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Your search for 'dc_creator:( "Hezser, C." ) OR dc_contributor:( "Hezser, C." )' returned 16 results. Modify search

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Jahrzeit

(261 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] . Im Judentum bez. der Ausdruck J. den alljährlich wiederkehrenden Todestag der Eltern. Der Ausdruck selbst scheint von den ashkenasischen Juden (Judentum: II.) des MA aus der Kirchensprache übernommen worden zu sein. Rashi (Salomo ben Isaak) zufolge (zu bJev 122a) wurde bereits in talm. Zeit der Todestag berühmter Rabbinen feierlich begangen, indem Schüler und Volk zu deren Grabstätte pilgerten. Obwohl vom Fasten am Sterbe- und Todestag der Eltern bereits im Talmud die Rede ist …

Amoräer

(212 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] . Bereits in Talmud und Midrash verwendete Bez. für die einzelnen Rabbinen zugeordnete »Sprecher« (von 'mr, »sagen, sprechen«), deren genaue Funktion unbekannt ist, sowie für Rabbinen der talmudischen Zeit im Unterschied zu Tannaiten und Saboräern. Seit Abraham Ibn Daud werden die paläst. A. in fünf, die bab. in sieben Generationen eingeteilt. Weder die paläst. noch die bab. A. vertraten eine normative Lehrmeinung. Ihre Hauptfunktionen waren Torastudium und Lehre sowie die Erteil…

Javne

(466 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] (Jabne, Jamnia). Der in der judäischen Küstenebene gelegene Ort J. gewann erst nach dem ersten Jüdischen Krieg gegen Rom an Bedeutung. Josephus zufolge siedelte Vespasian (69–79 n.Chr.) nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels Juden, die sich den Römern kampflos ergeben hatten, in J. (und Lydda) an (s. Bell. IV 444). In der rabb. Lit. wird die in mehreren Versionen vorliegende Gesch. von der Flucht Jochanan ben Zakkais nach J. und seiner dortigen Gründung eines Lehrhauses …

Chakhamim

(131 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] . Als Ch., »Weise«, werden bereits in SapSal und Sir paläst. Toragelehrte bez., da die Weisheit mit der Tora identifiziert wird (s. z.B. Sir 24,19–29). Diese Bedeutung hat die Bezeichnung »Weise« auch in der Qumranlit. (Qumran) und im NT. In der rabb. Lit. begegnet der Begriff »Chakhamim« als Selbstbez. der Tannaiten. Im Namen dieser Ch., die als Toralehrer dargestellt werden, sind in der Mishna und Tosefta halakhische Lehrsätze (Halakha) überliefert. Sie gelten als moralische Autoritäten und stehen an der Spitze einer auf Torakenntnis basierenden Hierarchie. Cat…

Hillel/Hillelschule.

(311 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] Rabb. Traditionen zufolge stammte Hillel aus Babylonien und lebte zur Zeit des Herodes. Da sich die frühesten mit H. verbundenen Traditionen erst in der Mishna finden, die wohl am Anfang des 3.Jh. n.Chr. redigiert wurde, und diese Traditionen nicht als hist. zuverlässig anzusehen sind, ist es unmöglich, das Leben H.s und seine genauen Worte und Lehren zu rekonstruieren. Die H. in der Mishna zugeschriebenen Meinungen und Regeln mögen auf die Schüler H.s zurückgehen, die H.s Lehr…

Mizwot

(317 words)

Author(s): Hezser, C.
[English Version] . Bei dem hebr. Begriff Mizwa (»Gebot«, Pl. M.) handelt es sich um einen zentralen Grundbegriff des Judentums, welcher jüd. Religiosität charakterisiert und bes. angemessen zum Ausdruck bringt. Die extrem häufige Verwendung des Begriffs in hebr. und jiddischen rel., philos. und lit. Texten weist auf die Bedeutung des Konzepts der M. innerhalb des Judentums von der Antike bis zur Gegenwart hin. Der Begriff M. wird nicht nur für die spezifischen bibl. und rabb. Gebote und Regelunge…

