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Your search for 'dc_creator:( "B. Sösemann" ) OR dc_contributor:( "B. Sösemann" )' returned 44 results. Modify search

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Reichspolizeiordnung

(330 words)

Author(s): B. Sösemann
Der Begriff «Polizei» (von lat. politia = Staatsverwaltung) entstand im 15. Jh.; knapp hundert Jahre später bezeichnete er im Deutschen Reich Gesetze mit vorwiegend staats- und verwaltungsrechtlichem Inhalt. Die R. gehörte im Alten Reich zu den wichtigsten Rechtsquellen: in den Jahren 1530, 1548, 1577 und 1722 wurden R.en erlassen. Sie prägten mit ihren ins Einzelne gehenden Bestimmungen zu markt preis-, handeis- und auch zensurrechtlichen Themen die wirtschaftlichen, finanziellen und gesellscha…

Schirach, Baldur (Benedikt) von

(332 words)

Author(s): B. Sösemann
*9.5.1907 in Berlin, † 8.8.1974 in Kröv (Mosel), jüngstes von vier Kindern des Carl von S., Leiter des Weimarer Hoftheaters, und der Emma Tillou (USA). S. trat mit 18 Jahren der Nationalsozialistischen Dt. Arbeiterpartei (NSDAP) bei, 1931 bis 1945 Reichsjugendführer (1932 Reichsleiter) – Dt. Jungvolk, Hitlerjugend, Bund Dt. Mädchen, Bund dt. Jungmädel – seit 1936 Staatssekretär und 1940 Gauleiter und Reichsstatthalter in Wien, 1941–1945 Vorsitzender der Ges. der Bibliophilen. Das Intern. Militär…

Reichspressetag

(124 words)

Author(s): B. Sösemann
ein 1933 von den Nationalsozialisten geplanter jährlicher, vom Reichsverband der dt. Presse zu veranstaltender, mit dem Propagandaministerium und der Reichspressekammer abgestimmter «Tag der dt. Presse». Er konnte zwar 1934 in Berlin und 1936 in Köln stattfm-den, doch ließ sich bereits 1936 kein gemeinsames Konzept mehr aufstellen, so daß nach mehrmaligem Verschieben eine weitere Einladung unterblieb. Auf den beiden R.en hat Joseph Goebbels programmatische Reden zum Schriftleiterberuf im Staat g…

Lizenzträger (1945-1947)

(953 words)

Author(s): B. Sösemann
Zu den bedeutendsten Mitteln alliierter Kommunikationspolitik (Nachrichtenkontrolle) gehörte seit Sommer 1945 im besetzten Deutschland der urspr. blackout–Plan war aufgegeben, aber zunächst wurden alle Verlage und VeröfF. verboten — die kontrollierte Zulassung (licence). Die Information Control beschränkte sich nicht auf Kontrolle und Zensur, sondern schloß Aufklärung ebenso mit ein wie die Mitwirkung der Deutschen. Die Lizenzierung wurde auf Ztg. und Bücher, aber auch auf Theater und Musik ange…

Reichsschrifttumskammer

(1,011 words)

Author(s): B. Sösemann
war zur Zeit des Nationalsozialismus eine der Einzelkammern der Reichskulturkammer. Die rechtlichen Grundlagen schufen das Gesetz vom 22. 9. 1933 und seine Durchführungsverordnung vom 1. 11. 1933. Danach war die R. für die Personen zuständig, die «von der Urproduktion der Dichtung angefangen, bis zum gewerblichen Vertrieb am Schrifttum arbeiten». Eine Bekanntmachung vom 21. 12. 1933 bestimmte den Personenkreis, der im «Reichsverband Dt. Schriftsteller» (RDS), dem Vorläufer der R., erfaßt werden …

SA / Amt für Schrifttum

(257 words)

Author(s): B. Sösemann
Die «Sturmabteilungen» (Abk. SA, bewaffnete und uniformierte Kampf- und Propagandatruppe) der Nationalsozialistischen Dt. Arbeiterpartei bestanden seit 1920 und entwickelten unter ihrem Stabschef Ernst Röhm besondere Rechtsnormen, in denen sich ihr Verständnis als wesentlicher Bestandteil des nationalsozialistischen Staates spiegelte: Schutzrechte, Dienstrechte und Mitwirkungsrechte. Die SA bean-spruchte Mitwirkungsmöglichkeiten, die es ihr gestatteten, eine «SA-Staatsverwaltung» aufzubauen. Hit…

Reichskulturwalter

(240 words)

