Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access

Eudämonismus
(737 words)

[English Version]

(griech. ευ᾿δαι´μων, »glücklich«). Der Begriff kommt zwar gelegentlich schon bei Aristoteles vor (z.B. e.N. 1127b18), dort aber im Sinn von Glücklichpreisen. Die terminologische Verwendung geht auf I.Kant zurück und bedeutet bei ihm zunächst den Glauben an einen Fortschritt zum Besseren (Streit der Fakultäten, 1798, 7,81), dann eine ethische Auffassung, der das Glück als Motiv sittlichen Handelns gilt (Metaphysik der Sitten, 6,377 f.). J.G.Fichte fügt die Bedeutung hinzu: das Glück als Zweck des Handelns (Appellation an das Publikum…, 1799…

Cite this page
Lange, D., “Eudämonismus”, in: Religion in Geschichte und Gegenwart. Consulted online on 26 May 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_04712>



▲   Back to top   ▲