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Your search for 'dc_creator:( "Gestrich, Andreas" ) OR dc_contributor:( "Gestrich, Andreas" )' returned 53 results. Modify search

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Kiltgang

(757 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Definition and distribution Kiltgang is a term, particularly prevalent in the Alemannic dialect region, for a nocturnal courting custom among young men (Marital choice). The word kilt, already attested in OHG, originally denoted the late evening, later coming to refer to staying up late at night or working late at night. The verbs kilten and  kelten, in Alsace, for instance, had a general reference to the custom of meeting after the working day to work or socialize in the Lichtstube or  Spinnstube, that is, for a tradition that involved girls and, in some regions, also adults [1. 70…
Date: 2019-10-14

Marriage, civil

(805 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. FoundationsCivil marriage refers to a form of marriage that was not based on a religious definition of marriage and was not enacted via religious ceremony. Whereas the Catholic Church saw marriage as a sacrament and the Protestant denominations saw it as symbolizing the ties between Christ and the Church (see Occasional services), civil marriage was based on the idea that marriage represented a private-law contract between two parties. It was contracted before representatives of bourgeois soci…
Date: 2019-10-14

Love letter

(891 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
The text genre of the love letter (Latin  littera amatoria, German Liebesbrief, French  lettre d'amour or billet doux; the latter also entering German and English as a loanword from the 18th century) has existed as both an everyday text and a literary genre since Greco-Roman antiquity. The most famous literary work, Ovid's collection of fictional love letters by renowned heroines of Greek mythology (Latin Heroides) was a lasting influence on the European tradition of the artistic love letter [4]. Some medieval manuscripts contain rhymed love letters as an artistic form [15]. In 17t…
Date: 2019-10-14

Frérèche

(633 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
The frérèche (a household with several married brothers; French  frères) is one of the forms of so-called complex or multiple households, which are composed of several nuclear family units. In Western Europe, the usual form of a multiple household was the life-estate family, in which the parents lived with a married child and his or her family Other forms of multiple household were found in Western Europe, especially in many regions of  Southern France [1]. In these households, often referred to as  frérèches or  communautés, several families (usually related) lived un…
Date: 2019-10-14

Ledige

(785 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
In early modern German,  Ledige (“single, unmarried”) was a specialized collective term for the unmarried youth of a location, especially in rural communities (still common in the 20th century in southern German villages) [5. 76]. In everyday use, it referred primarily to the totality of unmarried male young people (alongside other regional terms like  Buben [1. 459], Burschen [2. 548], Knaben[3. 1313], and  Knechte [4. 1381] in German-speaking areas; also French garçons and varlets or Italian  garzóni). That we are dealing with a term for youth groups is shown…
Date: 2019-10-14

Clan

(689 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
The word clan comes from Scottish Gaelic ( clann), which in turn goes back to Old Irish ( cland), ultimately borrowed from Latin ( planta). Clan was a term for progeny or family. Since the Late Middle Ages, the term in English and Gaelic alike has been used almost exclusively to refer to Scottish extended families. There is little evidence of its use in early modern Ireland [1].Modern ethnological and anthropological literature applies the term not only to the Scottish family groups, but also to other societies, such as the North American  tlingit[5] and African, Chinese, and Japan…
Date: 2019-10-14

Foundling hospital

(983 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
A foundling hospital (Latin  hospitium expositorum, German Findelhaus, French  hôpital des enfants trouvés) is an institution that takes in abandoned children (so-called foundlings). In ancient Greek and Roman society, the exposure of sickly, excess, or unwanted newborns was the father’s decision; in early Christianity, it was condemned by the church, and beginning the late 4th century it was also prohibited by imperial law. When an infant was abandoned in a church, however, the crime was not punished. Care for such infants fell within the range of functions of monasteries [6]. B…
Date: 2019-10-14

Eltern

(3,274 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffsgeschichteSprachgeschichtlich handelt es sich bei dem Wort E. um einen substantivierten Komparativ von »alt«, der sich in allen westgerman. Sprachen als Bezeichnung für die direkten Vorfahren findet. E. ist somit verwandt mit lat. alere (»ernähren«, »wachsen lassen«) und bedeutet so viel wie »herangewachsen« [15. 16 f., 164]. Eine andere europ. Bezeichnung für E. leitet sich wie das engl. parents vom lat. parere (»hervorbringen«, »gebären«) ab. Das lat. Substantiv parentes erwarb jedoch im Laufe der Zeit ein breiteres Bedeutungsspektrum und bezeichnet…
Date: 2019-11-19

