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Drehscheibe

(223 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Bei der Herstellung von Tongefäßen wurde die D. auf drei Weisen angewandt: Als D. mit hoher Geschwindigkeit, als langsame D. für dolium und pithos und, wohl ursprünglich, bei Formung per Hand in fast statischem Zustand. Die langsame D. diente als Hilfsinstrument bei einer Produktionsweise, die im wesentlichen noch von einer Fertigung per Hand ausgeht. Die schnelle D. mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 50 bis 150 Umdrehungen pro Minute konnte Zentrifugalkräfte hervorrufen und diese zur Beschleunigung des Drehprozesses für längere Zeit aktivieren. In der A…

Samaria-Ware

(99 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] Mod. t.t. für ein typisches eisenzeitliches Luxusgeschirr der phöniz. Levante. Der Name ist dem untypischen Fundort Samaria entliehen. Die sehr dünnwandigen gekielten Schalen und Schüsseln der S. wurden in Formschüsseln hergestellt und mit Ritzlinien versehen. Die Kombination von Red-Slip-Bemalung (Red-Slip-Ware) und einer ausgesparten Zone ist üblich. Funde von S. auf Zypern, in Karthago und in Südspanien kennzeichnen den ältesten Horizont der phöniz. Westexpansion. In Karthago finden sich lokale Adaptationen der S. Phönizier Docter, Roald Fritjof Bibl…

Tongefäße

(5,268 words)

Author(s): Hausleiter, Arnulf; Nissen, Hans Jörg | Scheibler, Ingeborg | Maaß-Lindemann, Gerta | Scheibler, Ingeborg; Maaß-Lindemann, Gerta | Docter, Roald Fritjof
[English version] I. Alter Orient Bald nach dem Aufkommen der Verwendung von Ton als Werkstoff im Vorderen Orient am Ende des praekeramischen Neolithikums (PPNB, ca. 7. Jt. v. Chr.) setzte die Produktion von T. im keramischen Neolithikum (6. Jt. v. Chr.) ein. Zuvor wurden Gefäße ausschließlich aus organischem Materialien (z. B. Holz, Leder) und Stein gefertigt. Als Vorform der Keramik kann die sog. white ware angesehen werden, eine natürlich vorkommende Kalk/Mergelmischung, die von selbst aushärtet. T. wurden - zunächst ausschließlich und auch später …

Reliefkeramik

(1,749 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
Keramik eignet sich durch die Plastizität ihres Rohmaterials gut für Reliefverzierungen, entweder als plastische Umformung der Gefäßwandung selbst oder in Form applizierter Teile. R. ist deshalb in den Gefäßrepertoires aller Zeitalter vertreten. In engerem Sinne bezeichnet die klass. Arch. mit R. aber das in Formschüsseln gefertigte Luxusgeschirr hell. und röm. Zeit. Diese Waren stellen frühe Beispiele keramischer Massenproduktion dar. [English version] I. Archaische Reliefkeramik Neben brz. Vorläufern findet sich bes. in der griech. Eisenzeit rauhwandige R.…

Impasto

(181 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Mod. t.t. für eine Keramikgattung der Villanova-, der etr. und lazialen Kultur (Etrusci II. Archäologie), der Gefäße aus schlecht gebranntem, ungereinigtem Ton bezeichnet. I. ist überwiegend mit der Hand, nicht mit der Drehscheibe geformt. Typische Gefäße der Villanova-Zeit sind bikonische Aschenurnen, Amphoren und Schalen. In der orientalisierenden Periode erscheinen in Etrurien neue Formen, die dem griech. und phöniz. Repertoire entliehen sind und oft mit dem Weinkonsum zusamme…

Stempelkeramik

(886 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] In fast allen Kulturen gibt es Keramik, die durch Stempelung (= St.) verziert wurde, z. B. griech. Pithos, etr. Impasto und Bucchero. In engerem Sinne meint die Arch. mit S. aber die gestempelten Gefäßgattungen hell. und röm. Zeit, bes. die Schwarzfirnis-Keramik (h. meist schwarze Glanzton-Keramik) und die spätant. Sigillata-Keramik Nordafrikas (Terra Sigillata). Um die Mitte des 5. Jh. v. Chr. wurde in Athen die Praxis der Gefäß-St. für Schwarzfirnis-Keramik eingeführt [1]. Es finden sich bes. St. von Palmetten, Efeu- und Olive…

