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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search


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Triga

(311 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. aus triiuga; griech. τρίπωλος/ trípōlos; “Dreigespann”). In ihrer Bed. als Renn-, Jagd- oder Streitwagen tritt die T. weit hinter den Bigae oder der Quadriga zurück. Bei Homer werden nur Beipferde von Zweigespannen genannt (vgl. Hom. Il. 8,80-86; 16,152-154 und 467-476) und einmal ein Geschenk von drei Pferden erwähnt (Hom. Od. 4,590); auch sonst sind die lit. Quellen zur T. eher rar (z. B. Dion. Hal. ant. 7,73). Entsprechendes gilt auch für ihre Darstellung in der Kunst; hier s…

Stola

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die s. war das Gewand der röm. Matronen ( matrona [1]), d. h. der freigeborenen Frauen (Plin. nat. 33,40), das sie in der Öffentlichkeit über der engeren tunica bzw. weiteren calasis und unter der palla trugen, so daß der Körper vollständig umhüllt war (vgl. Hor. sat. 1,2,99). Das Gewand reichte bis auf die Knöchel und war weit, faltenreich und im Brust- oder Taillenbereich gegürtet (Mart. 3,93,4). Die s. bestand aus einer Stoffröhre, in die die Trägerin hineinschlüpfte; durch in sich gedrehte Bänder oder Schnüre wurde sie auf den Schultern ge…

Werbung

(481 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die wohl einfachste und effektivste Art, W. für ein Produkt zu betreiben bzw. etwas anzukündigen, war das laute Ausrufen auf Marktplätzen und Straßen (vgl. Propaganda). Daneben sprach die geogr. Herkunft eines Produktes für seine Qualität; so sind Formulierungen wie “tarentinische” oder “amorginische Gewänder”, “chiotischer Wein”, “Falerner Wein” usw. auch als Gütesiegel oder Qualitätsmerkmal überl. Ferner konnte W. in Schriftform an Hauswänden (Graffiti, s. Nachträge), durch Briefe, Epigramme usw. erfolgen. Abzusetzen von kommerzieller W. sind di…

Tunica

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Das aus zwei Teilen geschnittene und vernähte, meist weiße Woll- oder Leinenhemd wurde von röm. Männern und Frauen der Oberschicht als Untergewand (Suet. Aug. 94,10) unter der toga , von den unteren Schichten als einzige Bekleidung getragen. Frauen scheinen häufiger zwei tunicae übereinander getragen zu haben; dann nannte man die untere t. subucula (Varro ling. 5,131) und die obere supparus. Bei Kälte und schlechter Witterung zogen auch Männer mehrere t. an (Suet. Aug. 82,1). Urspr. war die t. eng und ärmellos, doch mit dem ausgehenden 1. Jh. v. Chr. wurd…

Schreibtafel

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die Verwendung einer mit Wachs überzogenen Holztafel (δέλτος/ déltos, vgl. Hdt. 8,135, bzw. δελτίον/ deltíon, vgl. Hdt. 7,239), um schriftliche Nachr. zu übermitteln (also in Form eines Briefes: Plat. epist. 312d), scheint bei den Griechen seit E. des 8. Jh. v. Chr. bekannt gewesen zu sein (Schrift). Das homer. Epos (Hom. Il. 6,168-170) spricht in diesem Zusammenhang von einem πίναξ πτυκτός/ pínax ptyktós (vgl. Hdt. 7,239: δελτίον δίπτυχον/ deltíon díptychon). Diese “zusammengeklappte” Holztafel (Diptychon) bestand aus zwei Brettchen, die mit e…

Teller

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (pίναξ/ pínax, λεκάνη/ lekánē; lat. catillus). Der T. diente wie die flacheren Platten und tieferen Schüsseln zum Zubereiten und Servieren von Speisen bei Tisch (z. B. Hom. Od. 1,141; 16,49 f.); er konnte rund oder eckig, mit und ohne Standfuß, mit gewölbter oder mit steiler Wandung gebildet sein. Im arch. Fundgut ist der T. seit dem 8. Jh. v. Chr. bis zum Ausgang der Ant. in unterschiedlichen Materialien (Bronze, Holz, Silber, Ton, Zinn usw.) belegt. Catinus [1]; Eßgeschirr; Eßkultur; Fischteller; Lanx Hurschmann, Rolf Bibliography S. Künzl, Das Tafelgesc…