Benediktionen

(1,273 words)

Author(s): Hossfeld, F. | Hezser, C. | Caplan, K.
[English Version] I. Altes Testament Der Begriff »B.« bez. die Segenssprüche, mit denen die Sprecher Segenskräfte auf die Adressaten lenken, im Gegensatz zu Fluchsprüchen bzw. Verwünschungen (Malediktionen; Segen und Fluch). Innerhalb der atl. Lit. läßt sich ein Wandel von einer älteren, unspezifischen Verwendung (Gott oder Mensch als Sprecher; Gott, Menschen oder Dinge als Adressaten; flexible Formulierung) zu einer jüngeren, spezifischeren Verwendung (liturgische Danksagung und Lobpreisung Gottes d…

Lehrautorität

(2,255 words)

Author(s): Wiedenhofer, S. | Kallis, A. | Herms, E. | Hezser, C. | Rudolph, U.
[English Version] I. Christentum 1. Katholische Kirche Das kath. Verständnis der kirchl. L. bezieht sich prinzipiell auf den doppelten Ursprung der Kirche, Ostern und Pfingsten, d.h. auf die bevollmächtigte Repräsentation Christi in der Öffentlichkeit der Gemeinde in bestimmten Diensten und Ämtern, zu denen bestimmte Menschen auserwählt und gesandt sind (Mt 28,16–20; Mk 3,13–19; 2Kor 3–6 u. ö.), und auf die Gnadengaben des Geistes Gottes in der Vielfalt von Gaben, Diensten und Ämtern (1Kor 12,4–31a),…

Literaturgeschichte/Literaturgeschichtsschreibung

(10,256 words)

Author(s): Köpf, U. | Utzschneider, H. | Reiser, M. | Hezser, C. | Heinzmann, M.
[English Version] I. Begriff und Problematik Literaturgeschichtsschreibung (LGS) ist seit der Entwicklung eines gesch. Bewußtseins (Ende 18./Anfang 19.Jh.) der Versuch, lit. Phänomene nicht bloß in einer Liste von chronologischer oder lexikalischer (alphabetischer) Abfolge, sondern in ihrem inneren, sachlichen Zusammenhang und in ihrer gesch. Entwicklung darzustellen. Der Gedanke einer Literaturgeschichte (LG) geht in die Antike zurück, seine Durchführung ist aber bis heute immer nur fragmentarisch g…

Eigentum

(5,807 words)

Author(s): Elwert, G. | Frick, F.S. | Meggitt, J.J. | Honecker, M. | Hezser, C. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichE. ist eine soziale Beziehung, welche Zugriffsmöglichkeiten auf physische oder gesellschaftlich konstruierte Dinge gestattet und beschränkt und welche diese Zugriffsmöglichkeiten mit Pflichten verknüpft. In manchen Gesellschaften werden die Pflichten und Nutzungseinschränkungen, insbes. dann, wenn sie mit Land verbunden sind, von einem separaten Amt in Form einer Aufsicht verwaltet. Dieses Amt kann – z.B. auf den Trobriand-Inseln oder bei der westafrika…

Jerusalem

(6,889 words)

Author(s): Otto, E. | Hezser, C. | Dan, J. | Küchler, M. | Bieberstein, K. | Et al.
[English Version] I. Altes TestamentJ. (ירושׁלם/j eru šalem/MT: -lajim) wurde um 1800 v. Chr. an einer Verkehrsverbindung zw. Süd- und Nordpalästina auf dem mittelpaläst. Gebirgsrücken als befestigte Stadtsiedlung gegründet. Der Name J. ist vorbibl. seit dem 18.Jh. in den äg. Ächtungstexten und der Korrespondenz von Amarna, dort akkad. als URUu-ru-sa-lim, belegt. Er leitet sich von dem Verb jrh I (»gründen«) ab und bedeutet »Gründung des (Gottes) šalem«. In der SB-Zeit stand J. als kanaan. Stadt unter äg. Oberhoheit. Das AT weiß hist. zutreff…

