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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 785 results. Modify search

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Feige

(463 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] In Südeuropa ist die F. mindestens seit dem Neolithikum heimisch, wie Fruchtfunde aus Lerna, Argolis und aus der Bronzezeit am Mincio dokumentieren. Die ersten lit. Erwähnungen finden sich in der Odyssee (z.B. Hom. Od. 11,588; 12,103). Die F. wird durch zwei sommergrüne Arten der Gattung Ficus der Moraceae vertreten: (a) Ficus carica L. als ἐρινεός ( erineós), die Ziegen-F. als Wildform neben der συκῆ ( sykḗ), der kultivierten Eß-F., die durch eine männliche Pflanze ( caprificus) von (a) bestäubt wurde. (b) die Sykomore oder Maulbeer-F., Ficus sycomorus…

Papageifisch

(184 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (σκάρος/ skáros, lat. scarus). Der bis zu 49 cm lange farbige Scarus cretensis (= Sparisoma cretense) war nach Plin. nat. 9,62f. im 1. Jh.n.Chr. der von den Römern geschmacklich meistgeschätzte Seefisch, auch von griech. Dichtern (Athen. 7,319f-320c) beachtet. Als zoologische Besonderheit erwähnt Plinius seine ausschließlich pflanzliche Nahrung (φυκίον/ phykíon, Tang, bei Aristot. hist. an. 7(8),2,591a 14f.; herbae bei Plin. nat. 9,62) und - damit zusammenhängend - das angebliche Wiederkäuen (Aristot. hist. an. 7(8),2,591b 22: μηρυκάζειν/ mērykázein = r…

Alaternus

(91 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter lat. a. (Plin. nat. 16,108: mit Blättern zwischen Steineiche, Ilex, und Ölbaum, Oliva) werden immergrüne Bäume und Sträucher des Mittelmeergebietes mit Steinfrüchten (Plinius: ohne Frucht!) aus den Familien der Rhamnaceen ( bes. Rhamnus alaternus L., Kreuzdorn) und der Oleaceen ( Phillyrea media L. und angustifolia L.) verstanden. Zu Phillyrea scheint κήλαστρος ( celastrus) bei Theophr. h. plant. 1,9,3 zu gehören, da die Celastreengattung Celastrus L. am Mittelmeer fehlt. Hort [1] übers. die dort folgende φιλύκη mit a. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bi…

Eupatorium

(146 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (εὐπατόριος, Dioskurides 4,41; [1. 198f.] bzw. [2. 386]; eupatoria, Plin. nat. 25,65). Diese Rosacee Agrimonia eupatoria L., der Odermennig, mit gelben Blütenständen (vgl. [3. Abb. 222]), war bei Dioskurides ein geschätztes Mittel gegen Dysenterie (Ruhr), Leberleiden und Schlangenbisse. Die Ableitung der Namensvariante hepatoria vom Leberleiden [4] (sowie der synonymen Bezeichnng ἡπατῖτις in der recensio Vindobonensis des Dioskurides) findet keine Stütze bei Plinius; die Zuweisung von regia auctoritas an die Pflanze spielt auf die angebliche…

Hecht

(159 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Dieser mitteleurop. Raubfisch (Esox lucius L.) mit reich bezahntem breiten Maul war den Griechen unbekannt. Auson. Mos. 120-124 dagegen erwähnt den H. ( lucius) als in Teichen zw. Algen lauernden Feind der Frösche, der in der Küche nicht geschätzt werde. Der griech. Arzt Anthimos [1] (De observatione ciborum 40; [1. 18]) teilt dagegen ein german. Kochrezept mit. Bei Thomas von Cantimpré 7,48 [2. 264f.] wird er nach einer zeitgenössischen Quelle des 13. Jh. ( Liber rerum, vgl. Alexander Neckam 2,32 [3. 147]) mit dem lupus marinus identifiziert und als bes. gra…

