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Sakcharon

(224 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (σάκχαρον, lat. sacc[ h] aron). Aus dem Mark des Zuckerrohrs, einer im Mittelmeerraum nicht heimischen Pflanze, gewonnener Zucker. Die Griechen lernten das Zuckerrohr und seinen süßen Saft erst mit dem Indienfeldzug des Alexandros [4] kennen (Strab. 15,1,20; Theophr. h. plant. 3,15,5). In kristalliner Form scheint Zucker nicht vor Beginn des 1. Jh. n. Chr., als der direkte Seehandel von Äg. nach Indien in Gang kam, in den Mittelmeerraum gelangt zu sein (peripl. maris Erythraei 14 Casson). Jedenfalls fand in dieser Zeit das Wort s. in der Bed. “Zuckerkorn” Eing…

Cena

(273 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Die tägliche Hauptmahlzeit der Römer. Im Laufe der Jh. wurde sie erheblich durch die raffinierte griech. Eßkultur beeinflußt: Sie wurde zeitlich von Mittag auf Abend verschoben; urspr. sitzend im Atrium bzw. in der Küche verzehrt, wurde sie später (zumindest) von der Oberschicht liegend in speziellen, reich ausgestatteten Speisezimmern ( triclinium ) eingenommen; zur anfänglichen Speisenfolge von Hauptspeise ( mensa prima) und Nachtisch ( mensa secunda) trat die Vorspeise ( gustatio) hinzu. Dauer und Ausstattung der c. waren vom Anlaß, vor allem aber vo…

Obst

(313 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ὀπῶραι/ opṓrai, lat. poma). Sammelbegriff für eßbare Früchte bzw. Samenkerne (Haselnuß, Mandel, Pinienkern u.ä.), zumeist von O.-Gehölzen. Ant. Autoren unterscheiden nach dem Reifezeitpunkt des O. Frühsommer-, Sommer- und Herbstfrüchte (z.B. Gal. de alimentorum facultatibus 2,2; 8). Die wichtigsten kultivierten Früchte in der röm. Kaiserzeit waren Apfel, Birne, Dattel, Feige, Granatapfel, Pflaume, Quitte und Weintraube (Wein) mit jeweils vielen Unterarten (eine Liste mit diesem und…

Gebäck

(280 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. πλακοῦς, plakús, lat. placenta), meist süße Einzelstücke, die in der ant. Überlieferung je nach Region und Zeit, Mode und Zweck in vielen Arten begegnen (vgl. die Liste bei Athen. 14,643-648). Sie bestanden durchweg aus feinem Mehl (zunächst von Gerste, später überwiegend von Weizen), Wasser, Milch oder Fett sowie (meist) einem Treibmittel. Weitere Zutaten wie Eier, Früchte (Obst), Gewürze, (Frisch-)Käse, Nüsse oder Süßstoffe sorgten für den typischen Duft und Geschmack eine…

Opson

(157 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ὄψον) bezeichnete jede Art von gekochter, gebratener oder roher Kost, die zum Grundnahrungsmittel (Ernährung) aus Getreide oder Hülsenfrüchten gereicht wurde, also Gemüse und Obst ebenso wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte (Hom. Od. 3,480; Athen. 7,277a; 14,648f); auch opsónion, lat. obsonium. In klass. Zeit erhielt der Begriff die Spezialbed. “Fisch” (Athen. 7,276e), weil dieser in den Küstengebieten des Mittelmeeres schlechthin die Zukost zum Grundnahrungsmittel war (Fischspeisen). Je nach Kontext konnte o. billige, oft eingelegte Fische,…

Praefectus praetorio

(1,137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
(“Praetorianerpraefekt”; griech. ἔπαρχος bzw. ὕπαρχος τῆς αὐλῆς/ éparchos bzw. hýparchos tēs aulḗs). Inhaber eines der wichtigsten Ämter in der Reichsverwaltung der röm. Kaiserzeit. [English version] A. Prinzipat Das Amt wurde im J. 2 v. Chr. durch Augustus eingerichtet, als dieser zwei Männer aus dem Ritterstand ( equites Romani ) an die Spitze seiner Leibgarde, der Praetorianer ( cohortes praetorianae), stellte (Cass. Dio 55,10). Die urspr. Aufgabe des p.p. bestand im Kommando der kaiserl. Leibwache, die den Schutz des Kaisers im Hauptquartier ( praetorium

