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Reichskirche

(902 words)

Author(s): Hauschild, Wolf-Dieter
[English Version] Mit diesem in den Quellen kaum begegnenden Begriff wird die seit Konstantin entwickelte Synthese von staatl. und kirchl. Herrschaft im »Imperium Romanum« bez., dessen Anspruch auf Universalherrschaft den Unterschied zu anderen Staaten begründet. Nur insofern ist der Begriff R. abzuheben von analogen Realitäten in anderen Territorien, die als Staatskirchen, Nationalkirchen oder Landeskirchen bez. werden. I. Imperium Romanum Konstitutives Merkmal der röm. R. war die Bindung an das Amt des Kaisers, der Hoheitsrechte, aber nicht uneingesc…

Synode

(3,126 words)

Author(s): Hauschild, Wolf-Dieter | Brandt, Reinhard | Germann, Michael | Ohme, Heinz
[English Version] I. Geschichtlich Der Begriff S. (von griech. συ´n̆οδος/sýnodos, »Zusammenkunft, zus. auf dem Weg sein«) kann bei der altkirchl. und ma. Entwicklung nicht vom Begriff Konzil getrennt werden. Nur im Blick auf den Protestantismus des 19./20.Jh. ist eine Isolierung sinnvoll, weil hier – vorbereitet seit dem 16.Jh. – die S. ein verfassungsrechtlich neuartiges Phänomen darstellt (Kirchenverfassung: IV.,2.; V.,1., c). Zu dessen Vorgesch. gehören die ma. Diözesansynode (als Fortentwicklung der…

Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)

(1,184 words)

Author(s): Hauschild, Wolf-Dieter | Christoph, Joachim E.
[English Version] I. Geschichtlich Die 1948 gegründete Institution (eine Bundeskirche mit heute acht Gliedkirchen) hat eine im 19.Jh. verankerte Vorgesch., deren Voraussetzung die konfessionelle Spaltung des dt. Protestantismus seit 1529–1648 war. Sie basiert auf dem Axiom, daß alle Kirchen, die sich an den luth. Bekenntnisschriften orientieren, gemäß CA 7 eine einheitliche Kirche bilden. Daraus resultiert auch die Gemeinschaft im Lutherischen Weltbund. 1. Wegen mangelnder Präzision der Begriffe »Bekenntnis« und »luth.« und wegen der Beharrungskraft des…

Pneumatomachen

(774 words)

Author(s): Hauschild, Wolf-Dieter
[English Version] . Die v.a. in Kleinasien verbreitete Gruppierung vertrat in der Gotteslehre einen traditionellen Binitarismus und lehnte die Gottheit des Hl. Geistes (Geist/Heiliger Geist) ab. Sie erwuchs aus der nach 358 sich differenzierenden origenistisch-eusebianischen »Mittelpartei«. Innerhalb der neuen Gruppe der Homöusianer polemisierten einige gegen die Einbeziehung des Hl. Geistes in die Reflexion über das Wesen Gottes. Diese Verschärfung des Lehrunterschieds zu den im Osten wenig verbr…

Presbyter/Presbyterium

(3,109 words)

Author(s): Karrer, Martin | Hauschild, Wolf-Dieter | Lindner, Herbert | Germann, Michael
[English Version] I. Neues Testament Sozialstrukturen, die ältere Personen mit Aufgaben für die Gemeinschaft betraut sehen, sind im antiken Mittelmeerraum weit verbreitet. Nach der Erinnerung Israels erhielten sie in dessen Frühgesch. bes. Bedeutung (Num 11–1Sam 30,26ff.; 2Sam 2,4; 12,17; Älteste: Altes Testament). Die Betrauung mit regionalen und lokalen Rechtsfunktionen hielt sich durch (gespiegelt in Dtn 19,12; vgl.11QT XLII 13f.), wenn auch oft abgeschwächt. Um die ntl. Zeit konnten das Synhedri…

Nectarius

(180 words)

Author(s): Hauschild, Wolf-Dieter
[English Version] von Konstantinopel (geb. wohl in Tarsus, gest.397) wurde als Angehöriger der polit. Elite in Konstantinopel nach dem Rücktritt Gregors von Nazianz durch Theodosius I. zum Bischof der Hauptstadt bestimmt, obwohl er Laie und wohl ungetauft war. Das zeigte, daß man ihm die Überwindung der dortigen Kirchenspaltung zutraute. Die dürftige Quellenlage läßt seine hist. Bedeutung kaum erkennen. Die Krise des Konzils von Konstantinopel (: IV.,1.) löste er als dessen Präsident durch kirchenp…

Tradition

(7,687 words)

Author(s): Baumann, Martin | Hezser, Catherine | Liss, Hanna | Schröter, Jens | Hauschild, Wolf-Dieter | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Im allg. Sprachgebrauch ist »T.« (lat. transdare, »weiterreichen, übergeben, überliefern«) als ein Festhalten und Bewahren konnotiert; als ein konservierendes Weiterreichen von Sitten, Bräuchen, Normen, Regeln und Wissen verstanden. Im Vordergrund steht der Aspekt der Kontinuität von Hergebrachtem. Jan Assmann interpretiert T. als einen exemplarischen Fall des »kulturellen Gedächtnisses«, als eine auf Dauer gestellte kulturelle Konstruktion von Identit…