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Your search for 'dc_creator:( "Eckert, Georg" ) OR dc_contributor:( "Eckert, Georg" )' returned 24 results. Modify search

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Philosophische Fakultät

(933 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Funktion und Lehrinhalte in der Frühen Neuzeit Die Ph. F. bildete als sog. untere Fakultät in protokollarischer und rechtlicher Gleichstellung mit den oberen F. (Theologische Fakultäten; Juristische Fakultät; Medizinische Fakultät) einen integralen administrativen wie fachlichen Bestandteil der alteurop. Universität jedweder konfessioneller Ausrichtung, ehe die unablässig fortschreitende fachliche Spezialisierung schließlich im 19. Jh. auch institutionell zu der Auflösung des spätma. Lehrbetriebes führte. In einer langfristigen Entwicklung aus der ma.…

Laster

(2,083 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein L. (lat. vitium, engl./franz. vice) galt auch in der Frühen Nz. als Gegenteil der Tugend (= Tg.). Es bezeichnete die zur schlechten Gewohnheit gewordene Neigung eines Menschen zu sündhafter Verfehlung (Sünde). Dessen Moral war dadurch ebenso diskreditiert wie seine Ansprüche auf Autorität. Diese abendländische Grundüberzeugung geriet im späten 17. Jh. in Erklärungsnot: Ob man L. überwinden könne, wurde fortan nicht minder diskutiert als die Frage, ob man sie überhaupt überwinden solle. Wirkmächtige Frühaufklär…

Würde

(2,008 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein W. (lat. dignitas, franz. dignité, engl. dignity) war ein Grundprinzip der frühnzl. Ständegesellschaft. Sie drückte in besonderer Weise polit. und soziale Machtansprüche aus. Zunächst bezeichnete W. die Sonderstellung des Menschen als Ebenbild Gottes in der Schöpfung, ordnete jedoch auch die Verhältnisse der Menschen untereinander. Eine herausgehobene W. war seit dem MA an Institutionen gebunden, die den göttlichen Auftrag zur Weltgestaltung vorzüglich zu erfüllen schienen. Solche sakrale Autorität legitimierte geistliche und weltliche Ämter, aber auch…

Tugend

(3,230 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein: Moralische Gestaltungsmacht Als normativer Grundbegriff der Philosophie und Politik Alteuropas bestimmte die T. (griech. aretḗ, lat. virtus, ital. virtù, franz. vertu, engl. virtue), inwiefern ein Mensch, ein Stand, ein Staat, eine Sache gut sei, um das jeweilige Wesensziel zu erreichen. Wer den antiken Kardinal-T. der Gerechtigkeit, Weisheit, Tapferkeit und Besonnenheit entsprach, konnte in diesem Sinne seit der Renaissance als rundum t.hafter oder moralischer Charakter gelten, der dem Ideal der rechten Vernunft nahekam. Als Eigenbezeichnung…

Schöngeist

(1,116 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Begriffsbildung Das im Frankreich des 16. und 17. Jh.s entwickelte Konzept des Sch. (franz. bel esprit) etablierte sich als ein wirkungsmächtiges soziales Leitbild, das ein spezifisches Ideal gebildeter Geselligkeit postulierte. Der Sch. zeichnete sich durch umfangreiche Kenntnisse in sämtlicher Kunst und Literatur und insbes. durch die Fähigkeit zu geistreicher Konversation sowie durch Souveränität in jedweden Fragen des Geschmackes aus. Das Lob der beautés d’esprit seit der Renaissance, bei Joachim Du Bellay paradigmatisch geformt [11. 828]; [12. 1], entstand in der …

Treue

(1,741 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein Die T. war eine Grundnorm der Nz. Sie bezeichnete Offenheit, Aufrichtigkeit und Zugehörigkeit, die gegenüber wechselnden Instanzen in Handlungen mit Rechts- und Symbolcharakter demonstriert wurden. Als persönliche Loyalität zum Lehnsherrn stützte sie die polit.-gesellschaftlichen Strukturen des Ancien Régime (Lehnswesen), während sie seit dem 17. Jh. immer mehr im Sinne der Bindung des einzelnen Menschen an Recht und Naturrecht umdefiniert wurde. In der Aufklärung wurde sie als Merkmal guter individueller Lebensführung ä…