Assel

(377 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὄνος, πολύπους, ὀνίσκος, κούβαρις, κύαμος, τύλον, centi-, mille- (oder mili-) und multipedium). Die zu den Krebstieren gehörende Mauer-, Keller- oder Rollassel (schon Soph. fr.363 N2), bei Aristot. hist. an. 5,31,557a 24f. (Ähnlichkeit von Fischläusen mit vielfüßigen ὄνοι), Dioskurides 2,35 [1. 1. 133] (vielfüßige, sich bei Berührung zusammenrollende ὄνοι unter Wasserbehältern helfen z.B. bei Gelbsucht und als Bestandteil einer Injektion bei Mittelohrentzündung) = 2,37 [2. 164f.] (hier κουβαρίδες) = Pl…

Meise

(139 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (αἰγίθαλ(λ)ος/ aigíthal(l)os, αἰγιθάλος/ aigithálos; lat. vitiparra). Die Singvogelfamilie der Paridae, von der Aristot. hist. an. 7(8),3,592b 17-21 drei würmerfressende (σκωληκοφάγα/ skōlēkophága) Arten mit vielen Eiern (8(9),15,616b 2f.) als Feinde der Bienen (8(9),40,626a 8; Ail. nat. 1,58) unterscheidet: 1. die Kohl-M. (Parus maior) von Finkengröße (σπιζίτης/ spizítēs), 2. eine mittelgroße M. mit langem Schwanz (ὀρεινός/ oreinós), vielleicht die Schwanz-M. (Aegithalos caudatus), und 3. eine unbestimmbare kleine ohne bes. Namen, …

Camara

(108 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (καμάρα), richtige Lesart für camera, verwandt mit camurus (“gekrümmt”). Bezeichnung für die Wölbung eines Zimmers oder einer Barke bzw. das Schiff selbst. Dieser Typ von Barken mit einwärts geneigten Seitenwänden und mit einem runden Bauch, mit dem man im Kreis und in beide Richtungen fahren konnte, wurde an der NO-Küste des Schwarzen Meeres vor allem für Piraterie verwendet (Strab. 11,2,12, 495f.; Tac. hist. 3,47,3). Die Seitenwände konnten bei hohem Seegang so erhöht werden, daß sie …

Mücke

(390 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἡ ἐμπίς/ empís, ὁ κώνωψ/ kṓnōps, Deminutiv κωνώπιον/ kōnṓpion, lat. culex, culicellus, culiculus; conops: Dioscurides Longobardus 3,23) ist die allg. Bezeichnung für summende und durch Blutsaugen lästige Insekten. Aristoteles schildert hist. an. 5,19,551b 27-552a 8 und 1,1,487b 3-5 (so [1]) offenbar mit der Verwandlung der empís die Entwicklung einer Zuck-M. der Gattung Chironomus. Die der Bestäubung der Feigen dienenden culices ficarii sind die Wespen der Art Blastophaga psenes (Plin. nat. 11,118; 15,80 und 17,255). Gewöhnlich ist die G…

Gemse

(112 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( rubicapra). Wie die Steinböcke ( ibex) lebt die zu der Rinderfamilie gehörige G. in den Alpen (Plin. nat. 8,214). Ihre Hörner sind rückwärts gebogen ( cornua in dorsum adunca) im Gegensatz zu den nach vorne gerichteten der dammae (Gazellen; Plin. nat. 11,124, vielleicht aus eigener Anschauung). Für die angebliche Heilung von Schwindsucht durch in gleichem Verhältnis mit Milch gemischtes G.-Fett beruft sich Plin. nat. 28,231 jedoch auf einen Autor, der möglicherweise G. mit Wildziegen verwechselte. Diese Verwechslun…