Bucchero

(359 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] ist die typisch etr., schwarzglänzende Keramik des 7. und 6.Jh. v.Chr; die Bezeichnung B. ist dem spanischen bucaro entliehen, einer präkolumbianischen Keramikgattung, die im 19.Jh., z.Z. der ersten B.-Funde in Etrurien, von den Portugiesen imitiert wurde. B. wird als t.t. auch für die grau-schwarze Keramik anderer Kulturen, wie ionischer, lesbischer und äolischer B., benutzt. Etr. B. wurde um 660 v.Chr. zum ersten Mal, wahrscheinlich in Caere, hergestellt, etwa zehn Jahre später in anderen etr. …

Potter's wheel

(236 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[German version] The PW was used in three ways when producing pottery: at high speeds as a PW, at low speeds as a PW for the dolium and pithos and, probably originally, for hand shaping in an almost stationary condition. At a low speed, the PW served as an auxiliary tool in a method of production probably still largely based on manual shaping. At high speeds, rotating at 50-150 rpm, the PW brought centrifugal forces to bear, accelerating the turning process over longer periods. There were three simple forms of the PW in antiquity. The earliest comes from Ur (Uruk period, from c…

Ḥâḍra-Vasen

(267 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Moderner t.t., der die hell. bemalten Hydrien bezeichnet, die hauptsächlich zw. 270 und 180 v.Chr. hergestellt wurden; benannt nach dem ägyptischen Fundort Ḥâḍra bei Alexandreia, wo die Mehrheit der etwa 300 bekannten Exemplare zutage kam. H. leiten sich von den weißgrundigen Hydrien ab, die früher ebenfalls zu dieser Gattung gerechnet wurden. Ihre Herkunft aus Zentral-Kreta gilt heute aufgrund naturwiss. Analysen als gesichert. Mit unbemalten Exemplaren setzt die Produktion sich hier bis ins 1. Jh. v.Chr. fort. Aufgrund der Bemalung werden vier Hauptgr…

Black-on-Red-Ware

(148 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Moderner t.t. für eine phöniz. und zypriotische Keramikgattung mit schwarzer Bemalung auf rotem, meist poliertem Überzugsgrund. B. wurde zunächst auf Zypern definiert, wo sie am Ende der Periode Zypro-Geometrisch II (vor 850 v.Chr.) produziert wurde. Sie leitet sich aber von einem ostphöniz. Prototyp ab, der zur Unterscheidung als Local Black-on-Red bezeichnet wird. Die archetypische Form dieser Ware ist auf Zypern das kleine einhenkelige Kännchen mit Halsrippe, das als Ölfläschchen oder Votivkännchen diente und auf eine phöniz…

Pilgerflasche

(128 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Mod. t.t. für eine Gattung flacher oder flachgerundeter Behälter aus Ton oder Metall, weniger häufig aus Stein und Fayence (“saitische Neujahrsflaschen”, Sais). Die Form war bei den Griechen vielleicht als kṓthōn bekannt; ihren mod. Namen verdankt sie den ma. Ampullen, in denen geweihtes Wasser aus den Pilgerstätten mitgenommen wurde, bes. aus dem ägypt. Heiligtum des Menas (Menasampullen). P. besitzen entweder zwei kleine Henkel oder zwei bis vier axiale Riemenschlaufen. Aus den spätbronzezeitlichen rhodisch…

Dolium

(224 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Das größte tönerne Vorrats- und Transportgefäß der Römer (bei den Griechen Pithos; vgl. Gefäßformen; Tongefäße, Schwerkeramik). Dolia dienten in erster Linie zur Aufbewahrung von Vorräten wie Wein, Olivenöl und Getreide. Bei der Weinproduktion macht der Wein in der cella vinaria im d. die Gärung durch. Diese für Wein bestimmten d. waren, wie die Transportamphoren, innen mit Teer ausgestrichen. Oft waren die d. im Boden versenkt. Die Funktion als Transportgefäß ist wegen der Größe zweitrangig. Besonders im 1. Jh.v.und n.Chr. wurden d. aber auch für den Massen…

Terra Sigillata

(1,309 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] I. Definition und Abgrenzung Mod. t.t. für eine Gattung von Tafelgeschirr der röm. Feinkeramik (Tongefäße II.) mit roter Oberfläche und meistens mit Namensstempeln. Ant. Autoren (z. B. Plin. nat. 35,160) lassen eine Verbindung mit Samia vasa (engl. Samian Ware) vermuten [1]. Die T. S. entwickelte sich um 40 v. Chr. im Westen aus der Schwarzfirnis-Keramik. In Arezzo (Arretium) und in der Padana (Padus) gehen der roten T. S. schwarze Varianten voraus. Jedoch ist die Existenz einer “roten” Vorstufe, der sog. Presigilla…