Schuhe

(680 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sandalen und Stiefel (St.) gab es der ant. Lit. zufolge (Poll. 5,18; 7,85-94; 10,49; Herodas 7,54 ff.) in großer Variantenvielfalt; die Identifizierung der namentlich genannten mit der auf Kunstdenkmälern dargestellten oder original erh. Fußbekleidung ist nur in wenigen Fällen möglich (z. B. calceus ). Allein aus dem klass.-griech. Bereich sind 82 Namen für Sch. überl., die nach Herkunft, Personen, Form, Farbe, Material oder Gebrauch benannt wurden: Viele Sch.- und St.-Sorten wurden aus dem Ausland übernommen und mit dem…

Soccus

(94 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Pantoffelähnlicher, leichter Halbschuh (Catull. 61,10), von den Römern wohl aus dem griech. Bereich übernommen (vielleicht σύκχος/ sýkchos oder συκχίς/ sykchís, Anth. Pal. 6,294). Der urspr. Frauenschuh wurde auch von “verweichlichten” Männern getragen (Suet. Cal. 52). Später unterscheidet das Preisedikt des Diocletianus zw. socci für Männer und Frauen in verschiedenen Farben. Der s. galt dazu als Schuh der Schauspieler in der Komödie (vgl. Hor. epist. 2,1,174; Hor. ars 79 f.), so daß s. zu einem Syn. für die Komödie wurde (ähnlich wie der Kothurn …

Windel

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σπάργανον/ spárganon; lat. incunabula). W. in der heutigen Form kannte die Ant. nicht; statt dessen wurde das Kleinkind mit schmalen Wollstreifen vollständig - mit Ausnahme des Kopfes - umhüllt. Die Einhüllung sollte für einen geraden Bau des Körpers und der Gliedmaßen sorgen (Sen. benef. 6,24,1, vgl. Plin. nat. 7,3). In Thessalien hüllte man nur die untere Hälfte des Kindes ein, in Sparta verzichtete man ganz auf W. (Plut. Lykurgos 16,3). Darstellungen von Wickelkindern sind seit …

Würfelspiel(e)

(508 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (κυβεία/ kybeía; lat. alea). Angeblich von den Lydern (Hdt. 1,94,3), von Palamedes [1] vor Troia (Paus. 2,20,3; 10,31,1) oder dem ägypt. Gott Thot (Plat. Phaidr. 274c-d) erfunden. Im Mythos wird das W. gelegentlich erwähnt (Hdt. 2,122,1); so spielt Eros mit Ganymedes (Apoll. Rhod. 3,114-126), Herakles mit einem Tempelwächter (Plut. Romulus 5,1 f.) oder Patroklos mit Klysonymos (Hom. Il. 23,87 f.). Zum W. brauchte man entweder die vierseitigen Knöchel (Astragal [2], lat. auch talus), die mit den Werten eins und sechs sowie drei und vier belegt waren…

Unterweltsvasen

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gefäße (v. a. Volutenkratere) der apulischen rf. Vasenmalerei mit Darstellungen der Unterwelt; man findet das Götterpaar Hades und Persephone, mitunter in einer Palastarchitektur thronend, oft mit Hermes. Weiter können auch anwesend sein: Hekate, Dike [1], Totenrichter (Triptolemos, Aiakos, Rhadamanthys), Orpheus und Eurydike [1], Herakles [1], der den Kerberos bändigt, Megara [1] mit ihren Kindern. Daneben treten myth. Frevler und Büßer auf, wie Danaiden (Danaos), Sisyphos, Tant…

Sizilische Vasen

(233 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Noch vor Ende des 5. Jh. v. Chr. begann in Himera und Syrakus auf Sizilien die Produktion von rf. Vasen. Diese lassen in Stil, Ornamentik, Vasenform und Thematik eine starke Anlehnung an die att. Vasenmalerei (Meidias-Maler) erkennen. Mit dem 2. Viertel des 4. Jh. v. Chr. wanderten einige sizil. Vasenmaler aus, um auf dem it. Festland den Grundstock für die kampanische und paestanische Vasenmalerei zu legen (Kampanische Vasenmalerei; Paestanische Vasen). In begrenztem Maße blieb …

Schere

(167 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ψαλίς/ psalís; lat. forfex, forpex, forficula). Sch. aus Eisen oder Br. wurden gebraucht bei der Schaf- und Ziegenschur, um Tuche und Metall zu zerschneiden, zur Haar- und Bartschur, in der Flickschusterei und in der Landwirtschaft zum Zerschneiden von Pflanzen und Früchten bzw. zum Schneiden von Weintrauben aus den Rebstöcken. Die Sch. scheint ab dem beginnenden 5. Jh. v. Chr. in Griechenland in Gebrauch gewesen zu sein, im ital. Raum der schriftl. Überl. nach um 300 v. Chr. (Varro …

