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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Assel

(377 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὄνος, πολύπους, ὀνίσκος, κούβαρις, κύαμος, τύλον, centi-, mille- (oder mili-) und multipedium). Die zu den Krebstieren gehörende Mauer-, Keller- oder Rollassel (schon Soph. fr.363 N2), bei Aristot. hist. an. 5,31,557a 24f. (Ähnlichkeit von Fischläusen mit vielfüßigen ὄνοι), Dioskurides 2,35 [1. 1. 133] (vielfüßige, sich bei Berührung zusammenrollende ὄνοι unter Wasserbehältern helfen z.B. bei Gelbsucht und als Bestandteil einer Injektion bei Mittelohrentzündung) = 2,37 [2. 164f.] (hier κουβαρίδες) = Pl…

Nepualios

(72 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Νεπουάλιος). Die Schrift dieses sonst unbekannten Autors Perí tṓn katá antipátheian kai sympátheian vielleicht aus dem 2. Jh.n.Chr., entstammt dem Bereich der “Physika”-Lit. mit ihrer medizinisch-magischen Naturauffassung um Ps.-Demokritos (= Bolos von Mendes). Ob Sympathie und Antipathie hier magisch oder rational zu verstehen ist, kann erst eine Ed. klären. Die Hss. verzeichnet [1. 68]. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 H. Diels, Die Hss. der ant. Ärzte, Bd. 2 (ADAW), 1906 (Ndr. 1970).

Acus

(115 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (griech. βελόνη, auch ῥαφίς oder ἀβλεννής, Athen. 7,305d; 319cd; 8,355 f.). Ein im Schwarm lebender (Aristot. hist. an. 8(9),2,610 b 6) Seefisch (Plin. nat. 32,145), die Seenadel [1. 9] aus der Syngnathus-Familie oder der Hornhecht (Thompson und Jones bei [1]) mit interessantem Laichverhalten, d. h. Ablegen der großen Eier im Winter (Aristot. hist. an. 5,11,543b11) durch reversibles Aufplatzen des Bauches (6,13,567b22-26; Plin. nat. 9,166: Hinweis auf Bruttasche der Seenadel?) un…

Hirsch

(767 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Meistens beziehen sich die Namen ἔλαφος/ élaphos (seit Hom. Il. 11,475 u.ö.) bzw. cervus (= Horntier, seit Plaut. Poen. 530) und νεβρός/ nebrós (H.-Kalb, Hom. Il. 8,248; Od. 19,228: ἑλλός/ hellós) bzw. inuleus (Hor. carm. 1,23,1; Prop. 3,13,35) auf den Rot.-H. Cervus elaphus L. Der kleinere Dam-H. (oder das Reh?) Dama dama (L.) (Hom. Od. 17,295: πρόξ/ próx), lat. dama (Verwechslungen mit der Gazelle!), mit seinem Schaufeln bildenden Geweih wurde aus Asien (Indiz dafür Arr. an. 7,20,4: Herden an der Euphratmündung; Ail. nat. 5,56: syr. H.…

Erbsen

(170 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die Samen mehrerer Hülsenfrüchte der Gattungsgruppe Vicieae der Leguminosen heißen E. (ahd. arawiz, verwandt mit ὄροβος, órobos, und ἐρέβινθος, erébinthos). Diese werden im Vorderen Orient seit dem Mesolithikum und in Süd- und Mitteleuropa seit dem Neolithikum zu Ernährungszwecken angebaut. Es handelt sich v.a. um Pisum sativum L. (auch elatius und arvense, πίσ(σ)ον oder πίσος, wovon Eigennamen wie Pisa und Piso abgeleitet sind), aber auch um die im Orient häufige, nach ihrem widderkopfähnlichen Samen benannte (so Plin. nat. 18,…

Erle

(150 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die in fast ganz Europa auf feuchten Standorten (Theophr. h. plant. 1,4,3; 3,14,3; Plin. nat. 16,77, vgl. 31,44) wachsende Schwarz-E., Alnus glutinosa (L.) Gaertn. (κλήθρα, klḗthra) vertritt die 17 Arten umfassende Gattung Alnus (vgl. idg. und kelt. aliza, Alausa) der Betulaceae in Griechenland. Der Baum wird als Frühblüher charakterisiert (Plin. nat. 16,97), angeblich soll er keine Früchte ausbilden (Plin. nat. 16,108, vgl. Theophr. h. plant. 3,3,6). Theophr. h. plant. 3,14,3 beschreibt die E. recht gut. Die κλήθ́ρη b…

Edelsteine

(217 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Im griech. Raum haben arch. Funde zwar Schmuck, nicht aber E. ergeben. Diese lassen sich erst seit dem 5. Jh. nachweisen. Mineralogische Kenntnisse gab es im Alt. kaum. Platon (polit. 303e) hält z.B. den Diamanten für einen Bestandteil des Goldes. Namen der E. wie ἀδάμας ( adámas, “der Unbezwingliche”), ἀμέθυστος ( améthystos, “der nicht trunken Machende”) oder ὀφίτης ( ophítēs, “der Schlangen Abwehrende”) lassen die ihnen zugeschriebene magische Wirkung erkennen. Theophrastos ist Verf. der ersten wiss. Schrift Περὶ λίθων ( Perí líthōn, ‘Über Steine [1]); Pli…

