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Wahlkapitulation
(872 words)

»Kapitulation« bezeichnete in der Frühen Nz. allgemein eine in Kapitel untergliederte Urkunde mit vertraglichem Gehalt. Durch W. vereinbarte ein Wahlorgan mit einem künftigen Herrscher die Rechte der Untertanen oder einer speziellen Gruppe derselben »zur Wohlfarth des Reichs« [1. 670]. Die W. war somit ein herrschaftsvertragliches Phänomen des proto-konstitutionellen Staates der Frühen Nz., speziell der europ. Wahlmonarchien. Hier wurden bei Herrscher-Wahlen die Grundlagen der gewachsenen Herrschafts-Organisation in einem schriftlichen Reproduktionsritual zw…

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Marquardt, Bernd, “Wahlkapitulation”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 18 November 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a4664000>
First published online: 2014



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