Most

(233 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (γλεῦκος/ gleúkos; [ vinum] mustum). Noch nicht vergorener oder gerade in Gärung befindlicher Saft von gepreßten Früchten wie Apfel, Birne, Dattel, Feige, Granatapfel, Kornelkirsche, Quitte und Speierlingsfrucht (Plin. nat. 13,44-45; 14,102-103. 125; 15,109). Die wichtigste Art des M. wurde aus Weintrauben hergestellt (Colum. 12,41; Plin. nat. 23,29); sie wurde lat. als vinum mustum bezeichnet, wovon sich das dt. Wort M. herleitet. Frischer M., dessen abführende und kräftigende Wirkung Ärzte schätzten (Cels. artes 4,26,5-6; Diosk…

Postumianus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis 383 n. Chr. P., ein aus dem Westen stammender orthodoxer Christ, stieg über verschiedene, nicht näher bekannte Ämter zur Praetorianerpraefektur des Ostens auf (Greg. Naz. epist. 173). Er trat dieses Amt Anf. 383 an (Cod. Theod. 9,42,10), bekleidete es aber nur bis E. des Jahres (Cod. Theod. 16,5,12). Nach seiner Rückkehr in den Westen wurde er 395-396 mit einer Gesandtschaft des stadtröm. Senats zum Kaiser betraut (Symm. epist. 6,22,3; 6,26,2). Gutsfeld, Andreas (Münster) Bibliography W. Enßlin, s. v. P. (2), RE 22, 890  PLRE 1, 718 (…

Polenta

(137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ἄλφιτα). Gerstengraupen, -mehl, -brot. Der lat. Begriff p. bezeichnet zum einen die Grütze von enthülsten und gerösteten Gerstenkörnern, zum anderen den Brei, der aus dieser Grütze mit Wasser, Salz und anderen Zutaten gemischt oder gekocht wurde (Plin. nat. 18,72; Pall. agric. 7,12). Gerstenbrei, der zusammen mit Zukost wie Öl oder Gemüse auf den Tisch kam, gehörte in Griechenland bis in hell. Zeit zu den wichtigsten Gerichten. Dagegen bevorzugte man in It. - vielleicht mit Ausnahme der Gallia Cisalpina (Plin. nat. 18,85) - den Emmerbrei ( puls), das röm. Nation…

Butter

(125 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (βούτυρον, butyrum). Überwiegend aus Kuhmilch, seltener aus Schaf- oder Ziegenmilch gewonnenes Fett, das im Unterschied zu heute meist in flüssiger Form verwandt wurde. Viele Völker am nördl. und südl. Rand der ant. Welt (vor allem Thraker und Skythen, aber auch Lusitanier, Gallier, Germanen und Araber) nutzten B. intensiv als Speisefett und Salbe (Plin. nat. 28,133f.). Im Mittelmeerraum bevorzugte man stattdessen das Olivenöl, dessen Preis Anfang des 4.Jh. n.Chr. deutlich über de…

Gewürze

(441 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἡδύσματα, hēdýsmata; lat. condimenta). Geschmacksbildende Speise- und Getränkezutaten zumeist aus bestimmten Teilen einheimischer Wild-, Garten- und exotischer Pflanzen. Die Ant. kannte eine große Fülle von G., deren Angebot und Gebrauch aber stark dem Zeitgeschmack unterlag. Caelius [II 10] Apicius verwendet im 1. Jh. n.Chr. insgesamt sechzig G., von denen zehn importiert waren (vgl. die G.-Listen bei Plin. nat. 12; 19,101-175; Athen. 2,68a; Apici excerpta a Vinidario 1 And…

Fett

(155 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Aus pflanzlichen oder tierischen Zellen gewonnener, flüssiger, halbfester oder fester Stoff, der für die menschliche Ernährung als Energielieferant und Geschmacksträger von großer Bed. ist. In der Frühzeit der Ant. dominierten Butter, Schmalz und Talg. Der Verbrauch dieser tierischen F. blieb später insbesondere im Norden der ant. Welt hoch; im mediterranen Raum erhielt schließlich das Olivenöl den absoluten Vorrang. Obwohl verhältnismäßig teuer (CIL III 2, p. 827 3,1-3; 4,10-11;…

Mahlzeiten

(854 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] M., regelmäßig zu bestimmten Stunden eingenommene Speisen und Getränke, stehen im Zentrum der ant. Eßkultur. Art und Abfolge der M. sowie ihre Stellung innerhalb der M.-Ordnung und des übergeordneten Lebensrhythmus sind so komplex, daß sie hier nicht in ihrer ganzen strukturellen, räumlichen und zeitlichen Differenziertheit erörtert werden können. In der griech. wie der röm. Welt unterlagen die alltäglichen M. einer festen Ordnung, die sich zunächst primär an der natürlichen Umwelt, insbes. am Aufgang und Untergang der Sonne (s. die Namen der M. ἄριστον/ áristo…