Gummi

(94 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Als Lehnwort aus dem Ägypt. tritt κόμμι ( kómmi) zuerst bei Hdt. 2,86 als Klebstoff für die Leinwandbinden um die einbalsamierten Leichen auf. Es wurde vom sog. ägypt. Schotendorn Acacia arabica = nilotica (Akazie) gewonnen, den schon Theophr. h.plant. 4,2,8 beschreibt (vgl. spina nigra, Plin. nat. 13,63). Weitere G.-Lieferanten nennt Plin. nat. 13,66. Dioskurides 1,133 p. 1, 205 Wellmann = 1,160 p. 225 Berendes kennt G. vom Sonnenwirbel, Chondrilla iuncea L. (Compositae). Die medizinische Bed. verschiedener cummi, u.a. für die Augen und Wunden, stellt P…

Hecht

(159 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Dieser mitteleurop. Raubfisch (Esox lucius L.) mit reich bezahntem breiten Maul war den Griechen unbekannt. Auson. Mos. 120-124 dagegen erwähnt den H. ( lucius) als in Teichen zw. Algen lauernden Feind der Frösche, der in der Küche nicht geschätzt werde. Der griech. Arzt Anthimos [1] (De observatione ciborum 40; [1. 18]) teilt dagegen ein german. Kochrezept mit. Bei Thomas von Cantimpré 7,48 [2. 264f.] wird er nach einer zeitgenössischen Quelle des 13. Jh. ( Liber rerum, vgl. Alexander Neckam 2,32 [3. 147]) mit dem lupus marinus identifiziert und als bes. gra…

Eichhörnchen

(144 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der Name sciurus dieses hervorragend kletternden Nagetiers Sciurus vulgaris ist vom langen buschigen Schwanz abgeleitet, der im Sommer angeblich Schatten spenden soll (σκίουρος, von σκιά, “Schatten” und οὐρά, “Schwanz”, vgl. Plin. nat. 8,138 und Opp. kyn. 2,586-588). Nach Plinius ist es wetterfühlig und verstopft den Höhleneingang gegen Sturm [1. 218]. Im Winter lebt das E. von den gesammelten Vorräten. Plinius (nat. 11,245) kennt seine Benutzung der Vorderpfoten beim Fressen im Sitzen, …

Adler

(661 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀετός, aquila). Vornehmster Vogel der Ant. (Il. 8,247; 24,315; Aischyl. Ag. 112; Pind. P. 1,6 al.; Plin. nat. 10,6). Beschreibung der 6 Arten bei Aristot. hist. an. 8(9),32,618 b 18-619 b 12 und mit Änderungen bei Plin. nat. 10,6-8. (1) πύγαργος, νεβροφόνος (“Hirschkalbtöter”) (bei Plin. Nr. 2), mit weißem Schwanz, in Ebenen, Wäldern, Bergen und bei Städten lebend, vielleicht Schlangen-A. [1. 208]. (2) πλάγγος, νηττοφόνος ( anataria) oder μορφνός, homer. (= περκνός, Il. 24,316), in feuchten Niederungen bzw. an Seen, ein großer und starker V…

Linde

(169 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (φιλύρα/ philýra, lat. tilia, vielleicht von πτελέα/ pteléa, “Ulme” abgeleitet). Drei Arten, nämlich Sommer-, Winter- und Silber-L., kannten Griechen und Römer aus ihren Bergen und beschrieben sie recht genau. Theophr. h. plant. 3,10,4-5 und Plin. nat. 16,65 irrten sich allerdings in der Unterscheidung einer männlichen Form von einer weiblichen. Das ziemlich weiche Holz (Plin. nat. 16,207) diente ‘zu 1000 Zwecken’ (Plin. nat. 18,266), nämlich für Kästen aller Art, Becher, Hohlmaße und S…

Biene

(504 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] A. Zoologie In der Ant. haben nach unseren Quellen zur Verwendung des Honigs zuerst Griechen und Römer Bienen gezüchtet (Bienenzucht). Sie bezeichneten die Honig- oder Arbeitsbiene als δάρδα, μέλισσα, apis, die männliche Drohne als ἀνθρήνη, κηφήν, θρώναξ, fucus und die Königin als βασιλεύς, ἡγεμῶν, rex, dux oder imperator. In Griechenland galt dies für die dunkelbraun einfarbige Apis cecropia, in Italien hauptsächlich für die A. ligustica mit zwei gelbroten Hinterleibsringen. Zoologische Angaben über sie sind oft falsch. Nach Plinius (nat. 1…