Aal

(269 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἔγχελυς, anguilla), kaum vom Meer-A. (γόγγρος, conger/congrus) unterschieden. In der Ilias (21,203; 353) als Wassertier den Fischen entgegengesetzt. Lebens- und Verhaltensweisen sind dem Aristoteles gut bekannt (hist. an. 8,2,591 b 30-592 a 24; 1,5,489 b 26 f.; 2,13,504 b 30 f.; part. an. 4,13,696 a 3 f.: nur 2 Flossen). Theophr. fr. 171,4 führt die Fähigkeit zum Landleben auf kleine Kiemen und geringen Wasserbedarf zurück und glaubt (fr. 171,9) wie Plin. nat. 9,160 an ungeschlechtlic…

Artischocke

(162 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der über spanisch “alcarchofa”, it. “articiocco, carciofo” von arab. “al-haršūf” abgeleitete Name bezeichnet die im Mittelmeergebiet wegen ihrer eßbaren Hüllschuppen viel angebaute Cynara scolymus L., eine Unterart der als Blattgemüse noch früher kultivierten Cynara cardunculus L. (it. “cardoncello”). Sie ist wohl identisch mit der σκόλυμος bei Hes.erg. 582ff. und Alk. fr.94 D. (zit. bei Plin.nat. 22,86f.), Theophr. h. plant.6,4,7 (eßbare Wurzel; vgl. Plin.nat. 21,96), Dioskurides 3,14 [1. 2. 21 = 2. 271] (Wurzel …

Erve

(200 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( ervum, Colum. 2,10,34 u.ö., Plin. nat. 18,57; 18, 139 u.ö.; ervilia, Plin. nat. 18,58 u.ö.; Colum. 2,13,1; ὄροβος, verwandt mit ἐρέβινθος “Erbsen”). Sammelname für kleinsamige Hülsenfrüchte. Diese gehören folgenden Gattungen an: a) Vicia mit der Untergattung Ervum L. (darunter V. ervilia (L.) Willd., die Linsenwicke, vgl. Colum. 8,8,6); b) Lens, Linse ( lens, Cato agr. 35,1; 116; 132,2; 158,1; Colum. 2,10,15 u.ö.; Plin. nat. 18,57 u.ö.; lenticula, Plin. nat. 18,123; Colum. 2,7,1; 11,10; 8,8,6; φακός, hebr. aḏāšah); c) Lathyrus, Platterbse (λάθυρος, κλύμε…

Mispel

(179 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (μεσπίλη/ mespílē, μέσπιλον/ méspilon, ἀρωνία/ arōnía: Dioskurides; lat. mespilus oder -a, die Frucht mespilum). Der wahrscheinlich in Südeuropa heimische Baum oder Strauch Mespilus germanica L. (Fam. Rosaceae) wurde als Wildapfelbaum wegen seiner kleinen, dreikernigen süßen Früchte in Griechenland mindestens seit der Zeit um 370 v.Chr. (Mittlere Komödie, Eubulos [2] bei Athen. 14,640c) angebaut. Theophrast (h. plant. 3,12,5f. = Plin. nat. 15,84) beschreibt unter dem Namen drei verschiedene Dornengewächse, von denen nur die Form μεσπίλη ἡ σατάνειος/ mesp…

Fliege

(479 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter der von Aristoteles zu den Zweiflüglern (δίπτερα) gerechneten μυῖα (μῦα, musca) wurde nicht nur die Stuben-F., sondern auch die Bremse oder Blinde F. (auch κυνόμυια) und die Schmeiß-F. verstanden. Bei Aristoteles, Plinius und Lukianos ( Muscae Encomium = ‘Lob der F.) ist meistens die Stuben-F. gemeint, aber auch der Stachel der Bremse (Aristot. hist. an. 1,5,490a 20; 4,7,532a 21; Plin. nat. 11,100; Lukian. Muscae Encomium 6) sowie das Summen im Flug (Aristot. hist. an. 4,9,535 b 9-11; Plin. nat. 11,266) werden…