Toleranz

(3,745 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein T. meint Duldung. Sie ist das Komplementäre zur Freiheit der Andersdenkenden, Andershandelnden und Anderslebenden und war als solches immer umstritten – als Konzeption in der philosophischen Theorie, als Praxis im gesellschaftlichen Alltag und als Argument in der polit. Auseinandersetzung. Die Nz. erlebte in jeder dieser Hinsichten eine sukzessive, aber nicht lineare Ausweitung der Grenzen der T. Diese trat in zahlreichen Erscheinungs- und Begründungsformen auf, die sich keineswegs au…

Weltbürger

(1,718 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein Das Zeitalter der Aufklärung verlieh dem W. als dem kommunikativen Denker, der sich von lokalen und provinziellen Beschränktheiten frei zu machen wusste, sein Profil. Die Konturen dieses Ideals hatten seit dem Humanismus v. a. Autoren und Gelehrte skizziert, deren Zwecke ein örtlich unbeschränktes Publikum erforderten. Ihr Interesse lag einerseits in der Kooperation jenseits aller Grenzen (Gelehrtenrepublik; Wissensaustausch, globaler), andererseits aber in der persönlichen, nationalen und konfessionellen Konkurrenz.…

Rousseauismus

(1,734 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Definition und Grundzüge Der als zeitgenössischer nzl. Terminus nicht belegte R. bildet einen Sammelbegriff für theoretische Konzepte und lebenspraktische Ideale der Aufklärung, die sich maßgeblich auf die Schriften Jean-Jacques Rousseaus (1712–1778) zurückführen lassen. Dieser legte einen wesentlichen Teil des ideellen Fundamentes der westl. Moderne. Die Berufung auf Rousseaus Person und Werk war schon zu dessen Lebzeiten zu einer gängigen Referenz geworden. Die geläufige Formel »Zurück zur Natur« wird der Fülle der E…

System

(1,974 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Definition Das S. ist gleichermaßen Wissens-Ordnung wie Ordnungswissen (Wissensorganisation). Die Tradition der Summen (z. B. der Summa theologica des Thomas von Aquin oder der Summa logicae des William von Ockham) aus der ma. Scholastik setzte sich in der Frühen Nz. in mannigfachen Versuchen fort, eine Einheit der Gedanken und der Welt systematisch darzulegen. Freilich unterlagen die Methoden, die Gegenstände und die polit.-soziale Geltung des einheitlichen S. einem fundamentalen Wandel hin zur Pluralität vieler (Teil-)S. Eckert, Georg 2. Methoden und Deutungen 2.1. Die…

Weisheit

(1,716 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein Die W. (griech. sophía, lat. sapientia, engl. wisdom, franz. sagesse) bildete in der Nz. eine der vier Kardinal- Tugenden. Ihr Besitz war sowohl ein weithin anerkanntes Ziel der persönlichen Lebensführung als auch ein plausibles Argument im Kampf um polit. Macht. Ihr sozialer Wert schwand aber im späten 18. Jh., als zumal das Bürgertum Wissen und Wissenschaft erfolgreich zum Gegenmodell der W. aufzubauen begann. 2. Weisheit als Gottesschau Als antike Inbegriffe und Musterautoren der W. genossen Sokrates bzw. Platon, Seneca und Mark Aurel nicht erst …

Wille

(2,681 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Überblick Der menschliche W. (lat. voluntas und arbitrium) stand im Zentrum zahlreicher Debatten der Frühen Nz. Was ihn zu Entschlüssen und Taten bewege, war ebenso umstritten wie die Frage, was ihn bewegen solle. Bei der Suche nach den Ursachen von Handlungen griffen Theologie, Philosophie und Naturphilosophie ineinander. Spezifische soziale, rechtliche und polit. Institutionen und Prozeduren hatten zum Ziel, den W. als Strebevermögen zu hemmen oder zu fördern. Zunächst erschien er eher als heils- u…

