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Your search for 'dc_creator:( "Höcker, Christoph (Kissing)" ) OR dc_contributor:( "Höcker, Christoph (Kissing)" )' returned 373 results. Modify search

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Ara Pacis Augustae

(800 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Repräsentative Altaranlage auf dem campus martius nahe der Via Flaminia in Rom, möglicherweise zusammen mit dem Ustrinum und dem Mausoleum des Augustus Bestandteil des Horologium Augusti. Funde seit 1568, systematische Grabungen am ant. Standort unter dem Palazzo Fiano an der Via in Lucina 1903 und 1937/38. Einweihung der in Details umstrittenen, an das Tiberufer nahe dem Augustusmausoleum versetzten Rekonstruktion (unter Verwendung von Abgüssen verstreuter Reliefte…

Giebel

(254 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Griech. ἀ(ι)ετός, a(i)etós (Bauinschr.: [1. 33f.]); lat. fastigium, fronton; dreieckiger, vom Schräg- und Horizontalgeison gerahmter Stirnteil des Satteldaches am kanonischen griech. Säulenbau; das G.-Feld (Tympanon, zur Bezeichnung: Vitr. 3,5,12; 4,3,2) ist an Sakralbauten häufig Gegenstand plastischer Ausschmückung gewesen; vgl. hierzu Bauplastik. Schräge und Höhe eines G. in Proportion zu Säule und Gebälk gibt einen Anhaltspunkt über die chronologische Stellung eines griech. Tempels.…

Latrinen

(155 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mit einer Kanalisation verbundene Abortanlagen finden sich im griech.-röm. Kulturraum erstmals im minoischen Kreta (Sitz-L. im Palast von Knosos), danach erst wieder im Hell.; im archa. und klass. Griechenland dominierten L., die aus einem Sitz über einem transportablen Gefäß bestanden. Dieses vergleichsweise primitive Prinzip begegnet auch in der röm. Kultur weiterhin (etwa in den mehrstöckigen Mietshäusern der Großstädte), während seit spätrepublikanischer Zeit reich mit Marmor…

Architekt

(1,259 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] A. Etymologie, Begrifflichkeit, Abgrenzung Der erst für das 5. Jh. v. Chr. bezeugte Begriff A. leitet sich vom griech. ἀρχιτέκτων her (Hdt. 3.60; 4.87); dieser Terminus ist wiederum abgeleitet von τέκτων; τεκτωσύνη (Zimmermannshandwerk), was zeigt, daß der A. früharcha. Zeit zunächst mit Holz und erst später auch mit Stein als Baumaterial konfrontiert war. Diesem griech. Wortfeld ist das lat. arc(h)itectus entlehnt. A. bezeichnet mit dem Bauen verbundene banausischhandwerkliche Tätigkeiten; nicht im heutigen Sinne eine visionäre Professi…

Kerameikos

(135 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Ant. Bezeichnung für einen dḗmos / Stadtteil Athens (Athenai II.7), vom Norden der athenischen Agora bis hin zur Akademeia reichend; eine urspr. sumpfige, vom Lauf des Eridanos [2] durchzogene Ebene, in der Athens Töpferviertel, v.a. aber seit sub-myken. Zeit der Hauptbegräbnisplatz der Stadt lag. Dieser entwickelte sich im 6. Jh.v.Chr. zur zentralen, von verschiedenen Straßen durchzogenen Nekropole Athens, die durch die themistokleische Mauer (479/8 v.Chr.) geteilt…

Lararium

(189 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Meist im Atrium, bisweilen auch in der Küche, dem Peristyl oder dem Garten des röm. Hauses gelegenes, privat-familiäres Heiligtum bzw. Kultmal für die lares familiares (Laren; Personifikation), entweder in Form einer Nische, eines Tempelchens (Aedicula) oder aber in Gestalt einer illusionistisch-architektonischen Wandmalerei. Lararia waren urspr. mit Statuetten und weiteren Weihegaben je nach Vermögen ausgeschmückt und im gesellschaftlichen Umgang wichtige Orte der familiären Repräsentation. Zahlreiche L. haben sich in d…

Insula

(642 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von lat. insula (“Insel”, “Wohnhaus”) abgeleiteter mod. t.t. der Urbanistik, der beim Städtebau die allseits von Straßen umgebene und durch diese Struktur markierte Fläche für die Bebauung bezeichnet. Insulae sind nicht ausschließlich ein Produkt städtebaulicher Gesamtplanungen. Sie sind innerhalb eines orthogonalen Straßennetzes zwar in der Regel von rechteckiger oder trapezoider, seltener quadratischer Form, zugleich heißt aber auch der Terrain-Ausschnitt des unregelmäßigen Straß…