Pilzmundkanne

(104 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Mod. t.t. für eine einhenklige, bauchige Ölkanne mit schlankem Hals und einer runden pilzförmigen Mündung. Die Form entwickelte sich im 9. Jh.v.Chr. an der phönizischen Levanteküste und verbreitete sich zw. dem 8. und 5. Jh. über alle phönizischen Gebiete im Mittelmeer. Bichrome Ware; Black-on-Red-Ware; Red-Slip-Ware Docter, Roald Fritjof (Amsterdam) Bibliography Ch. Briese, Früheisenzeitliche bemalte phönizische Kannen von Fundplätzen der Levanteküste, in: Hamburger Beitr. zur Arch. 12, 1985, 7-118  F. Chelbi, Oenochoes “à bobèche” de Carthage.…

Bichrome Ware

(156 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Moderner t.t. für Keramikgattungen mit zweifarbiger Bemalung, meist schwarz in Kombination mit rotem Überzug. Sie unterscheidet sich von der Black-on-Red-Ware durch die Auftragung auf einer dritten, nicht intentionellen Farbe der tongrundigen Gefäßoberfläche. Mehrere Produktionsorte werden unterschieden. Auf Ostzypern wurden in der späten Bronzezeit bes. Kratere und Henkelkrüge als B.W. produziert. Sie wurden in großen Mengen zur Levanteküste exportiert und dort auch imitiert. Ab…

Schwarzfirnis-Keramik

(198 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] Mod. t.t. für eine Gattung der griech. Feinkeramik (Tongefäße), bes. spätklass. und hell. Zeit. Durch Sinterung des eisenhaltigen Tonschlickers im reduzierenden Brand entstand ein schwarz glänzendes Produkt (Keramikherstellung). Sch.-K. wurde sowohl auf der Scheibe gedreht als auch in Formschüsseln hergestellt. Die Oberflächenschicht wurde mit dem Pinsel auf laufender Drehscheibe aufgetragen oder entstand durch Untertauchen in die ausgeschlämmte Schlickermasse. Sch.-K. konnte zus…

Transportamphoren

(1,680 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] I. Definition und antike Terminologie T. sind zweihenkelige keramische Gefäße, die für den Transport und die Aufbewahrung von Nahrungsmitteln hergestellt wurden. Der lat. Begriff amphora entstammt griech. ἀμφορεύς/ amphoreús nach dem älteren ἀμφιφορεύς/ amphiphoreús (Hom. Il. 23,92; 23,170), worunter man auch die h. Stamnos und Pelike (vgl. Amphora [1]) genannten Gefäße (mit Abb.) verstand. Für unbemalte T. wurden öfter die Bezeichnungen κέραμος/ kéramos oder κεράμιον/ kerámion (Hom. Il. 9,46; Hdt. 3,6) und ἀγγεῖον/ angeíon (Ps.-Aristot. mir. 136) ver…

Steigbügelkanne

(105 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof
[English version] Mod. t.t. für ein typisches, meist bemaltes Gefäß des spätminoischen und myk. Keramikrepertoires. Entwickelte sich auf Kreta in der Periode m-minoisch III (nach 1700 v. Chr.) aus einem amphoroiden Gefäß unter Hinzufügung von drei Henkeln, Ausguß und falschem zentralen Knauf anstelle des oberen Ausgusses. In der Periode SH IIA (nach 1500 v. Chr.) wird die Form in der myk. Palastkeramik übernommen und in der Periode SH IIIA1 (nach 1400 v. Chr.) mit zwei steigbügelähnlichen Henkeln …

Amphorenstempel

(847 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] A. Verwendungszwecke Manche Amphoren wurden zur Unterscheidung vor dem Brand gestempelt. Dabei dienten die A. zur Beglaubigung der Herkunft oder des Herstellers des Inhaltes der Amphoren. Bes. Weinamphoren sind mit Stadtemblemen und den Namen der amtierenden Magistrate versehen. Dies läßt sich sowohl auf die Tatsache, daß gerade der Wein je nach Region und Jahr stark in Qualität wechselt und also ein Warenzeichen braucht, als auch auf die Vorrangstellung des Weines unter den ant. N…

Red-Slip-Ware

(155 words)

Author(s): Docter, Roald Fritjof (Amsterdam)
[English version] Mod. t.t. für Keramikgattungen mit rotem Überzug, bes. der phöniz. und zypriotischen Eisenzeit. Die R. ist meist gekennzeichnet durch die Verwendung illitischer Tone (Illit ist ein mineralischer Bestandteil) und Schlicker, die bereits bei niedrigeren Brenntemperaturen (800 bis 1000°C) zu einer Sinterung führen. Farbgebende Komponente sind dabei Eisenoxide. Die Oberfläche ist oft durch eine zusätzliche Politur glänzend verziert. In Spanien wird diese Oberflächentechnik ab dem 7. J…
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