Ursache

(1,739 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein Die Reflexion auf die U. ( lat. causa, franz./engl. cause) bedeutete die Reflexion auf das, was die Welt im Inneren und Äußeren zusammenhält. U. zeigten Naturabläufe, aber auch Handlungsmöglichkeiten in polit.-sozialen Zusammenhängen an. Die Betrachtung der zwei auch im MA intensiv diskutierten aristotelischen Final-U. (Zweck-U.) Gott und Seligkeit wurde im Verlauf der Nz. von der Untersuchung der Wirk-U. in Welt und Materie geschieden. Technik (Mechanik) und Naturwissenschaft erarbeiteten neu…

Weltalter

(1,587 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Allgemein Die Frühe Nz. stellte sich die Geschichte als geschlossene Abfolge unterschiedlicher W. (lat. aetas) vor. Diese grenzten die einzelnen Teile der Weltgeschichte voneinander ab. Bis weit ins 18. Jh. hinein lagen dieser Gliederung v. a. eschatologische Motive zugrunde. Insbes. in der Aufklärung leiteten aber nicht mehr christl. Endzwecke, sondern ein umfassendes Programm des zivilisatorischen Fortschritts die Deutung historischer Prozesse an. Offene Zeitalter (Epochen) nahmen den Platz der geschlossenen W. ein. 2. Göttliche Definitionen Die christl. Heilser…

Cosmopolitan

(1,728 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. IntroductionThe Age of Enlightenment gave life to the cosmopolitan, a communicative thinker capable of transcending local and provincial limitations. Since the time of Humanism, authors and scholars in particular had described the parameters of this ideal, as their purposes demanded a public not confined to a local sphere. On the one hand, their interests lay in cooperation across all frontiers (Republic of Letters; Knowledge, global exchange of); on the other, they lived by personal, national…
Date: 2019-10-14

Ages of the world

(1,608 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. General The Early Modern Period imagined history as a closed succession of different ages of the world (Latin aetas mundi). These distinguished the different eras of world history from one another. Eschatological motives underlay this periodization until well into the 18th century. Especially during the Enlightenment, however, the interpretation of historical processes was no longer dominated by Christian teleology but rather by a comprehensive program of the progress of civilization. Open epochs took the place of closed ages.Georg Eckert 2. Sacred definitions The Christi…
Date: 2019-10-14

Dignity

(2,096 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. IntroductionDignity (Latin  dignitas, French  dignité, German Würde) was a cardinal principle of the early modern society of the estates. It expressed political and social claims to power in a particular manner. In the first place, dignity denoted the special status of humanity as the image of God in creation, but it also regulated relationships between people. From the Middle Ages, a pronounced dignity attached to institutions that seemed to fulfill the divine mission of designing the world in an e…
Date: 2019-10-14

Bel esprit

(1,187 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. Conceptualization The concept of the bel esprit (German  Schöngeist), which was developed in France in the 16th and 17th centuries, established itself as a powerfully effective social model promoting a specific ideal of cultured sociability. The bel esprit distinguished itself by extensive knowledge of all kinds of art and literature and in particular by a capacity for intellectually stimulating conversation as well as an impressive command of all questions of taste.The praise of the beautés d’esprit since the Renaissance, shaped paradigmatically by Joachim Du Bellay [11. 828…
Date: 2019-10-14

Cause

(1,824 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. General considerations Reflection on cause (Lat. causa, Fr. cause, G. Ursache) meant reflection on what holds the world together both internally and externally. Cause indicated the course of natural events, but also the possibilities of action in political and social contexts. Consideration of Aristotle’s two final causes, God and blessedness, was distinguished in the course of the early modern period from investigation of the efficient cause in the world and matter. Technology (Mechanics) and natural s…
Date: 2019-10-14

Loyalty

(1,827 words)

Author(s): Eckert, Georg
1. IntroductionLoyalty was a basic norm of the early modern period. It connoted openness, uprightness, and affiliation, which were demonstrated in various contexts in actions freighted with legal and symbolic character. As personal fealty to the liege lord, it supported the social and political structures of the ancien régime (Feudalism), and from the 17th century it came increasingly to be redefined in the sense of the bond holding the individual to law and natural law. During the Enlightenment, it was aestheticized and performed as a hallm…
Date: 2019-10-14
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