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Your search for 'dc_creator:( "Bley, Helmut" ) OR dc_contributor:( "Bley, Helmut" )' returned 32 results. Modify search

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Metropole

(2,908 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. AllgemeinAls M. (von griech. mētrópolis, »Mutterstadt«, »Hauptstadt«) im Sinne von »Laboratorien der Moderne« [6] werden für das 19. Jh. zentrale europ. Städte charakterisiert, v. a. Paris und London, am Ende des 19. Jh.s auch Berlin; der Begriff rückt also den Großstadt-Charakter, ihre Nähe zur Industrialisierung, aber ebenso ihre Rolle als politisches und kulturelles Experimentierfeld in den Vordergrund. Für das 20. und 21. Jh. zielt der Begriff M. auf die herausragende Funktion einer Stadt im globalisierten Wirtschaftsgeschehe…
Date: 2019-11-19

Reformbewegungen, außereuropäische

(1,303 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Allgemein Die außereurop. Gesellschaften waren, wie grundsätzlich Gesellschaften in histor. Prozessen, in der Nz. ständigem Wandel unterworfen. Auf gesellschaftliche Veränderungen gerichtete Initiativen lassen sich als polit., soziale sowie auch wirtschaftliche Reformen deuten und waren sowohl Antworten auf innere Krisen als auch Reaktionen auf äußere Einwirkungen, wenn es nicht durch Eroberungen oder große Migrationen zu Strukturwandel kam. R. nahmen häufig auch relig. Formen an. Im Kontext der sich verdichtenden europ. E…
Date: 2019-11-19

Globale Interaktion

(4,013 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. Einleitung und BegriffDie Geschichte der Neuzeit ist die Geschichte der ersten modernen Globalität. Es ist weithin üblich, sie als eine alles überwältigende Expansion Europas zu deuten. Dabei wird jedoch das Übergewicht der hochindustrialisierten europ. Staaten und der USA unkritisch auf frühere Epochen übertragen, obwohl sie dieses erst am Ende des 19. Jh.s erlangten (Industrialisierung). Der Sklavenhandel und der Warenaustausch mit außereurop. Handelssystemen ( Weltwirtschaft) werden häufig voreilig und verallgemeinernd als Beleg dafür gelesen, dass Eu…
Date: 2019-11-19

Weltsystem

(1,956 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. BegriffsdefinitionenMit dem Begriff W. lassen sich größere histor. Ordnungseinheiten ökonomischer und polit. Art mit räumlichen und zeitlichen Grenzen bezeichnen. Sie müssen nicht die ganze Welt im geographischen Sinn umfassen, sondern stellen eine Welt in sich mit spezieller Selbstwahrnehmung dar. So können durchaus mehrere »Welten« nebeneinander existieren (u. a. Atlantische Welt, Chinesische Welt, Südafrikanische Welt). Das System bildet eine in sich geschlossene Einheit – d. h. eine durch Handlungen, Institutione…
Date: 2019-11-19

Schriftkulturen, außereuropäische

(5,409 words)

Author(s): Bley, Helmut | Reichmuth, Stefan | Rinke, Stefan | Schmidt-Glintzer, Helwig | Frese, Heiko
1. EinleitungFür die Entwicklung der A. Sch. der Nz. sind zunächst die verschiedenen Handschriftenkulturen zu betrachten, die in vielen Teilen Asiens und Afrikas sowie auch in den Indianer-Kulturen Mittel- und Südamerikas (s. u. 3.) eigenständige Dynamiken aufwiesen; hierbei lassen sich spezifische Beziehungen zu mündlichen Formen der Textkultur erkennen. Des Weiteren stellt sich die Frage nach der Verbreitung des Buchdrucks mit beweglichen Typen, der von Europa ausgehend im Rahmen der kommerziellen wie der imperialen Expansion auch auf anderen Konti…
Date: 2019-11-19

Priesterkönig Johannes

(2,133 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. MythosDer P. J. bzw. Presbyter J. ist ein sagenhafter christl. König, der in SpätMA und Früher Nz. wechselnd in Asien oder Afrika, v. a. in Äthiopien, verortet wurde. Verschiedene europ. Mächte suchten ihn aufzufinden, um mit ihm ein Bündnis gegen die muslim. Reiche des Vorderen Orients einzugehen. Er galt als Ideal des christl. Königs und diente als Gegenbild zu zeitgenössischen Herrschern (vgl. Abb. 1). Der Mythos, die Suche nach dem legendären König im 14. Jh. und die Hoffnung auf eine anti-islam. Allianz mit ihm lassen sich bis auf Legenden des 12. …
Date: 2019-11-19

Produktionsgebiete, globale

(1,950 words)

Author(s): Bley, Helmut | Häberlein, Mark
1. EinleitungIn Darstellungen der Entwicklung der nzl. globalen Interaktion stehen in der Regel die Handelsräume und -beziehungen im Mittelpunkt ( Weltwirtschaft). Der Handel mit Rohstoffen (etwa Baumwolle, Seide, Farbstoffen oder Holz), Fertigwaren (z. B. Textilien oder Metallwaren), Kolonialwaren (v. a. Kaffee, Kakao, Tabak und Zucker) sowie Edelmetallen (Gold, Silber und Kupfer) band bestehende P. in neue kommerzielle Austauschbeziehungen ein und führte zur Entstehung neuer, aber auch zum Niedergang etablierter …
Date: 2019-11-19

