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Your search for 'dc_creator:( "Grethlein, C." ) OR dc_contributor:( "Grethlein, C." )' returned 24 results. Modify search

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Medien

(961 words)

Author(s): Herms, E. | Grethlein, C.
[English Version] I. Begriff (Problemfeld) Im weiten Sinn bez. der Ausdruck »Medien« alle materialen Bedingungen, die es koexistierenden Individuen (einzelnen Personen und sozialen Systemen) überhaupt ermöglichen, füreinander wirksam präsent zu werden und darauf wirksam zu reagieren. M. in diesem weiten Sinn sind die materialen Bedingungen von Intersubjektivität. Auch archaischen, nichtausdifferenzierten Gesellschaften eignet ein – entsprechend unausdifferenzierter – Komplex von M. Gesellschaftliche…

Moralstatistik

(337 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] bez. die Wiss. von der Erfassung der gesellschaftlichen Bedingtheit moralischen und rel. relevanten Handelns mittels statistischer Methoden. Nach einem Höhepunkt in der 2.Hälfte des 19.Jh. verlor sie schnell an Bedeutung und begegnet heute meist nur noch reduziert in Form von Kriminalstatistiken. Die Ende des 17.Jh., zuerst an Regelmäßigkeiten bei Todesfällen (J.Graunt, Observations on the Bills of Mortality, 1662) gemachte Entdeckung, daß menschliches Verhalten sich statistisch erfassen läßt, wurde bald theol. im Sinne…

Katechumenat

(1,757 words)

Author(s): Grethlein, C. | Streck, D. | Koschorke, K.
[English Version] I. Allgemein K. ist eine – das wesentlich durch Paulus geprägte κατηχει˜ν/katēcheín (z.B. Gal 6,6) aufnehmende – Bez. der Institution, durch die Kirche unter Bezug auf die Taufe den notwendigen Zusammenhang von christl. Glauben und Lernen gestaltet. Sie begegnet – nach Vorläufern im Gelehrtenlatein des 16./17.Jh. – zu Beginn des 19.Jh. als Terminus für die altkirchl. Unterweisung, wird dann aber schnell zum Programmbegriff für katechetische und kirchenreformerische Konzepte (Henkys). 1.Altkirchlicher Taufkatechumenat. Der Unterricht der Taufbewe…

Mobilität

(1,008 words)

Author(s): Grethlein, C. | Opaschowski, H.W.
[English Version] I. Allgemein Entgegen dem heutigen Eindruck verlief die Entwicklung der Menschheit lange Zeit eher auf Stabilität als M. (von lat.: mobilis, »beweglich«) hin (Seßhaftigkeit, soziale Ordnung usw.). Erst seit der Französischen Revolution und der Industrialisierung ist in größerem Umfang zunehmende M. in mehrfacher Hinsicht festzustellen und beschäftigt unterschiedliche Wiss. (Soziologie, Geschichtswiss., Ökonomie u.a.). Zur ersten Orientierung ist die Unterscheidung zw. sozialer M. …

Familie

(4,544 words)

Author(s): Becker, D. | Gerstenberger, E.S. | Osiek, C. | Klein, B. | Heun, W. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Mit dem Begriff F. wird ein vielgestaltiges Geflecht von Beziehungen zw. Eltern, Kindern und weiteren Personen eines sozialen Systems beschrieben. In ethnisch geprägten Kleingesellschaften sind F.gruppen Träger rel. Rituale (Ritus) und Zentren rel. Gemeinschaft. – F. ist nicht als ausschließlich biologisches Faktum aufzufassen. Bes. in matrilinearen Zuordnungen (Matriarchat) kann die Vaterrolle auf eine andere männliche Person übergehen. Vater-, Mutter…

Konfirmation

(2,005 words)

Author(s): Grethlein, C. | Germann, M.
[English Version] I. Geschichtlich und praktisch-theologisch K., hier im engeren Sinne als Ritus innerhalb der ev. Kirchen verstanden, war immer wieder umstritten, wurde unterschiedlich interpretiert und gestaltet. Sie ist heute in fast allen ev. Kirchen üblich, sogar in eher kirchl. distanzierten Familien. Die Probleme der K. begegnen bereits in der Reformationszeit, als sich die K. als eigenständiger Ritus in den ev. Kirchen zu bilden begann. Die unterschiedlichen Lösungsversuche sind zugleich Beit…

Krise

(621 words)