Wiege

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; lat. cunae, cunabula, N. Pl.). Als W. nutzte man das líknon, eigentlich “Getreideschwinge” (Hom. h. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, Abb. 285]; vgl. Kall. h. 1,48). Als zweite Form der W. diente ein wannenähnliches Behältnis (Soph. TrGF IV, 385; Athen. 13,606f; 607a; skáphē ). Einkerbungen oder kleine Streben an der Rahmung der W. dienten vielfach zum Befestigen von Stricken. Quer über die W. konnten Sicherungsgurte gezogen werden. Mitunter konnten in ihnen zwei Kinder Platz fi…

Vorhang

(123 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (παραπέτασμα/ parapétasma, προκάλυμμα/ prokálymma, αὐλαία/ aulaía; lat. velum, aulaea). In griech. und röm. Zelten (Athen. 12,538d), Häusern, Palästen, vereinzelt auch in Tempeln (Lk 23,45; vgl. Paus. 5,12,4), waren V. an Türen, Fenstern (Iuv. 9,105), als Wanddekoration (Iuv. 6,227) und an den Interkolumnien der Atrien und Peristyle angebracht; sie dienten zum Abhalten von Regen oder Sonne (Ov. met. 10,595). Darstellungen solcher V. sind aus der griech. und röm. Kunst bekannt (z. B. die parapétasma-Darstellungen auf röm. Relief-Sarkophagen) und in o…

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Tabula

(171 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Allg. lat. Bezeichnung für “Brett” (Plin. nat. 31,128; 33,76; 36,114; Ov. met. 11,428), dann für “Spielbrett” ( t. lusoria, Spiel, Brettspiele, Würfelspiele), “bemalte Tafel” ( t. picta, Plin. nat. 35,20-28), “Votivtafel” ( t. votiva, Hor. carm. 1,5,13; Pers. 6,33). In speziellem Sinn bezeichnet t. die zum Schreiben und Rechnen benötigte Schreibtafel aus geweißtem bzw. mit Wachs beschichtetem Holz oder die Metalltafel (Schreibmaterial, codex ), wie sie bereits bei den Griechen gebräuchlich waren. Tabulae fanden im öffentlichen Bereich Verwendung, z. …

Billienus, C.

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Der röm. Proconsul B. wurde um 100 v. Chr. auf Delos von privater Seite durch eine marmorne Panzerstatue mit einer Stütze in Form eines Schiffsbugs geehrt (H ca. 235 cm), die vor der Ostwand der Stoa des Antigonos [2] Gonatas aufgestellt und bei den frz. Ausgrabungen 1909 bis auf die fehlenden Arme, den Kopf und den linken Unterschenkel in situ gefunden wurde. Mit dem Namen B. verbindet man h. die erste sicher benennbare Panzerstatue überhaupt. Hurschmann, Rolf Bibliography J. Marcadé, Au Musée de Délos, 1969, 134, 329-333, Taf. 75  K. Tuchelt, Frühe Denkmäler Rom…

Seife

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Feste S. im h. Sinn war dem Altertum unbekannt. Zur Reinigung des Körpers verwendete man Bimsstein, Kleie, Natron, Öl, Soda, Tonerde - wobei die Kimolische bes. bekannt war (Aristoph. Ran. 712) - und Wasser. Diese Reinigungsmittel nannten die Griechen ῥύμμα/ rhýmma oder σμῆγμα/ smḗgma (ein entsprechender lat. Begriff fehlt). In den öffentlichen Badeanstalten wurden die Waschmittel vom Bademeister auf Verlangen zur Verfügung gestellt (Aristoph. Lys. 377; Athen. 8,351e) oder man brachte sie von zu Hause mit. Wie die h. S. w…

Schemel

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (θρῆνυς/ thrḗnys, ὑποπόδιον/ hypopódion, σφέλας/ sphélas, selten χελώνη/ chelṓnē; lat. scabellum, scamnum). Der Sch. diente als Fußbank, wenn man auf dem Klismos, Thron oder einer ähnlich hohen Sitzgelegenheit saß (vgl. Hom. Od. 17,409 f.), oder als Tritt, um auf die Kline auf- oder von ihr herunterzusteigen. Es gab drei Sch.-Varianten: rechteckige Sch. mit einfachen, senkrechten Beinen, rechteckige Sch. mit geschwungenen Beinen, die in Tierfüßen (Löwenfüßen), Sphingen u. a. endeten, sowie …
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