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Your search for 'dc_creator:( "Dillinger, Johannes" ) OR dc_contributor:( "Dillinger, Johannes" )' returned 9 results. Modify search

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Wahrsagerei

(956 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Begriff und Tradition Unter W. wird hier jeder Versuch verstanden, die in der jeweiligen Gesellschaft von Wissenschaft, Religion und Alltagserfahrung gezogenen Grenzen des Wissbaren mithilfe von Magie zu überschreiten. Die W. als magische Wissenstechnik soll Informationen beschaffen, die eigentlich gar nicht verfügbar sein können, wobei Verborgenes, aber auch Zukünftiges erschlossen werden soll. Vom im engeren Sinn relig. Konzept der Prophetie kann die W. unterschieden werden, da Erstere auf einer direkten Eingebung Gottes beruht – weshalb innerhalb…

Tagwählerei

(989 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Vorhersagen Die T. gehörte zum magischen Zeit-Konzept der Frühen Nz. Ihr lag die Vorstellung zugrunde, dass Zeiträume – von bestimmten Jahren bis zu Stunden – eine magische Wertigkeit besitzen (Magie), was die genaue Beobachtung bestimmter Zeiträume verlangte. Diese magische Wertigkeit hatte zweierlei Form: Erstens, so nahm man an, waren bestimmte Zeitabschnitte auf kommende Zeiträume hin durchsichtig; demnach ermöglichten Ereignisse, die sich zu einer bestimmten Zeit beobachten ließen, Vorhersagen über die Zukunft ( Prognostik). Eine enge Korrespondenz zwischen…

Schatzgräberei

(1,067 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Begriff und Rechtslage Sch. ist die aktive Suche nach verborgenen oder verlorenen Wertgegenständen. Grundsätzlich von der Sch. zu unterscheiden sind zufällige Hortfunde. Bedeutsam für das Interesse an Schätzen dürften weniger einzelne spektakuläre Funde (z. B. Goldhelm von Lincolnshire, 1530) als die Vielzahl kleiner Münzhortfunde (z. B. Fundserien in Bayern Anfang des 16. Jh.s, in Northumberland 1730–1760) gewesen sein. Für diese bestand im 16. Jh. bereits ein großer Sammlermarkt. Ausgehend von widersprüchlichen Regelungen sowohl im röm. Recht als auch in…

Unverwundbarkeit

(985 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Charakteristika Die dauerhafte vollständige oder weitgehende U. galt seit der Antike als ein Kennzeichen göttlicher bzw. magischer Wesen (Drachen, Totengeister). Menschen konnten zeitweilige oder partielle U. oder zumindest Schmerzfreiheit durch die Gnade der Götter bzw. Gottes oder durch magische Manipulationen erreichen ( Achilles, Jason, Siegfried) [6]; [12. 37 f.]. Ein schlüssiges Konzept von U. ist in der vielschichtigen Überlieferung nicht zu erwarten. U. wurde in der Regel als Unverletzbarkeit verstanden, d. h. als Undurchdringlichkeit der Haut; …

Segnung

(921 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Begriff S. ist ein performativer Akt, der zumindest indirekt Kontakt zu einem übermenschlichen Wesen bzw. einer Macht sucht, um durch Worte und/oder Gebärden Gutes für Personen oder Objekte zu bewirken. Der Segen (lat. benedictio, Benediktion) ist somit der Gegensatz zum Fluch (Fluchen). Nach Auffassung der protest. wie der kath. Theologie bleibt die Wirkung des Segens in der alleinigen Verfügung Gottes. Dieser verfolge mit der Gewährung bzw. Verweigerung der Segenswirkung seinen Heilsplan, in den Bedürftigkeit und Anerkennung des Men…

Benediction

(1,039 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Term Benediction is a performative act which seeks, by means of words or gestures, at least indirect contact to a supernatural being or power so as to bring about something good for persons or objects. The benediction or blessing (Lat. benedictio) is thus the opposite of the curse.In both the Protestant understanding and Catholic theology the effect of the benediction remains solely at God’s disposal. With the granting or refusal of the effect of the benediction he is following his plan of salvation, in which acknowledgment of human need i…
Date: 2019-10-14

Invulnerability

(1,061 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Characteristics Permanent, complete or near-complete invulnerability was regarded from antiquity on as a sign of divine or magical nature (dragons, ghosts). Mortals could attain temporary or partial invulnerability, or at least freedom from pain, by the grace of the gods or God, or through magical manipulations (Achilles, Jason, Siegfried) [6]; [12. 37 f.]. A conclusive definition of a concept of invulnerability should not be expected of the multilayered source tradition.Invulnerability was generally understood as imperviousness to wounds, for example skin tha…
Date: 2019-10-14

Days, observation of

(1,019 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Prophecies The observation of days was a component of the magical concept of time in the early modern period. It was founded on the concept that particular periods of time, from years to hours, had an intrinsic magical character (Magic), which demanded the precise observation of such periods. This magical character took two forms. First, it was believed that the boundaries between particular periods of time and future periods were permeable. Events observed during such periods theref…
Date: 2019-10-14

Symbol

(1,925 words)

Author(s): Dillinger, Johannes | Priesner, Claus
1. Allgemein 1.1. Lehre Gemäß einer Definition des späten 16. Jh.s ist ein S. ein Zeichen, das auf einen Sachverhalt verweist und ihn verständlich macht, wobei das S. eine Verhaltensweise, ein konkretes Objekt (z. B. ein Ehering), ein Bild (z. B. ein Wappen) ebenso wie ein Wort (z. B. eine Losung) sein kann [2. 30]. Ausgeklammert bleibt hier der theologische Begriff symbolum (»Glaubensbekenntnis«). Die Fähigkeit des S., Bedeutung zu tragen, beruht nach Erasmus von Rotterdam und Andreas Alciato auf den als natürlich aufgefassten Eigenschaften des Dargestellten (Bei…