Pfirsich

(148 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Prunus persica Batsch aus Persica sc. malus, griech. Περσικὸν μῆλον/ Persikón mḗlon bzw. lat. Persicum malum, d.h. wörtlich “persischer Apfelbaum”, für die Frucht), wurde erst im 1. Jh.n.Chr. aus Persien oder Armenien nach It. eingeführt (Plin. nat. 12,14 und 15,44f.). Plin. nat. 15,39f. unterscheidet nach der Herkunft mehrere Sorten, darunter die supernatia, d.h. die vom Adriatischen Meer. Mit den Früh-P. ( praecocia) sind wohl die zunächst sehr teuren Aprikosen gemeint. Der als bes. unschädlich eingestufte P. (vgl. Dioskurides 1,115,4 …

Ingwer

(80 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Durch Plin. nat. 12,28 wissen wir, daß die Römer den Wurzelstock des zingiber oder zimpiber (Zingiber officinalis L.) nicht wie heute aus Asien, sondern aus Arabien und Troglodytien (dem südl. Ägypten) als bitter schmeckendes Gewürz importierten. Palladius würzte damit eingekochte Quitten (agric. 11,20,2). Dioskurides schreibt dem zingíberi eine erwärmende und magenfreundliche Wirkung zu (2,160 Wellmann = 2,189 Berendes). Es helfe bei grauem Star und in Gegengiften. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography R. Stadler, s.v. I., RE 9, 1554.

Menestor

(125 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Μενέστωρ). Dieser Pythagoreer aus Sybaris, ein Zeitgenosse des Empedokles (5. Jh.v.Chr.), soll nach Iambl. v. P. 267 der älteste griech. Botaniker sein. Seine drei Zit. bei Theophr. h. plant. und vier Zit. bei c. plant, [1. 375f.] lassen erkennen, daß er warme Pflanzen, nämlich immergrüne wie Efeu und Lorbeer, und Wasserpflanzen wie Schilf oder Rohr (Kalamos [2]) von den übrigen kalten unterschied und bereits ökologische Faktoren wie verschiedene Standorte, Klima (s. bes. Theophr. c. plant. 1,21,6) und Reifezeiten berücksichtigte. Hünemörder, Christian (…

Etesien

(180 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die jährlich von Mitte Juli (Aufgang des Sirius) an für etwa 40 Tage (andere Dauer [1. 714]) wehenden kühlen und starken Winde aus Norden bis NO wurden ἐτησίαι (oder βορέαι, boréai) genannt. Diese aus der Propontis wehenden Winde behinderten dann die Schiffahrt auf dem Schwarzen Meer beträchtlich. Isidorus (orig. 13,11,15) erwähnt sie als jährlich wiederkehrende Nordwinde ohne zeitliche Fixierung. Sie wurden als Meereswogen peitschend, das Meer dunkel machend, gesund, trocken und die Sommerhitze mildernd cha…

Myrte

(467 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὁ μύρτος/ mýrtos, ἡ μυρσίνη/ myrsínē, μυρρίνη/ myrrínē und ὁ μύρρινος/ mýrrinos, die Beere τὸ μύρτον/ mýrton bzw. ἡ μυρτίς/ myrtís, wohl semitischen Ursprungs, aber kaum mit μύρρα/ mýrra (Myrrhe) verwandt; lat. murtus, myrtus, myrta, murta (jeweils fem.), die Beere murtum) ist der wärmeliebende, immergrüne und im ganzen Mittelmeergebiet v.a. in der Macchie sowie in Vorderasien verbreitete Baum mit weißen Blüten. Seit hell. Zeit wurde er in Gärten kultiviert. Bei Homer begegnet die Pflanze selbst zwar nicht, jedoch der Ortsname Mýrsinos (Hom. Il. 2,616) und …

Cichorie

(195 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κιχόριον, κιχόρη, κίχορα bei Theophr. h. plant. 1,10,7; 7,7,3 u.ö.; cichorium, cichoreum, cichora bei Plin. nat. 21,88, und ἐντύβιον, ἔντυβον, intybus bzw. intubus Colum. 11,3,27; Plin. nat. 19,129). Die Endivie, Name für zwei verwandte, am Mittelmeer heimische Compositenarten: 1) die meist mehrjährige Wegwarte ( Cicorium intybus L.) mit ihren mehr als meterhohen rauhhaarigen Sprossen; sie trägt viele Namen gemeinsam mit dem am gleichen Standort wachsenden Wegerich ( Plantago), der ebenso zu Sirup und Destillat verarbeitet wurde, sowie mit der …

Camara

(108 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (καμάρα), richtige Lesart für camera, verwandt mit camurus (“gekrümmt”). Bezeichnung für die Wölbung eines Zimmers oder einer Barke bzw. das Schiff selbst. Dieser Typ von Barken mit einwärts geneigten Seitenwänden und mit einem runden Bauch, mit dem man im Kreis und in beide Richtungen fahren konnte, wurde an der NO-Küste des Schwarzen Meeres vor allem für Piraterie verwendet (Strab. 11,2,12, 495f.; Tac. hist. 3,47,3). Die Seitenwände konnten bei hohem Seegang so erhöht werden, daß sie …
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