Trauung

(1,153 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Katholische EhelehreAls T. (kirchenlat. copulatio) wird seit dem 16. Jh. »der feierliche kirchl. trauact«, also »die zwischen braut und bräutigam von dem priester in der kirchen vor dem altar durch verwechselung der trauringe öffentlich verrichtete einsegnung« bezeichnet. Das Substantiv entwickelte sich aus dem Verb »anvertrauen«, das im mittel- und norddt. Bereich seit dem 13. Jh. auf Verlöbnis und Heirat angewandt und zu Beginn der Nz. auf den Trauakt des Priesters verengt wurde [1. 1349 f.]; [2. 1559].Die Ehe wurde zwar schon im antiken Christentum als eine von G…
Date: 2019-11-19

Clan

(671 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Das Wort C. stammt ursprünglich aus dem Angelsächsischen und wurde von dort ins Gälische ( clann) und Altirische ( cland) übernommen. C. war eine Bezeichnung für Nachkommenschaft bzw. Familie. Seit dem ausgehenden MA fand der Begriff im Englischen und Gälischen fast ausschließlich für schott. Familienverbände Verwendung; für das nzl. Irland ist er dagegen wenig belegt [1].In der modernen ethnologisch-anthropologischen Literatur wurde der Begriff C. von den schott. Familienverbänden auch auf andere Gesellschaften wie etwa die nordamerikan.-kanadischen tlingit [5] oder auf…
Date: 2019-11-19

Berufsfolge

(842 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter B. wird in der histor. Familienforschung primär die Übernahme des elterlichen Betriebs durch einen Sohn oder eine Tochter im Bereich des Handwerks oder der Industrie bezeichnet, z. T. auch allgemein das Ergreifen des gleichen Berufs. Der Begriff wird aber auch für die direkte Nachfolge von Söhnen in das Amt des Vaters in akademischen Berufen in der Frühen Nz. verwendet.Im Handwerk der Frühen Nz. basierten weder die Aufrechterhaltung des täglichen Betriebs noch die Altersversorgung der Eltern in der gleichen Weise auf der Mitarbeit und der Betriebs…
Date: 2019-11-19

Familienzyklus

(694 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter F. versteht die histor. Familienforschung die Tatsache, dass Familien im Zusammenhang mit dem Lebenszyklus ihrer Mitglieder verschiedene Phasen mit je spezifischen Aufgaben, Formen und Funktionen des familialen Zusammenlebens durchlaufen. Man unterscheidet heute generell eine Phase, in der ein Paar Kinder bekommt und aufzieht, von einer späteren, die durch das Zusammenleben mit heranwachsenden Kinder bestimmt ist, und von einer Zeit des »leeren Nests«, wenn die herangewachsenen Kinder das Haus verl…
Date: 2019-11-19

Amme

(722 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Die Sitte, neugeborene Kinder durch eine A. stillen zu lassen, breitete sich in Europa seit dem MA vom mediterranen Bereich ausgehend zunächst innerhalb der gesellschaftlichen Oberschicht aus. In der Frühen Nz. lässt sich das A.-Wesen auch in den städtischen Mittelschichten, im 19. und 20. Jh. in der städtischen Arbeiterschaft nachweisen.Drei Arten des A.-Wesens können unterschieden werden: (1) Eine A. konnte ins Haus geholt und für die Stillzeit in den Haushalt aufgenommen werden; (2) Man konnte das eigene Kind in das Haus einer A. weggeben; (3) A. wurden in Findelhäusern und ähn…
Date: 2019-11-19

Ehevermittlung

(718 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
E. kann auf privater Basis erfolgen oder gewerbsmäßig betrieben werden. Bestanden in Europa gegen die private E. durch Eltern oder Verwandte von kirchlicher oder staatlicher Seite nie Einwendungen, so war die gewerbliche E. aus theologischen, rechtlichen und sittlichen Gründen stets einer gewissen Kritik ausgesetzt. Die Grenzen zwischen privater und gewerbsmäßiger E. ließen sich jedoch teilweise schwer ziehen, da es in vielen Regionen als Brauch galt, auch privat geleistete Vermittlungsdienste bei Zustandekommen einer Ehe zu belohnen.Die Praxis der privaten E. war in …
Date: 2019-11-19

