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Your search for 'dc_creator:( "Eckart, Wolfgang Uwe" ) OR dc_contributor:( "Eckart, Wolfgang Uwe" )' returned 58 results. Modify search

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Epidemie

(1,364 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Krankheiten und SeuchenDie korrekte Zuordnung nzl. Seuchen durch die moderne Krankheitslehre ist durchweg problematisch; selbst die Evidenz übereinstimmender Symptome ist zweifelhaft. Dies gilt für die Vielzahl der pestilenzialischen Fieber ebenso wie für scheinbar eindeutig identifizierbare Krankheiten, hinter denen sich prinzipiell alle möglichen Infektionen mit Massencharakter verbergen konnten. Die gelehrte Welt des 15./16. Jh.s kannte zwar aus der antiken Überlieferung und aus frühen Drucken, etwa von Giovanni Boccaccios Decamerone (1348–1353), die bedr…
Date: 2019-11-19

Physiologie

(2,109 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionUnter Ph. (von griech. phýsis und lógos, ›Lehre von der Natur‹, ›Naturkunde‹) versteht man heute – im Gegensatz zur antiken Vorstellung (griech. physiológos, ›naturphilosophisch Kundiger‹) – ein Teilgebiet der Biologie und Medizin: die Lehre von den physikalischen, biochemischen und informationsverarbeitenden Funktionen der Lebewesen [6]. In der Frühen Nz. wurde Ph. zum einen sehr weit im Sinne physikalischer Wissenschaften verstanden (William Gilberts berühmtes Werk De magnete von 1600 trug den Untertitel Neue Ph. des großen Magneten des Erdkörpers; vgl. Ma…
Date: 2019-11-19

Gynäkologie

(1,705 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. BegriffDer Begriff G. (Frauenheilkunde) ist modern und spiegelt die späte Etablierung der Subdisziplin an den Medizinischen Fakultäten des 19. Jh.s wider. Greifbar wird er, gegenüber dem älteren und umfassenderen Begriff
Date: 2019-11-19

Unfall

(1,006 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. BegriffUnter U. (mhdt. unval, ungeval; Synonym zu Unglück, Zufall, Schaden; engl./franz. accident) wird seit dem MA ein unvorhergesehenes Ereignis oder Missgeschick, meist verbunden mit Personen- oder Sachschaden, verstanden, des Weiteren kriegerische Niederlagen sowie sonderbare Lebens- und Sterbeumstände »berühmter Männer«, wie etwa 1570 in der dt. Übersetzung von Giovanni Boccaccios De casibus virorum illustrium (entstanden 1356–1373) durch Hieronymus Ziegler als »merckliche und erschröckliche unfahl … verderben unnd Sterben großmächtiger Kayser…
Date: 2019-11-19

Lepra [Hinzugefügt 2017]

(2,615 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Definition und frühe Belege Die L. (griech. lépra) ist eine seit der Antike weit verbreitete Hautkrankheit, besser ein Komplex verschiedener möglicher Hautkrankheiten, der mit sehr abweichenden Namen bezeichnet wurde, im Deutschen bis heute mit der Sammelbezeichnung ›Aussatz‹ (mhdt. ûʒsetzel, ûʒsetzic, entsprechend lat. leprosus; frühneuhdt. ausseczickeit), aber im MA und in der Nz. auch in den Adjektiven ›schuppig‹, ›uneben‹, ›rau‹. Paläopathologisch ist heute geklärt, dass sich seit dem MA dahinter oft tatsächlich eine Infektion mit mycobacterium leprae verbarg. Al…
Date: 2019-11-19

Quacksalber

(1,183 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Begriff und UmfeldDer aus quack- (»schreien«, »quacken«) und - salver (von ahdt. salbari, »Arzt«, oder lat. salvare, »heilen«) zusammengesetzte Begriff Q. (engl. quack, franz. charlatan, ital. ciarlatano) steht meist für jemanden, der sich als Heilkundiger ausgibt und ohne Berechtigung praktiziert, gelegentlich auch für zugelassene Heiler, die marktschreierisch (lat. circumforaneus
Date: 2019-11-19

Krankheit

(2,361 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Begriff Der nzl. K.-Begriff war bis in die Mitte des 17. Jh.s noch wesentlich durch die antike Humorallehre (Säftelehre) und Diätetik geprägt. Mit der Ablösung humoralphysiologischer Vorstellungen wurden andere K.-Konzepte bestimmend, die sich vom 18. bis ins frühe 19. Jh. v. a. aus mechanistischen (Iatromechanik), animistischen und vitalistischen Vorstellungen vom Leben des Menschen in Gesundheit und K. speisten. Angesichts der naturwiss. Physiologie, der Zellularpathologie und der Bakteriologie wurde K. um die Mitte des 19. Jh.s z…
Date: 2019-11-19

Blutkreislauf

(1,068 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Vorstellungen bis in die Frühe NeuzeitDer kanonischen Blutbewegungslehre des griech.-röm. Arztes Galenos von Pergamon folgend herrschte von der Antike bis ins 17. Jh. die Auffassung einer zentrifugalen Bewegung des Blutes im Körper vor. Nach seiner Entstehung in der Leber gelange es über die Hohlvene in die rechte Herzkammer, von dort über die Herzscheidewand in die linke Herzkammer, von wo es sich in alle Teile des Körpers ausbreite, um schließlich in der Körperperipherie verbrannt zu werden. Erste Erwe…
Date: 2019-11-19

Naturwissenschaftliche Medizin

(695 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. BegriffUnter N. M. wird die Zugrundelegung und konsequente Anwendung …
Date: 2019-11-19