Author(s): Huxel, K. | Grethlein, C.
[English Version] I. Ethisch Der auf griech. κρι´σις/krísis zurückgehende Begriff bez. urspr. die vom Verbalstamm κρι´νειν/krínein abgeleitete Handlung: a) Scheidung, Streit b) Auswahl c) Entscheidung, Gericht, Urteil d) Entscheidung in einer Schlacht oder Krankheit (verwandt: Kritik; vgl. auch Kairologie). Durch die Aufnahme der forensischen Bedeutung in der LXX wächst dem Begriff eine theol. Dimension zu. Im NT ist κρι´σις die Entscheidung des Richters, das Gericht, bes. das endzeitliche Gericht Gottes, das die entscheidende Scheidung zw. Glaube…

Eheberatung

(943 words)

Author(s): Browning, D.S. | Grethlein, C.
[English Version] . Kirchl. E. in den USA kann thematisch in drei Hinsichten differenziert werden: Beratung für Brautleute (Ehevorbereitung) und für Eheleute (Ehebegleitung); Beratung auf sozialwiss. und auf theol. Grundlage; Beratung mit primär erzieherischer bzw. schulender und mit therapeutischer bzw. heilender Absicht. Die meisten E. verknüpfen heute theol. mit sozialwiss. Aspekten. Was konservative und liberale Kirchen voneinander trennt, sind die Voraussetzungen, die sie in diese Synthese einbringen. Unter dem Einfluß der Freudsch…

Freikirchen

(2,688 words)

Author(s): Larsen, T. | Fix, K. | Grethlein, C.
[English Version] I. Kirchengeschichtlich 1. Allgemein F. sind nicht-staatskirchl. prot. Kirchengemeinschaften in Ländern oder Gebieten, in denen es eine prot. Staatskirche oder Landeskirchen gibt. Häufig wird der Begriff jedoch auch weniger eng verwendet und kann dann Kontinuitätsbrüche infolge einer Veränderung des geographischen oder polit. Umfelds hervortreten lassen, die nicht im Einklang mit dem überkommenen Identitätsbewußtsein bestimmter rel. Gemeinschaften steht. So wurde etwa 1950 die Evan…

Aufnahme in die Kirche

(334 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] . In Gegenden, in denen traditionell die Kinder kurz nach der Geburt getauft werden, vielleicht sogar immer noch Taufe und Volkszugehörigkeit zusammenfallen, ist die Aufnahme in die Kirche etwas Selbstverständliches. Auch in Kirchen mit sog. Gläubigentaufen bilden sich – etwa in Form von Segnungs- bzw. Darbringungshandlungen oder auch eines allg. üblichen Taufalters – Routinen bei der Aufnahme in die Kirche aus, ohne daß die damit gegebenen theol. Probleme bewußt werden. Als eine…

Kirchenjahr

(1,788 words)

Author(s): Bieritz, K. | Grethlein, C. | Richter, K. | Plank, P.
[English Version] I. Allgemein und geschichtlich Das K. gehört – darin kirchl. Kunst, Architektur usw. vergleichbar – zu den großen kulturellen Hervorbringungen des christl. Glaubens. Es versucht, dem Evangelium im Medium menschlicher Zeiterfahrung eine kulturelle Gestalt zu geben. Es steht damit neben anderen Versuchen, Zeiterleben (Zeit/Zeitvorstellungen) und -erfahrung zu kultivieren und in sinntragender Weise zu strukturieren. Als wandlungsfähiges wie -bedürftiges Zeichen des Heils hat das K. tei…

Kindersegnung

(335 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] . Die synopt. Evv. berichten ausdrücklich von einer Segnung der Kinder durch Jesus (Mk 10,13–16 parr.). Ob sich dahinter eine urchristl. Praxis verbirgt, ist eine offene Frage (Hahn). Später wurde die Perikope selbstverständlich bei Kindertaufen (Taufe) verwendet und auch zu deren theol. Legitimation herangezogen (z.B. Luther in: WA 17/II, 72–88; Calvin in: CR 45,534–536). Auf dem Hintergrund der theol. Kritik an der Kindertaufe durch K.Barth (KD IV/4), neuerdings päd. Einwände (Stuhlmann) sowie des empirisch sich abzeichnenden Rüc…

Familiengottesdienst

(613 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] im engeren Sinn bez. eine zielgruppenbezogene, i. allg. am Sonntagmorgen an Stelle des sonstigen Gemeindegottesdienstes (einschließlich Kindergottesdienstes) stattfindende Gottesdienstform, die meist von einem Team vorbereitet und gestaltet wird und bes. Nöte, Probleme sowie Hoffnungen und Freuden von Familien zur Darstellung bringen will. Nach ersten Vorläufern, gerade in der DDR (Eichenberg) nicht zuletzt aufgrund dortiger Probleme mit dem Kindergottesdienst, entstand das Konzept des F. im Zusammenhang der Gottesdiens…

Gottesdienst

(17,490 words)

