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Your search for 'dc_creator:( "Brandt, Hartwig" ) OR dc_contributor:( "Brandt, Hartwig" )' returned 15 results. Modify search

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Legitimismus

(971 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Definition Der L. war eine Antwort auf die Entmachtung und Delegitimierung der Monarchie durch Revolution und Napoleonzeit: eine Theorie christl. fundierter Königsherrschaft in einer Zeit des säkularen Umbruchs; insofern war er ein histor. Paradox. Wie der Konservatismus, dem er zugehörte, war er ein nachrevolutionäres Konstrukt, eine Ideologie der Kontinuität, als das geschichtliche Kontinuum zerbrochen war. Der L. war eine Hervorbringung der Französischen Revolution (1789), der Gegenpol einer Politik der Planierung alter Rec…

Sozialismus

(1,531 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Begriff Der S. ist wie der Liberalismus eine politische Theorie der Bewegung, ein auf die Veränderung, auf die Zukunft der Gesellschaft gerichtetes gedankliches Konstrukt, mithin eine polit. Utopie. Der Begriff tauchte erstmals in der Literatur des 18. Jh.s auf. In der Gelehrtensprache der Zeit bezeichnete er das Vertragsdenken der Aufklärung. Erst im 19. Jh. erhielt der Begriff seine antiliberale, sozialrevolutionäre Bedeutung. In England und Frankreich wurde er zur Antriebskraft politischer Bewegungen ( Owenismus, Saint-Simonismus, Fourierismus; vgl. Frühsoziali…

Liberalismus

(4,771 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Definition und Anfänge Der L. ist die wirkungsmächtigste Ausprägung politischer Philosophie des späten 18. und 19. Jh.s. Er initiierte eine starke soziale Bewegung und schuf den Prototyp der organisierten Partei. Gedanklich-konzeptionell stellte er sich in unterschiedlichen Richtungen und Facetten dar: Aus dem klassischen, »institutionellen« L. ging der moderne Verfassungsstaat hervor. Der marktökonomische L. machte sich zum Anwalt des Eigentums und seiner Vermehrung. Der soziale L. korrigierte einen ungehemmten Kapita…

Chartismus

(732 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
Der Begriff Ch. geht auf die People's Charter zurück, einem Manifest aus dem England der 1830er Jahre. Der Ch. selbst war Hervorbringung einer fortschreitenden Klassenherrschaft und eines populären politischen Radikalismus zugleich. Die Kraft, die ihn antrieb, war der Protest gegen die als unzureichend erachtete Reformbill von 1832, gegen die »halbe«, die besitzbürgerliche Parlamentsreform. Die späten 1830er und frühen 1840er Jahre waren in England eine Zeit sozialer und politischer Spannungen (vgl. Soziale Konflikte; Politische Bewegungen). Die…

Hambacher Fest

(749 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
Das H. F. von 1832 war die erste politische Großdemonstration der dt. Geschichte; es war zugleich der Zenit des politischen Protestes im Gefolge der franz. Julirevolution von 1830. Nach den ruhigen 1820er Jahren hatte sich in Deutschland ein neuer Aggregatzustand des Politischen herausgebildet. Die Landtage der Mittelstaaten nahmen die liberale Substanz der Verfassungen beim Wort. Presse, Versammlungen und Vereine schufen eine bis dahin unbekannte Form politischer Öffentlichkeit. Höhepunkt, aber auch schon Abschluss dieser Entwicklung, die bereits im Juli 1…

Konservatismus

(2,447 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Anfänge und Denkstrukturen K. ist Traditionalismus und bezeichnet als solcher eine unreflektierte, histor. nicht begrenzte Form politischen Meinens und Verhaltens, aber auch eine Theorie dieses gedanklich-sozialen Habitus. In diesem Sinne ist er ein Epochenphänomen, konkreter eine Bewusstseinslage des 18. und 19., im Weiteren auch noch des 20. Jh.s. Bewahren und Fördern waren über lange Zeit die Maximen der Politik; dies änderte sich erst im 18. Jh. An die Stelle des vormodern-aristotelischen Kosmos trat ein Antagonismus des Politischen, e…

