Search

Your search for 'dc_creator:( "Asch, Ronald G." ) OR dc_contributor:( "Asch, Ronald G." )' returned 26 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Prärogative

(945 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter dem Begriff der P. (engl. prerogative; von lat. praerogatio, ›Vorrecht‹) werden in England jene Rechte der Krone verstanden, die unmittelbar der Herrschafts-Gewalt des Königs inhärent sind, und die der Monarch daher grundsätzlich auch ohne Mitwirkung des Parlamentes und ggf., zumindest in Ausnahmesituationen, auch ohne Bindung an die normalen Regeln des Gewohnheitsrechtes, des Common Law, ausüben konnte. Sir Matthew Hale, ein bedeutender Jurist des 17. Jh.s, definierte die ›Vorrechte des Königs‹ ( praerogativa regis) als ›Rechte der höchsten Gewalt‹ ( iura summi imper…

Premierminister

(1,189 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Entwicklung bis zum 17. Jahrhundert Unter P. verstand man in der Frühen Nz. einen leitenden Minister, der über die anderen Minister eines Herrschers eine gewisse Aufsicht ausübte. Bei voller Ausbildung des Amtes, wie sie außerhalb Englands aber erst im 19. Jh. zu beobachten ist, stand er an der Spitze eines Kabinetts, das kollektiv die Regierungsgeschäfte wahrnahm, und war – in der Monarchie – dazu in der Lage, den Zugang anderer Minister zum Herrscher zu kontrollieren. Schon im späten MA und zu Beginn der Nz. gab es an den Fürsten-Höfen Ratgeber des Herrschers, die …

Favorit

(1,571 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Monarchische Herrschaft und Günstlingswesen Monokratische Herrschaft – ob nun tatsächlich in Form der Monarchie ausgeübt oder in Gestalt einer starken Machtkonzentration in der Hand einer Person unter eigentlich republikanischen Verfassungsverhältnissen, wie etwa in Präsidialdemokratien – bringt fast immer besondere höfische oder quasihöfische Machtstrukturen hervor, die durch die Dialektik von Gunst und Einfluss gekennzeichnet sind. Oft werden administrative und politische Entscheidungen durch die informelle Umgebung des Herrsch…

Magnaten

(1,008 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Definition Unter M. (neulat. von magnus, »groß«) werden hier diejenigen Mitglieder einer nzl. europ. Adels-Gruppierung verstanden, die durch Status, Macht und Reichtum eine herausragende Führungsposition innerhalb des Adels einnahmen, oft mit privilegiertem Zugang zu staatlichen Ressourcen und Ämtern und mit der Fähigkeit, auch als Einzelne maßgeblichen politischen Einfluss auszuüben. Ein klassisches Beispiel für adlige M. in diesem Sinne sind etwa die Granden Spaniens – um 1700 rund 100 Personen in einem Land, in dessen kastilischem Reichsteil bis zu …

Nobilitierung

(1,225 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Definition Unter N. versteht man die Erhebung in den Adels-Stand durch einen Herrscher. Im weiteren Sinne kann man darunter auch Standes-Erhöhungen verstehen, also die Erhebung einer bereits adligen Person (oder Familie) in einen höheren Adelsrang. Zumindest der Aufstieg in den niederen Adel vollzog sich zu Beginn der Nz. in den meisten europ. Ländern freilich meist noch nicht durch einen ausdrücklichen N.-Akt, sondern eher stillschweigend, indem man etwa einen entsprechenden Adelssitz (z. B. ein Rittergut [6], eine Burg) erwarb, sich einen adligen Lebensstil zuleg…

Skrofeln

(997 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Begriff und mittelalterlicher Hintergrund Mit dem Wort S. oder Skrofulose (von lat. struma, »Drüsenschwellung«, spätlat. strumae, scrofulae, »Halsgeschwulst«) bezeichnet man eine entzündliche Erkrankung der Lymphdrüsen v. a. im Hals- und Nackenbereich, eine spezielle Form der Tuberkulose, die oft mit Schwellungen und eitrigen Geschwüren auch im Gesicht einhergeht. In der Frühen Nz. wurden auch Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, aber anderen Ursachen – etwa allergische Reaktionen – unter den Begriff S. subsumiert. Schon im MA entstand in Frankreich die Vorstellu…