Iatrophysik

(745 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. GrundlagenI. (von griech. iatrós, »Arzt«; phýsis, »unbelebte Natur«) war eine medizinische Theorie und Praxis des 17. und 18. Jh.s, die alle Phänomene von Gesundheit und Krankheit in Abhängigkeit von der inneren physikalischen Struktur des Körpers, seiner äußeren Form sowie der mechanischen (= mech.) Veränderlichkeit interpretierte […
Date: 2019-11-19

Anatomisches Theater

(783 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
Ein A. T. ist ein Ort öffentlicher anatomischer Zergliederung in der Frühen Nz. Das Konzept geht auf den ital. Arzt und Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua, Alessandro Benedetti (1445–1525), zurück [5]. Er war wohl der Erste, der einen selbständigen Holzbau für anatomische Sektionen an der Universität von Padua (um 1490) errichten ließ. Benedettis erfolg- und einflussreiches anatomisches Hauptwerk Anatomice, sive Historia Corporis Humani (Venedig 1502; »Anatomie oder Geschichte des menschlichen Körpers«), dürfte …
Date: 2019-11-19

Experimentalmedizin

(1,113 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. ÜberblickIm 17. Jh. wurden die alten Autoritäten der Universitätsmedizin überwunden; damit begann die Epoche der empirisch-experimentellen Medizin. William Harvey erschütterte durch seine experimentelle Erforschung und Beschreibung des Blutkreislaufs die antike Humorallehre (Humoralpathologie), deren angestammten Platz nun neue Konzepte des ärztlichen Denkens und Handelns einnahmen: die nachparacelsische Iatrochemie und die cartesianische Iatrophysik (Iatromechanik). Chemisches und mechanistisches Denken auf der Grundlage experimenteller Erkenntnis gewannen nun Einfluss auf die Medizin.Wolfgang Uwe Eckart…
Date: 2019-11-19

Naturheilkunde

(842 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. BegriffDie N. im engeren Sinne formierte sich im dt.sprachigen Raum im frühen 19. Jh. ausgehend vonRousseaus Forderung »Zurück zur Natur« (Rousseauismus). Sie richtete sich vehement gegen die allopathische Schul-Medizin, deren gefährliche Arzneimittel, exzessive Aderlass- sowie entleerende Therapiemethoden und propagierte stattdessen die Hinwendung zu natürlichen Heil- und Lebensweisen. Im Mittelpunkt standen zunächst nur die Hydrotherapie (Bäder, medizinische) und der …
Date: 2019-11-19

Fieber

(859 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionDie meist plötzliche, unerwartete und immer unnatürlich empfundene Temperaturerhöhung des eigenen …
Date: 2019-11-19

Schmerz

(2,837 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Definition…
Date: 2019-11-19

Physicus

(857 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Mittelalterliche UrsprüngeSeit dem hohen MA waren neben dem frei tätigen Arzt ( medicus
Date: 2019-11-19

Humorallehre

(714 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Grundlagen Gesundheit und Krankheit waren in der Nz. bis zur Mitte des 17. Jh.s im akademischen wie im allgemeinen Verständnis (in der Volks- und Alternativmedizin noch weitaus länger) wesentlich durch die antike Säftelehre (Humoralphysiologie/-pathologie; von lat. humores, »Säfte«) und die Diätetik geprägt. Erst mit der Ablösung humoralphysiologischer Vorstellungen in der zweiten Hälfte des 17. Jh.s wurden andere Gesundheitskonzepte bestimmend, die sich vom 18. bis ins frühe 19. Jh. v. a. aus Konzepten des Mechanismus (Iatromechan…
Date: 2019-11-19

Therapeutische Konzepte

(1,011 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionUnter Th. K. werden heilkundliche Theorien der Medizin verstanden, die aus dem jeweiligen Verständnis von Krankheit entsprechende Heilweisen ableiten; diese folgen dann in der Praxis nachvollziehbaren Theorien und Regeln. Prinzipiell kann für die Nz. zwischen magischen und rationalen Th. K. unterschieden werden (s. u. 2.). Den rationalen K. der Schulmedizin liegt die antike Dreiteilung der Therapie (diätetische, chirurgische, medikamentöse) zugrunde, wobei die Diätetik auch vorbeugende (prophylaktische) Ziele verfolgt und zugleich die dem Kö…
Date: 2019-11-19

Anatomie

(1,817 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Ausgangsbedingungen der neuzeitlichen AnatomieBereits in der ma. A. waren Sektionen menschlicher Körper keineswegs durchgängig verboten. Von einer autopsia im modernen Sinne, d. h. von einer eigenen Betrachtung und Interpretation der tatsächlichen Sektionsbefunde, konnte keine Rede sein, denn das in sich geschlossene Dogma der Humoralpathologie (Säftelehre) und der in diese Lehre eingebundenen A. und Physiologie bot für fast alle Erkrankungen ein nachvollziehbares Erklärungs- und Handlungskonzept. Nach neuen anatom.-physiologischen Er…
Date: 2019-11-19

Kräuterbücher

(957 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionUnter K. werden allgemein die gedruckten Pflanzenbücher der Frühen Nz. verstanden. In diesen Kompendien werden Pflanzen und Arzneidrogen im Detail beschrieben sowie ihre medizinischen Anwendungsbereiche erläutert. Häufig werden auch arzneilich verwendete Tiere, Tierprodukte und Mineralien dargestellt.Wolfgang Uwe Eckart2. Vorläufer und Entwicklung in der Frühen NeuzeitPflanzenbücher und K. der Antike dienten bis weit in die Frühe Nz. als wichtige Referenzquellen des medizinisch-pflanzenkundlichen Wissens (Pharmazie). Vorbilder waren v. a. die S…
Date: 2019-11-19
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