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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 201 results. Modify search

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Sabanum

(83 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein grobes leinenes röm. Tuch, das zum Abtrocknen und Abreiben des Körpers nach dem Bade (Apul. met. 1,23, vgl. Mart. 12,70) bzw. als Umhang diente, um nach einem Dampfbad ins Schwitzen zu kommen; des weiteren nutzte man das s. zum Auspressen der Honigwaben und Umhüllen der Speisen beim Kochen (Apicius 6,215; 239). In der Spätant. verstand man unter s. ein leinenes, mit Gold und Edelsteinen geschmücktes Gewand (Ven. Fort. vita S. Radegundis 9) bzw. einen Mantel. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Salutatio

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (“Begrüßung”). Der morgendliche Empfang der Klienten ( cliens, clientes ) durch den patronus diente als Aufwartung, zur Entgegennahme von Ratschlägen (Hor. epist. 2,1,102) und von Unterstützung z. B. durch Geld ( sportula ). Er fand in den ersten beiden Morgenstunden statt (Mart. 4,8); hierbei hatte der Klient ( salutator) in der toga zu erscheinen (Iuv. 3,126 f.), weswegen Martial (3,46,1) den Klienteldienst auch togata opera nennt. Die Besucher versammelten sich im vestibulum oder atrium des Hauses ihres patronus und warteten auf Einlaß (Hor. epist. 1,5…

Epostrakismos

(56 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐποστρακισμός). Knabenspiel, bei dem man eine Scherbe oder einen flachen Stein so auf das Wasser warf, daß er aufschlug und weiterhüpfte. Sieger war derjenige, dessen Stein oder Scherbe am weitesten flog und am häufigsten sprang (Poll. 9, 119; Hes. s.v. E.; Min. Fel. 3; Eust. in Hom. Il. 18,543). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Brattea

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέταλον). In der arch. Terminologie ungebräuchlicher ant. Begriff; im Griech. urspr. nur als “Blatt, Laub eines Baumes” (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), bei Bakchyl. 5,186 “Kranz des Ölbaums von Olympia”, spätestens im 2.Jh. v.Chr. als artifizielles Erzeugnis für die Blätter des Goldkranzes (Kranz) verstanden. In röm. Quellen bezeichnet b. eine auf einen Gegenstand aufgelegte dünne Folie aus Metall, meist Silber oder Gold, auch Furniere aus kostbarem Holz (Plin. nat. 16,232) oder Schildpatt (Mart. 9,59,9), doch ist meist Blattgo…

Perücke

(263 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (φενάκη/ phenákē, πηνήκη/ pēnḗkē, lat. capillamentum, galerus). Die Verwendung der P. hat in Griechenland offenbar im ausgehenden 6. Jh.v.Chr. eingesetzt; die spätarcha. Koren zeigen Frisuren, die ohne angesetzte Haarteile nicht denkbar sind. Auch im Theater bediente man sich der P. im 5. Jh.v.Chr. (Aristoph. Thesm. 258) und nutzte auch falsche Bärte (Aristoph. Eccl.25), ebenso tragen Musiker und Gaukler P. und Haarteile (Ail. var. 1,26; Lukian. Alexandros 3). Der Gebrauch von P. und H…

Manicae

(278 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(χειρίς/ cheirís). [English version] A. Ärmel Bereits die minoisch-myk. Kleidung wies sowohl bis an die Handwurzel als auch kürzere bis zur Ellenbeuge oder nur bis zum Oberarm reichende Ärmel auf; in der archa. und klass. Zeit war der Chiton mit Ärmeln bei “Barbaren” (Perser, Skythen u.a.) üblich, wurde aber auch von Griechen getragen. An der röm. Tracht waren M. anfänglich ein Zeichen der Verweichlichung (Tunica) - so wird noch Commodus gerügt, weil er eine Tunica mit Ärmeln trug (Cass. Dio 72,17, vg…

Plaga

(224 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Römisches Jagdnetz Röm. Jagdnetz, speziell Fangnetz, in das Wild (Hirsche, Eber) durch Hunde bei der Treibjagd hineingehetzt wurde (Hor. epod. 2,31-32; Hor. epist. 1,6,58; 1,18,45) im Gegensatz zu den retia (Schlagnetzen) und casses (Fall- und Sacknetzen); von den aus Stricken geflochtenen plagae waren die aus Cumae am meisten geschätzt (Plin. nat. 19,11). Die Treibjagd mit der p., schon früh in der ant. Kunst dargestellt (Becher von Vaphio), war dann v.a. ein Motiv der röm. Mosaik- und Sarkophagkunst. Der Terminus p. ist in der mod. arch. Forsch. nicht …