Persönliches Regiment

(709 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter P. R. versteht man die Konzentration administrativer Entscheidungskompetenzen unmittelbar beim Fürsten oder Monarchen ( Monarchie) bei gleichzeitiger Umgehung oder Marginalisierung der eigentlich zuständigen Verwaltungs- Behörden. In diesem Sinne kann man von P. R. in Europa erst seit dem 16. Jh. sprechen. Bis dahin hatte der Fürst oft einen wechselnden Kreis von Beratern und Amtsträgern (Beamte) im Umkreise des Hofes für die jeweils anstehenden Aufgaben herangezogen. Kompetenzen beruhten vielfach eher auf der…

Wahlmonarchie

(1,175 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Allgemein und Altes Reich Unter den Monarchien Europas gab es im SpätMA und in der Frühen Nz. neben den großen Erbreichen, zu denen etwa Frankreich und England (s. u. 2), aber auch Kastilien gehörten, zahlreiche W. Hier wählte entweder ein kleiner Kreis von geistlichen und weltlichen Würdenträgern oder aber die Stände insgesamt, z. T. aber auch der gesamte Adel den Träger der Krone aus. Die wichtigste W. war ohne Zweifel das Alte Reich ( Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation). Hier waren schon durch die Goldene Bulle von 1356 der Ablauf der Wahl des Kaisers und der Kreis der W…

Ämterkauf

(1,111 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Inoffizieller Handel mit Ämtern Ä. war in der Frühen Nz. sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich ein recht weit verbreitetes Phänomen, da einerseits viele Ämter (Amt) faktisch als das nutzbare Eigentum ihres Inhabers betrachtet wurden und andererseits die Veräußerung von Hoheitsrechten jeder Art nicht nur in Zeiten akuter fiskalischer Krisen ein beliebtes Mittel war, die Einkünfte des Staates zu vergrößern (Staatsfinanzen). Dabei gilt es jedoch zu unterscheiden zwischen dem Verkauf adm…

Commonwealth

(849 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Das Wort C. bezeichnet im Englischen im 16. Jh. einerseits ganz allgemein das Gemeinwesen (im Sinne des lat. res publica) als Einheit von staatlicher und gesellschaftlicher Ordnung, andererseits aber auch das mit dieser Einheit verbundene Gemeinwohl. Der so geprägte Begriff war nicht antimonarchisch, stellte aber doch eine Ergänzung zur Definition Englands als realm (»Reich«) oder kingdom (»Königreich«), also als Reich eines Monarchen, dar. Um die Mitte des 16. Jh.s wurde C. zu einem Schlüsselbegriff für jene Vertreter eines oft christl. geprägten …

Statthalter/in

(1,254 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter S. (lat. locumtenens) versteht man die Vertreter bzw. Vertreterinnen – das Amt wurde in manchen nzl. Reichen auch an Frauen vergeben [3]; [5], insbes. wenn sie aus der Herrscherfamilie stammten – eines Monarchen oder Herrschers in einer Provinz, in einem Königreich bzw. Fürstentum. 1. Spanische Krone Unter bestimmten Umständen trugen S. den Titel eines Vizekönigs, etwa in den zahlreichen Königreichen, die im 16. und 17. Jh. zum span. Weltreich gehörten und von Kastilien aus regiert wurden. Um 1600 residierten span. Vizekönige (span. virreyes) in Lissabon (Portugal), Bar…

Beamter

(2,563 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Amtsträger und Funktionen Das Wachstum der Staatsgewalt in der Frühen Nz. war auf das Engste verbunden mit der Entwicklung einer professionellen Verwaltung, für deren Amtsträger die Verteidigung der Autorität des Staates und der Kampf für den eigenen sozialen Status und die eigenen Interessen sich zu einer Einheit verbanden. Diese Amtsträger wurden allerdings erst seit dem 18. Jh. durchgängig als B. oder Staats-B. (statt Diener, Räte, Amtmann etc.) bezeichnet, auch wenn das Wort (etwa in der Form beambte) gelegentlich schon im 16. Jh. verwandt wurde. Der entsprechend…