Gewalt

(5,397 words)

Author(s): Schwerhoff, Gerd | Gestrich, Andreas | Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. BegriffG. lässt sich als die Ausübung von physischem Zwang zur Überwindung eines Widerstandes definieren; oder sie wird – aus der Perspektive des G.-Opfers – als Verletzung oder Beeinträchtigung der körperlichen Integrität eines Menschen gefasst. Die moderne sozial- und kulturwiss. Forschungsdiskussion behandelt somit konkrete G.-Handlungen im Sinne von lat. vis (engl. force). Dagegen werden Ausweitungen des G.-Begriffs, z. B. im Sinne einer »psychischen« oder »strukturellen G.«, zunehmend kritisch gesehen, weil es derartigen Kategorien an an…
Date: 2019-11-19

Freihandelsimperialismus

(3,183 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
01. EinleitungDer Begriff »F.« wurde geprägt, um darauf hinzuweisen, dass nicht so sehr der Erwerb von Kolonien die europ. Expansion in der ersten Hälfte des 19. Jh.s bestimmt habe, sondern vielmehr eine informelle Kontrolle, die sich auf eine überlegene Warenproduktion im Zeitalter der Industrialisierung, die damit verbundene Finanzkraft und auf die moderne Schiffs- und Militärtechnik stützte. V. a. Großbritannien, aber auch andere europ. Großmächte verfolgten in außereurop. Regionen diese Politik der informellen Kontrolle.Die wichtigsten Instrumente hierzu waren…
Date: 2019-11-19

Ostafrikanische Welt

(3,958 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Die Vielfalt Afrikas 1.1. Der Blick von außen Afrika wird meist als Einheit gedacht [21]; [16], allerdings aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Die histor. Afrikaforschung konzentriert sich seit den 1960er Jahren auf den Raum südl. der Sahara. Dagegen polemisiert die afrozentrische Wahrnehmung etwa des senegalesischen Historikers Cheikh Anta Diop, dass insbes. der Ausschluss Ägyptens mit seiner alten Hochkultur ein rassistisches Konstrukt darstelle [8]. Der Begriff Afrika selbst – aus röm. Zeit stammend, ähnlich auch im arab. Sprachgebrauch – bezog s…
Date: 2019-11-19

Atlantische Welt

(14,631 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim | Rauschenbach, Sina | Herausgeber: Hans-Joachim König
01. Die Expansion in den atlantischen Raum und dessen Bedeutung für das europäische Staatensystem 1.1. Die Entdeckung Amerikas, ihre Vorgeschichte und FolgenMit der Entdeckungsfahrt des Christoph Kolumbus, die auf der Suche nach einem Westweg über das Ozeanische Meer nach Indien am 12. Oktober 1492 zum ersten Mal Inseln auf der Westseite des Atlantischen Ozeans berührte, begann eine neue Phase der Geschichte sowohl für Europa als auch für den bislang den Europäern unbekannten Kontinent – die erste Phase einer globalen Interaktion. Von nun an verlief die Ges…
Date: 2019-11-19

Periodisierung, globale

(4,438 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Fragestellung und ProblematikP.-Versuche in weltgeschichtlicher Perspektive stehen vor etlichen Dilemmata. Im Kontext der globalen Interaktion stellt sich die Frage, wann die von Europa ausgehenden Expansionen die großen außereurop. Gesellschaften wirklich grundlegend berührt und beeinflusst haben. Offensichtlich wurden sie v. a. im 19. Jh. seit der Industrialisierung und dem damit verbundenen Imperialismus weltgeschichtlich strukturierend, weil diese Gesellschaften sich der europ. Hegemonie beugten und mit Reformver…
Date: 2019-11-19

Nomaden

(3,683 words)

Author(s): Bley, Helmut | Nolte, Hans-Heinrich | Reichmuth, Stefan | Hölck, Lasse
1. ÜberblickIm Kontext der Weltgeschichte der Neuzeit und deren globaler Interaktionen ist auffallend, dass etwa ab dem 15. Jh. die Überlegenheit nomadischer (= nom.) und Vieh züchtender gegenüber bäuerlichen Gesellschaften nachließ. Die Stärke der N. hatte sich in Asien und Afrika aufgrund der militärischen Überlegenheit ihrer berittenen Heere entwickelt – meist in Kombination mit der Rekrutierung auch bäuerlich sesshafter Menschen [28], mit der Eroberung von Städten, der Übernahme von Verwaltungsstrukturen und der Sicherung großer überregionaler Hande…
Date: 2019-11-19