Saepta

(81 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Ein von Portiken umzogener großer, rechteckiger Platz auf dem Marsfeld (Campus Martius) in Rom, auf dem sich (vorgeblich seit der Zeit der mythischen Könige) die waffenfähigen Bürger im Rahmen der Centuriats-Comitien ( comitia ) zu den Beamtenwahlen versammelten; seit dem 6. Jh. v. Chr. als Baulichkeit nachgewiesen. Unter Caesar wurde der Platz (als Saepta Iulia) gleichermaßen architektonisch prunkvoll neugestaltet, wie das politisch-funktionale Gremium der Centuriats-Comitien zu einem pseudorepublikanischen Relikt reduziert wurde. …

Ante

(153 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Architekturteil, zungenförmige Stirnseite einer Wand. In der ant. Baukunst weit verbreitet (Altäre, Tempel, Hausarchitektur etc.). Die A. ist im Steinbau durch Profilierung von der Wandfläche abgesetzt, erhebt sich meist über einem A.nfuß (A.nbasis) und wird durch ein spezielles A.nkapitell (Säule) bekrönt. Ab spätklass. Zeit wird die A. bisweilen von der Wand durch monolithe Ausführung getrennt und so überdeutlich als Schmuckglied betont (z. B. Tegea, Athenatempel). Zum Antentem…

Aule

(206 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bei Homer (Od. 14,5) der umbaute lichte Hofraum eines Hauses. Seit dem 7.Jh. v.Chr. ist die A. Kernbestandteil des griech. Hofhauses, wo sich die mehrräumige Hausanlage um die auch landwirtschaftlich, etwa als Stall, genutzte A. herumgruppiert. Die Entstehung des Hofhauses bildet einen markanten Schnittpunkt in der Entwicklung der griech. Hausarchitektur; es verdrängt die bis dahin üblichen Formen des Einraumhauses (Megaronbau, Oval- u. Apsidenhaus). Die A. war meist gepflastert;…

Rednerbühne

(613 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Unter einer R. (griech. βῆμα/ bḗma; lat. rostra, Pl.) wird ein sehr unterschiedlich ausgeformtes erhöhtes Podium, eine Kanzel (früh-christl. ámbōn, lat. ambo) oder eine Art Tribüne verstanden, die den Redner über sein Publikum hinaushob und auf diese Weise nicht nur aus akustischer Sicht sinnvoll war, sondern zugleich auch dem hierauf agrierenden Protagonisten im Sinne einer bedeutungsmäßigen “Heraushebung” über die Umgebung Besonderheit verlieh. Bereits in den archa. griech. Bürgergemeinschaften wird es, wie in allen zum Konsens gezwungene…

Chersiphron

(142 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] aus Knossos. Vater des Metagenes; zusammen mit ihm die bei Strabon (14,640), Vitruvius (3,2,7) und Plinius (nat. 7,125; 36,95) überlieferten Architekten des archa. Dipteros der Artemis in Ephesos (2. H. 6.Jh. v.Chr.). Beide verfaßten eine Vitruv offenbar noch bekannte Schrift über diesen Tempel (Vitr. 7,1,12), die zu den frühesten Zeugnissen der ant. Architekturtheorie zählt; Ch. galt wegen der Entwicklung einer Walzenkonstruktion für den Transport großer und schwerer Bauteile vo…

Kurvatur

(257 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mod. t.t. der arch. Bauforsch.; bezeichnet wird hiermit die bei einigen dor. Ringhallentempeln seit der Mitte des 6. Jh.v.Chr. (z.B. Apollontempel von Korinthos = frühester Beleg; Aphaiatempel von Aigina; Parthenon; großer Tempel von Segesta), selten auch bei ion. Bauten (z.B. Apollontempel von Didyma) zu beobachtende Aufwölbung des Stufenbaus und - daraus resultierend - der weiteren aufgehenden Ordnung bis ins Gebälk. Das bei Vitruv (3,4,5) erwähnte Phänomen gehört, wie auch die…

Bosse

(122 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Roh behauene, unfertige Außenfläche eines steinernen Werkstückes (Plastik oder Architektur). Die endgültige Gestaltung der Oberflächen erfolgte sowohl im Bauwesen als auch in der Bildhauerei als letzter Arbeitsschritt; bis dahin bildete die B. einen Schutz vor Beschädigung (Bautechnik; Bildhauertechnik). Das Stehenlassen der Bosse an Bauten kann Indiz für Unfertigkeit sein, bisweilen wurde ein “Bossenstil” in der Baukunst auch als eigenes ästhetisches Element begriffen und absich…