Politische Bewegungen

(7,458 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Politische Bewegungen als Epochenerscheinungen Mit der Neige des 18. Jh.s waren die auf feudales Besitzrecht gegründete Gesellschaft (Feudalgesellschaft) sowie der monarchische Absolutismus und sein Komplement, die Ständeordnung, baufällig geworden (Ständegesellschaft). In einigen Regionen Europas, v. a. Englands, hatten sich diese Traditionsbestände schon gänzlich erschöpft, in anderen lebten sie in Schwundstufen fort. Die Zeitgenossen begannen, sich auf das Zukünftige einzurichten sowie Absichte…

Conservatism

(2,436 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Beginnings and thought structuresConservatism is traditionalism; as such it denotes an impulsive form of political belief and behavior, not limited historically, but also a theory behind this mental and social habitus. In that sense, it is a historical phenomenon, more specifically a state of mind of the 18th and 19th centuries, and later continued into the 20th.To conserve and to encourage had long been the axioms of politics; this did not change until the 18th century. The premodern Aristotelian cosmos was replaced by a conflict within the politi…
Date: 2019-10-14

Hambach Festival

(871 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
The Hambach Festival of 1832 was the first major political demonstration in German history. It also marked the zenith of political protest in the wake of the 1830 July Revolution in France (the  Trois Glorieuses; French Revolution [1830]). After the quiet 1820s, a new phase of political activity was now underway in Germany. The provincial assemblies ( Landtage) of the medium-sized states of the Confederation were taking the liberal substance of the constitution literally. The press, assemblies, and societies were creating an unprecedented form of po…
Date: 2019-10-14

Liberalism

(5,147 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. Definition and originsLiberalism was the most influential development in political philosophy in the late 18th and 19th centuries. It gave rise to a powerful social movement and created the prototype of the organized political party. It presented a range of directions and facets in terms of ideas and concepts. Classical, “institutional” liberalism produced the modern constitutional state. Economic liberalism of the market made itself the advocate of property and its increase. Social liberalism c…
Date: 2019-10-14

Chartism

(809 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
The term Chartism goes back to the People's Charter, an English manifesto of the 1830s. Chartism itself was both the promotion of a progressive class rule and a popular political radicalism. The force behind it was the protest against the Election of 1832, regarded as inadequate, against the “half”, parliamentary reform by the landowner bourgeoisie. The late 1830s and early 1840s in England were a time of social and political tensions (cf. Social conflict; Political movements). This stood in clear contrast to relations on the continent o…
Date: 2019-10-14

Legitimism

(970 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. DefinitionLegitimism was a response of monarchy to its fall from power and delegitimation occasioned by revolution and the Napoleonic period: a theory of royal authority based on Christian theology in a period of secular upheaval; in this sense, it was a historical paradox. Like conservatism, which it was part of, it was a post-revolutionary construct, an ideology of continuity at a time when the historical continuum had been shattered. Legitimism was a product of the French Revolution (1789),…
Date: 2019-10-14

Partei

(3,067 words)

Author(s): Brandt, Hartwig | Mahlerwein, Gunter
1. Parlamentarische Institution 1.1. Vorgeschichte In der Geschichte der polit. Institutionen Europas war die P. ein Nachkömmling der Selbstorganisation im nzl. Flächenstaat. Indessen gab es eine Vorgeschichte, die eher eine Pathologie des Politischen darstellte. …

Wahlen

(3,734 words)

Author(s): Weller, Thomas | Brandt, Hartwig
1. Frühe Neuzeit 1.1. Begriff und Allgemeines Die Übertragung von Machtbefugnissen an Herrschafts- und Funktionsträger mittels formalisierter Verfahren der Stimmabgabe ist bereits seit der Antike bekannt und verbreitet. Als W. (lat. electio) wurden in SpätMA und Früher Nz. eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren bezeichnet; der Begriff schloss auch Kooptation, Akklamation und Losentscheid mit ein (s. u. 2.) …

Election

(4,015 words)

Author(s): Weller, Thomas | Brandt, Hartwig
1. Early modern period 1.1. Concept and introductionThe transfer of powers to authorities and officeholders on the basis of formalized voting procedures was known and practiced from Antiquity. In the Late Middle Ages and the first centuries of the early modern period, a plethora of different processes came under the category of 
Date: 2019-10-14