Africus ventus

(131 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Lat. Bezeichnung für den Wind Λίψ oder νότος, der von SW aus Afrika (Libyen) nach Südeuropa weht. Bei Plin. nat. 2,119 wird der von Sen. nat. 5,16,5 und Hor. carm. 1,3,12; 3,29,57; epod. 16,22 und Verg. Aen. 1,85 f. als wild und stürmisch charakterisierte A. auf der astronomischen Strichrose (vgl. Vitr. 1,6,10 bzw. 12) mit insgesamt 15 Winden als Westsüdwest zwischen dem Westwind Favonius und der Südsüdwest Austroafricus (Λιβόνοτος) angesetzt. Bei Hor. carm. 3,23,5 heißt er pestilens. Nach Isid. nat. 37,4 bringt er Regen und Gewitter. Auf Denkmälern röm.…

Mullus

(398 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die als Speise beliebten Arten Streifen- (Mullus surmuletus) und Meerbarbe (Rotbart, M. barbatus) hießen τρίγλη/ tríglē bzw. lat. m. (nach einem Seefisch μύλλος/ mýllos: [1]). Erwähnt werden die rote Färbung (Sen. nat. 3,18; Opp. hal. 1,130; Athen. 4,135b und 7,325e), die Bartfäden an der Unterlippe (Plin. nat. 9,64; Cic. parad. 5,38: barbatulus; Cic. Att. 2,1,7; Varro rust. 3,17,7: barbatus) sowie die sogar vor Wasserleichen (Ail. nat. 2,41; Opp. hal. 3,432-442) nicht zurückschreckende Gefräßigkeit (Aristot. hist. an. 7(8), 2,591a 12f.…

Eppich

(171 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Damit wurden Doldenpflanzen mit großen, glänzenden und zum Kranzbinden geeigneten Blättern aus der Familie der Araliaceae, nämlich der dem Dionysos/Bacchus heilige Efeu (κισσός, ἕλιξ, hedera), und mehrere Umbelliferen bezeichnet. Gemeint sind v.a. folgende Gewürzkräuter: 1) Sellerie ( apium graveolens L.), als σέλινον ( sélinon) schon bei Hom. Il. 2,776 und Od. 5,72 erwähnt; als Garten-Sellerie, σέλινον κηπαῖον ( sélinon kḗpaíon), wird E. bei Dioskurides mit kühlender, schmerzlindernder und entzündungshemmender Wirkung angeführt (3,64 [1…

Flamingo

(153 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Phoenicopterus ruber L., φοινικόπτερος, phoenicopterus). Nach seinen z.T. scharlachroten Flügeln benannter Schreitvogel, unverwechselbarer, scheuer Brutvogel in Nordafrika und Südasien, heute auch in der Camargue (Südfrankreich). Als seltener Import wurde er zuerst von Aristophanes (Av. 270ff.) und auch von Kratinos (fr. 114 Kock = 108 Edmonds) erwähnt. Die Beobachtung gewaltiger Flüge durch den Alexanderhistoriker Kleitarchos (FGrH 137 F 21) findet sich als Reflex (ohne den F. expl…

Leucrocota

(155 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Möglichweise ist dieses Mischwesen (Größe eines Esels, Beine eines Hirsches, Dachskopf mit einer bis zu den Ohren aufgesperrten Schnauze und einem durchgängigen Knochen an Stelle der Zähne, Löwenähnlichkeit an Hals, Brust und Schwanz, zweigeteilten Hufen, Imitationsfähigkeit der menschlichen Stimme) in Äthiopien bei Plin. nat. 8,72f. und Solin. 52,34 als Schabrackenhyäne (Hyaena brunnea) [1. 154] zu deuten. Wahrscheinlich ist es aber doch ein Fabeltier, das durch die gen. Quellen und Honorius Augustodunensis 1,12 ( Ceucocrota) [2. 54] und Jakob von V…
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