Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht

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Rechtsfiktion
(264 words)

Rechtsfiktion - Katholisch

Die R. verbindet m. der tatsachenwidrigen Annahme eines Tatbestandes die diesem normalerweise zugeordnete Rechtsfolge. Dieses Instrument wird benötigt, um Rechtsfolgen zu erzwingen, auch wenn deren Regelvoraussetzungen nicht gegeben sind. Die Rechtsfolgenanordnung ist nicht durch den Beweis fehlender tatsächlicher Voraussetzungen widerlegbar. So fingiert etwa c. 1506 bzw. c. 1189 CCEO die Annahme einer Klage, obwohl der Richter nicht darüber entschieden hat. Ein Kind unter 7 J. wird al…

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Klaus Lüdicke, “Rechtsfiktion”, in: Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Herausgeber: Heribert Hallermann, Thomas Meckel, Michael Droege, Heinrich de Wall. Consulted online on 21 October 2021 <https://dx.doi.org/10.30965/9783506786395_0384>
First published online: 2020
First print edition: ISBN: 9783506786395, 2020



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