Maiorinus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis unter Constantius II. Leben und Laufbahn sind schlecht bezeugt. Aus einer kurialen Familie des Ostens stammend, machte er eine steile Karriere (Lib. epist. 1510), die in der Praetorianerpraefektur gipfelte. Dieses Amt übte er verm. zwischen Sommer 344 und dem 28.7.346 n.Chr. (Cod. Theod. 11,22,1: erster sicherer Beleg für seinen mutmaßlichen Nachfolger Flavius Philippus) mit Sitz in Antiocheia [1] aus. Er starb kurz vor 357 (Lib. epist. 560) und wurde …

Leontius

(119 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (Flavius Domitius L.). Praefectus praetorio Orientis 340-344, Consul 344 n.Chr. L. wurde wahrscheinlich in Berytos (Phönikien) geb. Nach einer längeren Laufbahn, die 338 vermutlich ein Vikariat einschloß (Cod. Theod. 9,1,7), stieg L. zum praef. praet. Orientis auf (ILS 1234). In diesem Amt ist er sicher vom 11.10.340 (Cod. Theod. 7,9,2 = Cod. Iust. 12,41,1) bis zum 6.7.344 (Cod. Theod. 13,4,3 = Cod. Iust. 10,66,2) bezeugt. L., dessen Amtsführung bei Libanios gelobt wird (Lib. epist. 353), bekleidete im letzten J. …

Salgama

(121 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἁλμαῖα/ halmaía). Sammelbegriff für sauer eingelegte Gemüse, Kräuter, Früchte. Seit griech. Zeit konservierte man pflanzliche Nahrungsmittel gern, indem man sie in eine Salzbrühe einlegte (Colum. 12,4,4), die oft mit Essig, Gewürzen und sonstigen Zutaten wie Milch und Honig angereichert war (Plin. nat. 19,153; Dioskurides 2,174 Wellmann). Rezepte für das Einlegen von Kapern, Salat, Kräutern, Zwiebeln, Kornelkirschen, Pflaumen und verschiedenen Apfel- und Birnenarten finden sich bei Columella (10,117; 12,9 f.). In der einfachen Küche wurden s. z…

Getränke

(432 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] In der Ant. gab es je nach Zeit und Region unzählige Formen von G., die pur, miteinander vermischt, versetzt mit Zutaten (Fett, Gewürzen, Süßstoffen) heiß oder kalt getrunken wurden. Sie lassen sich nach ihren Grundbestandteilen in drei Gruppen einteilen: 1. G. aus Wasser. Wasser (Plin. nat. 31,31-72) war ein unentbehrliches Nahrungsmittel (Pind. O. 1,1; Vitr. 8,1,1; Plin. nat. 31,31-72) und zudem ein notwendiger Bestandteil zweier wichtiger alkoholhaltiger G.: Met und Bier. Met,…

Nahrungsmittel

(617 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (τροφαί; lat. alimenta). Bezeichnung für nahrhafte feste und flüssige Stoffe, die bisweilen roh gegessen oder getrunken werden können, sich normalerweise aber nicht ohne Vorbereitung zum Verzehr eignen und deshalb in der Küche zu Speisen weiterverarbeitet werden. Eine systematische Einteilung der N. bietet Galenos' Abhandlung ‘Über die Kräfte der N. ( de alimentorum facultatibus libri III), eine der wenigen ant. diätetischen Spezialschriften, die vollständig erhalten ist. Galen gliedert die N. nach dem Prinzip der naturgesch. Zugehö…

Neoterius

(127 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Flavius N., praefectus praetorio Galliarum 390 n.Chr. N., ein novus homo , begann seine Laufbahn im Westen des Reichs. 366 ging er wohl als tribunus et notarius des Valentinianus I. nach Nordafrica (Amm. 26,5,14). Er wurde ein Vertrauter des Theodosius, der ihn nach seiner Ernennung zum Kaiser in seinen Reichsteil mitnahm und ihm von 380 bis 381 die Praetorianerpraefektur des Ostens übertrug. Obwohl Kritik an seiner Amtsführung laut geworden war (Lib. or. 2,72-73), hielt Theodosius I. an N. fest. Er schic…

Met

(194 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ὑδρόμελι/ hydrómeli, lat. [ aqua] mulsa). Getränk aus zumeist einem Teil Honig und zwei Teilen Wasser (Colum. 12,12; Dioskurides, De materia medica 5,9 Wellmann), das frisch, häufiger aber vergoren mit einem Alkoholgehalt von etwa 15% konsumiert wurde. Neben Bier war M. das älteste Rauschgetränk im Mittelmeerraum. Als in histor. Zeit der Wein aufkam, wurde M. zunächst in Griechenland, später auch in It. weitgehend verdrängt, nicht zuletzt deshalb, weil Trauben in größeren Meng…
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