Gesellschaft

(5,720 words)

Author(s): Herms, E. | Kippenberg, H.G. | Thiel, W. | Wehr, L. | Münch, R. | Et al.
[English Version] I. Zum Begriff »G.« (»societas«, »société«, »society«) hat sich von einer Bez. besonderer Weisen und Gestalten des menschlichen Zusammenlebens zur Bez. der – im Sg. oder Pl. konzipierten – Vollgestalt des menschlichen Zusammenlebens entwickelt und damit zum leitenden Grundbegriff aller wiss.-theoretischen Beschäftigung mit dem menschlichen Zusammenleben. Das war möglich, weil bereits die Grundbedeutung des Wortes (von ahd. »sal« [Raum] und »selida« [Wohnort]) auf Verbundenheit durch Teilung desselben Raumes…

Häresie

(6,549 words)

Author(s): Feldtkeller, A. | Mell, U. | Boulluec, A.L. | Jorissen, H. | Schuck, M. | Et al.
[English Version] I. Philosophisch und religionsgeschichtlich Der Begriff H. leitet sich her von griech. αι῞ρεσις/haíresis (Wahl, Entschluß). Als sich in hell. Zeit eine Pluralität von philos. Schulmeinungen herausgebildet hatte, wurde mit ihm die Notwendigkeit einer Entscheidung zw. ihnen ausgedrückt, vor der angehende Philosophen standen. So konnte haíresis sowohl zur Bez. einer Philosophenschule als auch ihrer Lehre verwendet werden (daneben für med. Schulmeinungen). Anders als in der christl. Verwendung …

Mensch

(15,970 words)

Author(s): Gregersen, N.H. | Grünschloß, A. | Figal, G. | Janowski, B. | Lichtenberger, H. | Et al.
[English Version] I. Naturwissenschaftlich und psychologisch 1.Die evolutionäre PerspektiveAus naturwiss. Sicht bietet die Evolutionstheorie (Evolution) den umfassenden Rahmen für das Verständnis des M. Die menschliche Spezies wird darin als spätes Produkt des biogenetischen Prozesses betrachtet, der mit der Entstehung des Lebens (: VI.) auf dem Planeten Erde vor ca.3,8 Mrd. Jahren begann. M. gehören zur Gruppe der Primaten. Vor 5 bis 7 Mio. Jahren zweigten die hominiden Stammbäume von den Stammbäumen…

Gemeinde

(5,507 words)

Author(s): Kehrer, G. | Rüterswörden, U. | Banks, R.J. | Hauschild, W. | Marquardt, M. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDer Begriff »G.« ist in der dt. Sprache mehrdeutig. Er kann für rel. und für nichtrel. Vergesellschaftungen, für lokal definierte und für nicht lokal begrenzte soziale Gebilde verwendet werden. Während in der engl. Sprache noch heute zw. »community« und »parish« unterschieden wird, ist im Deutschen der Begriff der »Pfarrei« im 20.Jh. zunehmend ungebräuchlich geworden – im folgenden soll unter G. ausschließlich eine rel. motivierte Vergesellschaftung von Individuen verstanden werden.G.bildungen sind religionsgesch. betrach…

Erziehung

(13,782 words)

Author(s): Grethlein, C. | Zenkert, G. | Harich-Schwarzbauer, H. | Fox, M.V. | Klauck, H. | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffE. bez. herkömmlich das bewußte Einwirken Erwachsener auf Heranwachsende, um diese – in der Regel – positiv zu beeinflussen; ob auch sinnvollerweise von E. zu sprechen ist, wenn bewußt negative Ziele verfolgt werden, ist umstritten. In Sozialformen, die in ihren Strukturen stabil sind und sich nur sehr langsam, für die Mitglieder der jeweiligen #Gemeinschaft bzw. Gesellschaft nicht spürbar, verändern, vollzieht sich E. ohne bes. Reflexion in Selbstverständlichkeit, en…