Author(s): B. Sösemann
waren Mitglieder der Geschäftsführung in der nationalsozialistischen Reichskulturkammer (RKK). Unter der Leitung und Aufsicht des Präsidenten, Joseph Goebbels, und des Vizepräsidenten, Hans Friedrich Blunck, waren als R. tätig: der Verwaltungsjurist Hans Schmidt-Leonhardt (1886-1945, sächsischer und Reichsinnenminister, erst seit 1937 Parteimitglied), Johann Heinrich (Hans) Hinkel (1901 -1960), bereits seit 1921 Partei- und SA-Mitglied, Reichsorganisationsleiter des «Kampfbunds für dt. Kultur», …

Presseanweisungen

(458 words)

Author(s): B. Sösemann
Sammelbegriff für regierungsoffizielle, vertraulich an Journalisten ausgegebene Informationen, die von den Zeitungsredaktionen zur Grundlage ihrer Berichterstattung gemacht werden mußten. Im Dt. Reich mit den «Pressekonferenzen» des Generalstabs im Reichstag am 3. 8. 1914 zur wirkungsvolleren Kontrolle der Presse in Kriegszeiten eingeführt, wurden sie von den Regierungen der Weimarer Republik in abgewandelter Form — als «Presse–Empfang», zu dem der Leiter der «Vereinigten Presseabt. der Reichsre…

Unerwünschte Literatur

(294 words)

Author(s): B. Sösemann
Der Begriff tauchte erstmals in offiziellen Dokumenten zu den «Aktionen wider den undeutschen Geist» der «Dt. Studentenschaft» auf, die zu den Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 führten. Eine «Liste der unerwünschten Lit.» gab die Reichsleitung des «Kampfbundes für dt. Kultur» unter Mitwirkung der «Dt. Bücherei» Ende Juli 1933 heraus. Die Reichsschrifttumskammer erließ am 23. 4. 1935 eine «Anordnung über schädliches und unerwünschtes Schrifttum» und veröff. Ende 1935 dazu eine «Liste 1», die (…

Kontrollratsbefehl

(233 words)

Author(s): B. Sösemann
Befehl Nr. 4 des Alliierten Kontrollrats («Control Council» der vier Oberbefehlshaber der Besatzungsmächte in Deutschland; Berlin, 30. 7. 1945) vom 13. 5. 1946 (Amtsblatt Nr. 7, S. 31), sollte die «Einziehung von Lit. und Werken nationalsozialistischen und militaristischen Inhalts» in den vier Besatzungszonen regeln, um somit «die nationalsozialistischen, faschistischen, militaristischen und antidemokratischen Ideen auszumerzen». Bis Ende Juli 1946 hatten Inhaber von Leihbibl.en, Buchhandlungen …

Strasser, Gregor

(333 words)

Author(s): B. Sösemann
* 31. 5. 1892 in Geisenfeld (Obb.), † 30. 6. 1934 (ermordet) in Berlin, ältestes der fünf Kinder des (kath.) Kanzleirats Peter S. und der Pauline Strobel, studierte Pharmazie, nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil (als Oberleutnant entlassen), stieß zum Freikorps Epp, arbeitete seit 1920 als Apotheker in Lands-hut, gründete den «Nationalverband der deutschen Soldaten» mit, baute das «Sturmbataillon Niederbayern» auf und kam in Kontakt mit Ludendorff und Hitler. Wegen seiner Teilnahme am…

Reichskulturkammergesetz

(465 words)

Author(s): B. Sösemann
Vom 22. 9. 1933. Das R. bildete mit seinen sieben Paragraphen die Grundlage für den ständischen Aufbau im gesamten dt. Kulturbereich. Im § 1 wurde der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda «beauftragt und ermächtigt, die Angehörigen der Tätigkeitszweige», die seinen weit gespannten Aufgabenkreis betreffen, «in Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammenzufassen». J. Goebbels errichtete als Präsident der Reichskulturkammer, also in Personalunion mit seinem Ministeramt, sechs Fach-…

Untergrund-Presse

(464 words)

Author(s): B. Sösemann
umfaßt vorwiegend illegale Ztg. und Zss. geringeren Umfangs, Tarn- und Flugschriften sowie in größerem Umfang Broschüren und Sondertypen wie Stadtteil- oder Betriebszeitungen. Mit ihnen informieren einzelne Personen oder Gruppen von Oppositionellen und Widerständlern versteckt, verdeckt und einfallsreich in Produktion und Vertrieb vorwiegend die inländische Bevölkerung. Die U. benennt nicht nur die Motive, Intentionen und Ziele diktatorialer Politik, sondern auch terroristische Maßnahmen und ber…

Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

(540 words)

Author(s): B. Sösemann
Diese am 13. 3. 1933 gegr. neuartige Reichsbehörde - die 1919 geschaffene «Reichszentrale für Heimatdienst» genügte den Nationalsozialisten weder personell noch funktionell residierte im Berliner Palais Friedrich Leopold (mit großzügigem Erweiterungsbau und zahlreichen Büros in der Stadt) und blieb ohne Nachfolgeinstitution. Am selben Tag Unterzeichnete Hindenburg die Ernennungsurkunde für den Reichspro- pagandaleiter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), den «Schriftstel…

Reichspresseschule

(513 words)

Author(s): B. Sösemann
Die R. bestand als Anstalt des öffentlichen Rechts und als unselbständige Einrichtung des «Reichsverbands der dt. Presse» von Anfang 1935 bis Herbst 1939 in Berlin und sollte die im Schriftleitergesetz geforderte fachmännische Ausbü-dung (gemäß §§ 5 und 25) gewährleisten. Im November 1934 hatte Joseph Goebbels das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt: Journalisten müßten erzogen werden, damit der Nationalsozialismus auch auf diesem Gebiet sein «ideales Hochziel» erreichen könne, den «Nachwuch…

Reichskulturkammer

(412 words)

Author(s): B. Sösemann
eine der bedeutendsten Kulturorganisationen des Neue Serie-Staates, aber nicht die einzige, denn die großen Bereiche Wissenschaft und Unterricht gehörten zum Aufgabenfeld des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. Unter «Kammer» ist gemäß der nationalsozialistischen Ideologie ein berufsständisches Gebilde zu verstehen: «die Gesamtheit der erfaßten Volksgruppen, nicht etwa eine bloße Verwaltungsstelle oder Vertretungskörperschaft» (Schmidt-Leonhardt). Der Aufgabenbereich…

Throphäenkommission

(260 words)

Author(s): B. Sösemann
Sammelbegriff (1.) für verschiedene sowjetische Erfassungs- und Beute-Institutionen, die 1944/45 in Moskau mit dem Ziel eingerichtet wurden, Bibliotheken, Archive und sonstige Sammlungen im besetzten Nachkriegsdeutschland möglichst vollständig zu erfassen, Suchtrupps zusammenzustellen und in zumeist geheimen «Perspektivplänen» die zu erwartenden Kulturgüter in sowjetische Einrichtungen zu integrieren, und (2.) für die «Trophäenbrigaden» der «Roten Armee», deren Mitglieder in Deutschland die Plän…

Reichsverlagsamt

(157 words)

Author(s): B. Sösemann
1919 eingerichtet als Reichsbetrieb für Verlag und Betrieb amtlicher Veröff. des Dt. Reiches, ressortierend in Berlin beim Reichsinnenrninisterium, bis 1933 unter dem Namen «Reichs- und Staatsverlag». Das R. veröffentlichte das Reichsgesetzbl., das Reichsministerialbl. und das Reichssteuerbl.; außerdem publizierte es Informationsbl. aus den Bereichen Auswanderung, Landwirtschaft, Gesundheit, Finanzen und Zoll. Im R. ersch. des weiteren die Seefrachtordnung, Entscheidungen des Reichsoberseeamts u…

Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutz des Neue Serie-Schrifttums (PPK)

(558 words)

Author(s): B. Sösemann
Dienststelle im «Stab des Stellvertreters des Führers», gegr. am 16.4.1934 mit dem von Rudolf Heß erteilten Auftrag, darüber zu wachen, daß das nationalsozialistische «Ideengut nicht von Unberufenen verfälscht» und in irreführender Weise geschäftlich ausgewertet werde. Im Gegensatz zu Alfred Rosenbergs «Reichsstelle zur Förderung des dt. Schrifttums / Hauptstelle Schrifttumspflege» verfugte die PPK also über einen direkten Parteiauftrag und damit auch über Exekutivbefugnisse (seit 1941 im Direkt…

«Information Services Control Division»

(443 words)

Author(s): B. Sösemann
später «Information Services Division» (ICD/ISD). Seit Juli 1945 im besetzten Deutschland US-Zentralstelle für Medien-und Informationslenkung – nach Auflösung von SHAEF («Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force») -, die die Aufgaben der angloamer. PWD («Psychological Warface Division») übernahm («Handbuch für die Kontrolle der dt. Informationsdienste», 16. 4. 1945). ICD hatte ca. 1700 Mitarbeiter (dies war ein Drittel der bei der US-Militärregierung in Deutschland Beschäftigten); die Fr…
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