Religion in Geschichte und Gegenwart

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Genuß
(962 words)

[English Version]

I. Dogmatisch Die theol. Verwendung von G. beginnt mit Augustin. Er definiert ihn als »amore alicui rei inhaerere propter seipsam« (I.4.4, Sp.20). Die »res« ist allein Gott als höchstes Gut. Das ethisch zweckgerichtete uti ist dem frui nachgeordnet. Die Scholastik folgt Augustin, bezieht frui aber auch auf den ultimus finis des Menschen sowie sekundär auf alles, was Liebe zu Gott veranlaßt (so Thomas von Aquin, In I Sententiarum d.1 q.2 a.1 ratio 2). Das dt. Äquivalent »Genieß« findet sich in der ma. Theol. nicht; es hat v.a. die rechtliche …

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Lange, D., “Genuß”, in: Religion in Geschichte und Gegenwart. Consulted online on 13 December 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/2405-8262_rgg4_COM_08407>



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