Kriegsunternehmer

(875 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Begriffsbestimmung Die Kriegführung des 16. und 17. Jh.s trug in wesentlichen Aspekten vorstaatlichen Charakter. Die Soldaten wurden nicht von weisungsgebundenen Offizieren des Kriegsherrn rekrutiert, ausgerüstet und besoldet, sondern auch von K., also von relativ unabhängigen Söldner-Führern, die über ausreichend Kapital bzw. Kredit und Prestige verfügten, um auf eigene Faust Truppen anzuwerben ( Rekrutierung). Meist handelte es sich dabei um einzelne Einheiten in Kompaniestärke oder auch um ein ganzes Regiment, nur in seltenen Fällen um gr…

Refeudalisierung

(705 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter R. wird ein Prozess der Veräußerung vormals königlicher (Regalien) oder staatlicher Hoheitsrechte an adlige oder nobilitierte Familien verstanden. Wiederholt wurde er durch Finanzkrisen ausgelöst (Staatsfinanzen), mit denen sich namentlich die span. Krone im 17. Jh. konfrontiert sah [9]. In der Regel wird der Begriff daher v. a. auf entsprechende Vorgänge in Kastilien und im span. beherrschten Süditalien ( Neapel und Sizilien) angewandt. In Süditalien veräußerte die stets am Rande des Bankrotts (Staatsbankrott) lavierende span. Krone seit dem Aus…

Friedensrichter

(914 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Die F. (engl. justices of the peace) waren Amtsträger mit zugleich administrativen und richterlichen Befugnissen, die in den engl. (und walisischen) Grafschaften, also den für die örtliche Verwaltung wichtigsten Bezirken, die Krone vertraten. Die Ursprünge des Amtes gehen in England auf das 14. Jh. zurück, als die justices die Aufgabe übernahmen, an Stelle der älteren county courts (»Grafschaftsgerichte«) und hundred courts den Landfrieden zu wahren. Im Laufe des 16. Jh.s wurden die F. immer mehr zum wichtigsten Organ der Lokalverwaltung, zumal das im MA zentrale Amt des sheriff…

Favorite

(1,618 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Monarchical rule and the tradition of the favoriteMonocratic authority, whether exercised in the form of monarchy proper or in the form of a pronounced concentration of power in the hands of one individual under a technically republican constitution, as in presidential democracies, almost always produces specific court or quasi-court power structures characterized by the dialectic of favor and influence. Administrative and political decisions are often arrived at in the informal personal circle of th…
Date: 2019-10-14

Civil servant

(2,636 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Officials and functionsThe growth of the state’s authority in the early modern period was intimately associated with the development of a professional government, whose officials were united in defence of the authority of the state and the struggle for their own social status and interests. It was not until the 18th century, however, that these officials were all called civil servants (instead of servants, counselors, Amtmänner, etcetera), although the German equivalent  Beamte (in the form  beambte, for example) was occasionally used as early as the 16th century.…
Date: 2019-10-14

Ennoblement

(1,173 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionEnnoblement is elevation to the ranks of the nobility by a prince. In a wider sense, it can also refer to ascent through the estates of the realm, that is, elevation of a noble (or noble family) to a higher noble rank. In most European countries, ascent to the lesser nobility at least, at the beginning of the early modern period, was not yet by an explicit act of ennoblement, but was generally implicit, for instance by acquiring a suitable noble residence (e.g. a  manor [6], or a castle), adopting a noble lifestyle, or seeking to consolidate a claim to noble s…
Date: 2019-10-14

Justice of the peace

(943 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
The Justices of the Peace were officials with both administrative and judicatory powers who represented the Crown in the English (and Welsh) counties, the most important geographical divisions of local government. The origins of the office in England date back to the 14th century, when the justices assumed the task of maintaining the King’s peace in place of the older county and hundred courts. Over the course of the 16th century, the Justices of the Peace became by degrees the most important or…
Date: 2019-10-14

Magnate

(1,017 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionA magnate (Neolatin from magnus, “great”) here means a member of a European nobility group of the early modern period, whose status, power, and wealth brought him an outstanding position of leadership within the nobility, often with privileged access to state resources and offices and the power to exercise considerable political influence, even as an individual. Classical examples of this type of noble magnates were the Grandees of Spain, who around 1700 comprised a class of around 100 p…
Date: 2019-10-14
▲   Back to top   ▲