Geschicklichkeitsspiele

(488 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] wurden vor allem von Kindern veranstaltet. Bei einem Teil dieser Spiele dienten Astragale, Nüsse, kleine Steine, Münzen, kleine Kugeln oder Scherben als Spielzeug (Kinderspiel), bei anderen Stöcke, Scheiben, Räder usw. Beliebt war das πεντάλιθα ( pentálitha) genannte G. (Poll. 9,126), bei dem man fünf Steine (Nüsse, Kugeln o.ä.) hochwarf und mit der Handfläche oder dem Handrücken wieder auffing; bei einem anderen G., dem orca-Spiel, warf man in ein sich oben verengendes Gefäß Nüsse, Steine u.a. (Ps.-Ov. Nux 85f.; Pers. 3,50); diesem Spiel äh…

Armarium

(197 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (Schrank). Neben der arca das zweite wichtige Möbel zum Aufbewahren von Sachgütern. A. scheint ein typisch röm. Einrichtungsgegenstand gewesen zu sein, der den Griechen erst spät zur Kenntnis gelangte ( purgiskos). In seiner Grundfunktion bezeichnet A. den Geräteschrank, dann auch den Schrank für Speisen, Geld und Schmuck; auch die Bücherschränke bzw. -regale der Bibliotheken hießen A. Ein Grabrelief in Rom (TM 184) zeigt das A. in einer Schusterwerkstatt [3. 114-115 Taf. 117,1-2] bzw. als Einrichtungsgegenstand im Haushalt zusammen u.a. mit der arca (Leide…

Forum

(7,310 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Paulus, Christoph Georg (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Uggeri, Giovanni (Florenz)
I. Archäologisch-urbanistisch [English version] A. Definition und Funktion Lat. Begriff für Markt, Marktplatz; darüber hinaus in seltenen Fällen der Vorhof eines Grabes (im Sinne des griech. drómos, z.B. Cic. leg. 2,61) oder ein Teil der Weinkelter (Varro, rust. 1,54; Colum. 11,2,71). Als merkantiler und administrativer Mittelpunkt der röm. Stadt entsprach das als großer Freiplatz mit rahmender Bebauung gestaltete F. grundsätzlich der Agora griech. Städte; die Lage am Schnittpunkt von decumanus und cardo in der Stadtmitte ist bei allen neua…

Follis

(627 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Klose, Dietrich (München)
[English version] [1] Blasebalg (φῦσα, Blasebalg). Das bereits bei Homer (Il. 18, 372; 412; 468-70) erwähnte Arbeitsgerät des Schmiedes ist in der griech. Kunst vor allem mit Hephaistos verbunden (Schatzhaus von Siphnos, Delphi), jedoch auf Werkstattdarstellungen selten. In den Werkstätten befanden sich zwei (Hdt. I 68) oder mehrere (Hom. Il. 18,468-470) folles. In der röm. Kunst ist der f. ebenfalls relativ selten dargestellt; auf einem Grabstein eines Schmiedes in Aquileia (Mus. Inv. Nr. 166) hält der Arbeiter am f. einen Schutzschirm vor sich; ein Fresko im Vettier-Hau…

Pallium

(240 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein dem griech. Himation entsprechender röm. Mantel aus einer rechteckigen Stoffbahn; als Materialien dienten Wolle, Leinen oder Seide. Das P. konnte unterschiedlich gefärbt (weiß, diverse Rottöne, gelblich, schwarz), golddurchwirkt und mit Purpurstreifen versehen sein. Es ist seit dem 3. Jh.v.Chr. bekannt, und anfänglich trugen es nur Freunde der griech. Kultur, Philosophen u.a. (Liv. 29,10); doch es erfreute sich recht bald aufgrund seiner Bequemheit und einfachen Tragweise grö…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Barbaron hyphasmata

