zu einem solchen Besitztum führt [6]. Damit verbunden sind die Aufhebung des Flur-Zwangs und der Weideservituten, Grundstückszusammenlegungen, Hinausbau von Höfen aus dem Dorf auf die Feldflur und die Einführung des Anerbenrechts (Erbpraxis, ländliche) [7]. Eine direkt vergleichbare, synchron ablaufende Entwicklung gab es we…

Cite this page
Konold, Werner, “Vereinödung”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 25 June 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_372220>
First published online: 2019



▲   Back to top   ▲