Kolonialismus

(7,472 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim | Ahuja, Ravi | Nolte, Hans-Heinrich
1. Einleitung 1.1. Neuzeitlicher und moderner KolonialismusEine Analyse des K. der Nz. im Kontext der europ. Expansionen muss versuchen, die Unterschiede zum K. des späten 19. und frühen 20. Jh.s herauszuarbeiten. K. wird in der Regel zunächst mit den Erscheinungsformen dieser späteren Phase verbunden. Der K. insbes. des späten 19. und frühen 20. Jh.s unterschied sich vom frühnzl. K. zunächst durch die verstärkten Interventionsmöglichkeiten der Metropolen. Die militärische Überlegenheit der Kolonialmächte wuchs v. a. durch den Einsatz de…
Date: 2019-11-19

Staatenbildung, außereuropäische

(11,979 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim | Conermann, Stephan | Mittag, Achim | Cwik, Christian
1. Allgemein 1.1. Eigenständige Entwicklungen Die S., wie sie sich in Zentral- und Westeuropa vollzog [3] und wie sie Max Weber zu einem idealtypischen Muster zusammenfasste ( Staat; Herrschaft) [1], das sich spätestens im 19. Jh. in seinen Hauptvarianten entfaltete, wurde zum Modell für viele nachfolgende Staatskonstruktionen. Doch gab es zur europ. Nz. parallele S. und Herrschaftsbildungen außerhalb Europas, die der Logik entsprechender gesellschaftlicher und relig. Prozesse sowie regionaler Kontexte folgten und in abgren…
Date: 2019-11-19

Südafrikanische Welt

(2,925 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Allgemein 1.1. StaatenbildungFür die S. W. sind eine engere und eine weitere Definition üblich. Die engere umfasst nur das heutige Südafrika mit den Nachbarländern Botsuana, Lesotho, Swasiland und Namibia; die weitere schließt auch Simbabwe, Mosambik, Angola und Sambia ein. Da sich trotz der frühen portug. Einflussnahme auf Mosambik und Angola (vgl. Kolonialreich 2.) sowie indirekt auch auf Simbabwe seit dem Beginn der europ. Siedlung in Kapstadt (1652; vgl. Kapkolonie) von Südafrika aus eine besondere Dynamik entfaltete, ist es i…
Date: 2019-11-19

Sklavengesellschaft

(6,098 words)

Author(s): Bley, Helmut | Keil, Hartmut | König, Hans-Joachim
1. AllgemeinBei Gesellschaften, in denen Sklaverei (= Skl.) und Sklavenhandel (= Sh.) eine Rolle spielten, wird in der Regel zwischen Gesellschaften mit Sklaven und S. unterschieden. Letztere kamen in der Frühen Nz. nur in wenigen Fällen vor. Das Kennzeichen von S. ist, dass ihre gesellschaftliche Struktur und Ökonomie maßgeblich durch die Skl. geprägt sind und durch Sh., Reproduktion der Sklaven und verschiedene Unterwerfungsmethoden gesichert werden müssen. Am deutlichsten lässt sich die systemische Funktion von S. an den Verwerfungen erkennen, die sich aus …
Date: 2019-11-19

Globale Interaktion und Globalgeschichte

(3,538 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. Europäisierung der Welt?Bis weit ins 20. Jh. hinein sprachen westl. Historiker und Wissenschaftler, die sich mit der europ. Expansion und der Errichtung von Kolonialreichen in außereurop. Regionen beschäftigten, zumeist selbstverständlich und ohne Zögern von der »Europäisierung der Welt«. Heutige Historiker und Kulturwissenschaftler verwenden diesen Begriff wesentlich differenzierter oder nehmen ihn zurück – nicht nur, weil die »Europäisierung« seit der endgültigen Dekolonisation um die Mitte des 20. Jh.s kein Faktum mehr ist,…
Date: 2019-11-19

Westafrikanische Welt

(4,913 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Großregionen in der Frühen Neuzeit 1.1. ÜberblickDie W. W. weist die wohl differenziertesten Entwicklungen der afrikan. Großregionen auf (Ostafrikanische Welt; Südafrikanische Welt; Zentralafrikanische Welt) und war in besonderer Weise durch ein weitverzweigtes innerafrikan. Netzwerk von Gesellschaften und Staaten gekennzeichnet, welches sich in West-Ost-Richtung von Mauretanien bis Kamerun und damit über etwa 4 000 km erstreckte. Diese W. W. war außerdem seit der Antike durch den Transsaharahandel mit der …
Date: 2019-11-19

Zentralafrikanische Welt

(3,977 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Bereich Zur Z. W. werden der große Bereich des heutigen Kamerun und der heutigen Zentralafrikan. Republik nördl. des riesigen tropischen Waldgebiets, das Flusssystem des Kongo im tropischen Regenwald und die weiten Savannenlandschaften des heutigen Angola und Sambia sowie das heutige Simbabwe und Mosambik gezählt [3]; [4]; [18]. Fünf Besonderheiten charakterisieren diese Großregion.Helmut Bley2. Innerafrikanische Entwicklungen(1) Die Z. W. war zunächst in besonderer Weise durch innerafrikan. Entwicklungen, v. a. durch die Fernwirkungen der Bantuwanderung gepräg…
Date: 2019-11-19
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