(129 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (βαρβάρων ὑφάσματα). Als b.h. bezeichneten die Griechen die kostbaren medisch-persischen Gewänder, Stoffe, Decken u.a. mit bunten Ornamenten, detaillierten figürlichen Verzierungen, Misch- und Fabelwesen. Nach Griechenland gelangten b.h. durch Handel (Aristoph. Vesp. 1132ff.), als Beutegut (Hdt. 9,80) oder Geschenk (Athen. 2,48d). Als Weihung stiftete man b.h. in Heiligtümer (Paus. 5,12,4) oder man trug sie als Luxusgewänder zur Demonstration von Reichtum und Macht. Die b.h. führten zu Veränderungen der griech. Tracht (Zeira) und Textilien …

Mantica

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein röm. Sack aus Leder, um Gepäck aller Art oder Nahrungsmittel (Apul. met. 1,18) zu transportieren. Man trug die m. auf der Schulter, so daß sie über Rücken und Brust lag (Pers. 4,24; Hor. sat. 1,6,106), oder bei Reisen zu Pferd hinter sich quer über der Kruppe des Pferdes. Eine manticula, den kleinen Ledersack, trugen ärmere Leute; daher bedeutet manticulare auch “stehlen” und “betrügen”, und den Betrüger (“Beutelschneider”) nannte man manticulator ( -arius). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Diphros

(100 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Hocker mit vier zumeist gedrechselten Beinen. Sitzmöbel der Götter und Heroen (Siphnierschatzhaus in Delphi, Westfries; Ostfries des Parthenon), ferner einfacher Menschen in Alltagsszenen (geom. Amphora Athen, NM Inv. Nr. 804: Werkstattszenen). Als Material dienten einfaches Holz oder wertvolles Ebenholz, in den Schatzlisten des Parthenon werden auch D. mit silbernen Füßen erwähnt. Eine Sonderform ist ein Klappstuhl (D. ὀκλαδίας), dessen Beine in Tierklauen enden. Möbel; Sella curulis Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G.M.A. Richter, The Furni…

Pilleus

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch pileus). Halbkugel- oder kegelförmige, eng anliegende Kopfbedeckung aus Fell, Filz, Leder oder Wolle, die die Römer von den Etruskern übernahmen (vgl. Liv. 34,7). In Rom ist der p. das Abzeichen des freien Bürgers und wurde bei der Freilassung den Sklaven (Petron. 41), Kriegsgefangenen oder Gladiatoren (Tert. de spectaculis 21) verliehen. Daher ist der p. libertatis zusammen mit der vindicta das Attribut der Libertas, das diese auf röm. Mz. in Händen hält. Syn. kann p. als Ausdruck für Freiheit verwandt werden (Mart. 2,68; Suet. Nero 57, vgl. Pla…

Kottabos

(283 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κότταβος, Verb: κοτταβίζειν). Griech. Gesellschaftsspiel, wohl sizilischen Ursprungs (schol. Aristoph. Pax 1244; Anakr. fr. 41 D), das von Frauen (Hetären) und Männern während des Symposions gespielt wurde. K. ist häufig in der ant. Lit. erwähnt (seit Anakr. fr. 41 D = Athen. 10,427d) und insbes. auf Vasenbildern seit dem ausgehenden 6. Jh.v.Chr. festgehalten. Es kam darauf an, eine Metallscheibe, die auf ein leuchterartiges Gestänge aufgelegt war, mit dem Rest des Weines, den m…

Puppen

(287 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κόρη/ kórē, νύμφη/ nýmphē; lat. pup[ p] a) wurden in der Ant. aus Holz, Bein, Wachs, Stoff, Ton, Edelmetall u. a. hergestellt und haben sich seit der frühen Brz. bis zum Ausgang der Ant. in sehr großer Zahl erh. Man kannte sowohl P. in menschlicher Form als auch Tier-P. (Gell. 10,12,9) und Spielzeug wie z. B. Mobiliar (Betten, Tische, Stühle) und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Kamm, Lampe, Spiegel, Thymiaterion usw.). Bei der Ausstattung der menschlichen P. wurde auf große Sorgfalt ge…

Kampyle

(77 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καμπύλη). Stock mit gebogenem Griff, der überwiegend von Bauern und Hirten, Bettlern, Greisen und Reisenden benutzt wurde, im Gegensatz zum gerade geformten Spazier- oder Wanderstab baktēría (βακτηρία) der Vollbürger. Gemäß der vit. Soph. 6 (nach Satyros) soll Sophokles die K. in das Theater eingeführt haben, bei Poll. 4,119 tragen die Greise in der Komödie die K. Auf den Theaterdenkmälern sind vielfach Schauspieler mit einer K. abgebildet. Lituus; Stab Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: Stab.
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