Pinakothek

(124 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (von lat. pinacotheca, vgl. griech. πινακοθήκη/ pinakothḗkē: Strab. 14,1,14). Räume für Bilder-Slgg. (vgl. Varro rust. 1,2,10; 59,2; Vitr. 6,2,5; Plin. nat. 35,4,148). Laut Vitruv (6,3,8; 1,2,7; 6,4,2; 7,3) sollten der oder die Räume groß und wegen der Lichtverhältnisse nach Norden gelegen sein. Ein Problem bildet die Begrifflichkeit: Die Bezeichnung P. für den Nordflügel der Propyläen auf der Athener Akropolis ist nicht antik; andere Bauten, die repräsentative Tafelbilder zur Schau st…

Karyatiden

(348 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (Καρυάτιδες). Überwiegend langgewandete, weibliche Stützfiguren an verschiedenem Gerät (u.a. Spiegelgriffen) oder in architektonischem Kontext (Bauplastik), wo sie Säulen, Halbsäulen oder Pilaster ersetzen. Der Begriff K. ist nach Vitruv (1,1,5) vom peloponnesischen Ort Karyai [2] abgeleitet, im griech. Sprachgebrauch erst für das 4. Jh.v.Chr. nachgewiesen (Lynkeus bei Athen. 6,241d); in Bauinschr. des 5. Jh. v.Chr. (Erechtheion) werden K. hingegen als κώραι ( kṓrai, “Koren”) bezeichnet. Die frühesten architektonischen K. begegnen in Griech…

Regia

(249 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] An der via sacra am Rande des Forum Romanum (Forum [III 8]) in Rom gelegener zweiteiliger Baukomplex, der gemäß der ant.-röm. mythisierenden Historiographie vom legendären König Numa Pompilius als dessen Wohnhaus und Amtssitz errichtet worden sein soll (Ov. fast. 6,263 f.; Tac. ann. 15,41; Cass. Dio fr. 1,6,2; Plut. Numa 14; Fest. 346-348; 439; vgl. auch [1. 328]). Der Bau in seiner ausgegrabenen markanten Struktur mit dreiräumigem, zur via sacra hin ausgerichtetem Kernbau und einem Hof-Annex ([2] mit Abb.; verm. war dieser Hof in ant. Quellen mit regium atrium ge…

Peristasis

(82 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (περίστασις). Ant.-griech. Bezeichnung des Säulenkranzes (Säule), also der Ringhalle am griech. Tempel bzw. an anderen ant. Bauten mit umlaufender Säulenstellung [1]. Die Ringhalle kann einreihig (Peripteros) oder doppelreihig (Dipteros) ausgebildet sein (vgl. auch Peristylium. Zu formalen Problemen der P. im griech. Tempelbau: Dorischer Eckkonflikt; Inklination; Kurvatur; Proportion). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography 1 F. Ebert, Fachausdrücke des griech. Bauhandwerks I. Der Tempel, Diss. Würzburg, 1910, 23 (mit Nachweis d…

Aedicula

(122 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Im röm. Kulturraum bezeichnet A. entweder einen sakralen Schrein (Lararium), oft in sepulkralem Kontext (Grabbauten), der Urnen oder Bilder der Verstorbenen enthielt, oder einen säulengerahmten Baukörper zur Aufnahme von Statuen und Gemälden, dann entweder als Einzelbauwerk auf meist mannshohem Podium stehend oder als Nische in einen Fassadenverbund integriert. Rück- und Seitenwände sind geschlossen, das flach geneigte Dach meist mit einem ornamentierten Giebel versehen. Vergleichbar ist im griech. Kulturraum der Naiskos. Höcker, Christoph (Kissing) B…

Entasis

(236 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von Vitruv (3,3,13) überlieferter, in griech. Bauinschriften hingegen nicht bezeugter Begriff für die Schwellung der Säule, die die Anspannung dieses Baugliedes durch die Last des Gebälkes ausdrücken sollte. Zusammen mit der Inklination und der Kurvatur bildet die E. das wichtigste Element der optical refinements im griech. Säulenbau; die E. findet sich in extremer Ausführung in der archa. Baukunst Westgriechenlands (z.B. Paestum, “Basilika”), wird im späteren 6., dem 5. und 4. Jh.v.Chr. dann zu einer b…
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