Author(s): Dondelinger, P. | Auffarth, C. | Braulik, G. | Reif, S.C. | Johnson, L.T. | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffDer aus einer ahd. Genitivverbindung stammende Begriff »G.« ist als dt. Übers. des lat. »cultus« seit dem 13./14.Jh. bezeugt (Kult/Kultus). Seit dem 16.Jh. fand er v.a. durch Luther große Verbreitung. Von einem ethischen Verständnis ausgehend, wird G. schon bei Luther selbst zur Fachbez. für das gemeinschaftliche Feiern des Wortes Gottes, wie es aus der ev. Reform des kath. Messopfers (Opfer: IV.) hervorgegangen ist. Blieb denn auch lange Zeit der Begriff »G.« auf di…

Einsegnung

(633 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] I. Dogmatisch E. ist ein v.a. in der ev. Bevölkerung gebräuchlicher, dogmatisch unbestimmter Begriff liturgischer, genauer: benediktioneller Praxis, nämlich der bes., öfftl. unter Handauflegung vollzogenen Zueignung des Segens Gottes zu einzelnen Menschen in bes. Lebenssituationen. Ohne klare Abgrenzung gegenüber anderen Segenshandlungen bez. E. heute v.a. das segnende Handeln an jungen Menschen im Konfirmationsgottesdienst (Konfirmation) und an Gemeindegliedern zu Beginn einer di…

Fachschule

(294 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] . F. entstanden im dt.-sprachigen Raum während des 19.Jh. als Folge der »Verwissenschaftlichung der Produktion« (Grüner 248). Bis etwa 1890 konnten auch noch technische Hochschulen als F. bez. werden; seitdem verengt sich im Zuge der Ausdifferenzierung des Bildungswesens der Bedeutungsgehalt von F. Bis heute wirksam ist die Definition von F. vom 29.10.1937: »F. sind die der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen, technischen, bergmännischen, gewerblichen, handwerklichen, kunsthand…

Kindergottesdienst

(868 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] Der K. ist eine seit gut 100 Jahren bes. in den ev. Gemeinden Deutschlands verbreitete, in der Regel bisher sonntags stattfindende Form des Gemeindegottesdienstes für Kinder, von hoher Bedeutung für die kirchl. Sozialisation (: II.). I. Vorläufer Nach Jesu Hervorheben der Kinder (Mk 10,13–16 parr.) verwundert es nicht, daß sie in den altkirchl. Gottesdiensten z.T. wichtige Aufgaben wie das Lektorenamt, das Singen von Psalmen u. ä. übernahmen (Bottermann). Schon seit der ersten Jahrtausendwende, verstärkt seit der …

Drews,

(252 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] Paul Gottfried (8.5.1858 Eibenstock, Sachsen – 1.8.1912 Halle/S.), lehrte nach Tätigkeit als Pfarrer ab 1894 als Extraordinarius für Praktische Theol. (PT) in Jena, ab 1901 als Ordinarius in Gießen und ab 1908 in Halle. Der Mitbegründer der »Christl. Welt« (1887) begann mit kirchenhist. Arbeiten, bes. zur Liturgiegesch. Gemeinsam mit F.Niebergall und O.Baumgarten trat er für eine Reform der »unpraktischen PT« ein. In seiner Programmschrift »Das Problem der PT. Zugleich ein Beitrag…

Le Seur

(148 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] Le Seur, Paul (18.7.1877 Berlin – 13.3.1963 Potsdam), wurde nach dem Studium der Theol. in Berlin – dabei für das ganze Leben durch den CVJM geprägt – und kürzeren Zwischentätigkeiten als Hauslehrer und Vikar 1905 von A.Stoecker als Missionsinspektor der Berliner Stadtmission berufen und schließlich dessen Nachfolger. Hier zeigte sich – unterbrochen durch Militärpfarramt während des Krieges in Brüssel – seine große Begabung, durch Diskussionsabende auch kirchenferne sozialistische …

Erziehung

(13,782 words)

Author(s): Grethlein, C. | Zenkert, G. | Harich-Schwarzbauer, H. | Fox, M.V. | Klauck, H. | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffE. bez. herkömmlich das bewußte Einwirken Erwachsener auf Heranwachsende, um diese – in der Regel – positiv zu beeinflussen; ob auch sinnvollerweise von E. zu sprechen ist, wenn bewußt negative Ziele verfolgt werden, ist umstritten. In Sozialformen, die in ihren Strukturen stabil sind und sich nur sehr langsam, für die Mitglieder der jeweiligen #Gemeinschaft bzw. Gesellschaft nicht spürbar, verändern, vollzieht sich E. ohne bes. Reflexion in Selbstverständlichkeit, en…
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