Kindestötung

(910 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. DefinitionUnter »K.« (lat. infanticidium; engl./franz. infanticide) versteht man die schuldhafte, meist vorsätzliche Tötung eines Kindes durch die Mutter, den Vater oder beide Eltern. Sie kann gewaltsam geschehen oder aber durch Vernachlässigung bzw. Aussetzen des Neugeborenen [3. 353]. In der Regel wird damit in Europa jedoch bes. die Tötung eines neugeborenen unehelichen Kindes (Unehelichkeit) bei oder sofort nach der Geburt (Neonatizid) durch seine Mutter bezeichnet. Für diese engere Fassung des Delikts wird in der Forschung in der Regel der Begriff Kindsmord benützt,…
Date: 2019-11-19

Jugend

(2,511 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffJ. (lat. iuventus; engl. youth; franz. jeunesse; niederl. jeugd; schwed. ungdom), in vielen europ. Sprachen eine mehrdeutige Substantivbildung zum jeweiligen Adjektiv für »jung«, bezeichnet (1) die Zeit des Jungseins als Lebensalter oder Phase im individuellen Lebenslauf, (2) die Eigenschaft des Jungseins, Jugendlichkeit, und (3) die soziale Gruppe der jungen Leute einer Gesellschaft [4. 2360]. Manche europ. Sprachen wie das Russische besitzen dafür unterschiedliche Bezeichnungen oder Substantivbildungen.Der natürliche körperliche und psychische Wach…
Date: 2019-11-19

Frerèche

(605 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Die F. (ein Haushalt von mehreren verheirateten Brüdern; franz. frères) gehört zu den Formen sog. komplexer oder multipler Haushalte, die sich aus mehreren kernfamilialen Einheiten zusammensetzen. Die übliche Form des multiplen Haushalts war in Westeuropa die Ausgedingfamilie, in der die Eltern mit einem verheirateten Kind und dessen Familie zusammenlebten. Über die Ausgedingfamilie hinausgehende multiple Haushaltsformen kamen in Westeuropa v. a. in manchen Regionen Südfrankreichs vor [1]. In diesen oft als F. oder als communauté bezeichneten Haushalten lebten mehre…
Date: 2019-11-19

Verwandtenehe

(866 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Rechtliche RahmenbedingungenDas kanonische Recht der kath. Kirche schränkt Eheschließungen zwischen Verwandten ( Verwandtschaft; = Vw.) stark ein. Waren ursprünglich Ehen bis zum siebten Vw.-Grad verboten, wurden diese Bestimmungen im Vierten Laterankonzil von 1215 auf den vierten Vw.-Grad reduziert (vgl. Inzest 2.), allerdings bei strengerer Berechnung dieser Grade. Diese Regelung des kath. Kirchenrechts ist im Prinzip noch heute gültig. Das kanonische Recht dehnte die für eine Eheschließung verbotenen Vw.-Grade zudem auf die Schwieger-Vw. aus. Auch…
Date: 2019-11-19

Geheimnis

(717 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Das dt. Substantiv G. taucht erst seit dem 16. Jh. auf. Bis dahin waren lediglich mhdt. Vorläufer der adjektivischen Form »geheim« sowie des Substantivs »Heimlichkeit« in Gebrauch. Der Begriff G. verdankt seine Verbreitung der Bibelübersetzung Martin Luthers, der für das griech. myst椃rion und das lat. secretum ein substantivisches Äquivalent suchte. Von der religiösen Sphäre ausgehend, verbreitete sich das Wort rasch in der politischen Sprache, durchzog jedoch bald, wie sich an den zahlreichen Komposita ablesen lässt, auch andere Bereiche…
Date: 2019-11-19

Zivilehe

(756 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. GrundlagenMit Z. wird eine Form der Eheschließung bezeichnet, die nicht auf einer relig. Ehe-Definition basiert und nicht nach relig. Ritus geschlossen wird. Während die Ehe nach dem Verständnis der kath. Kirche ein Sakrament und nach dem der protest. Konfessionen ein Symbol der Verbindung Christi mit der Kirche ist (vgl. Kasualien), basiert die Z. auf der Idee, dass die Ehe einen privatrechtlichen Vertrag zwischen zwei Personen darstellt. Er wird vor Vertretern der bürgerlichen Gesellschaft geschlossen sowie von ihnen bezeugt und kann von den Vertragsp…
Date: 2019-11-19
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