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Your search for 'dc_creator:( "Hutter, Manfred" ) OR dc_contributor:( "Hutter, Manfred" )' returned 55 results. Modify search


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Regen

(343 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Regen, religionswissenschaftlich. Die Bewertung des R. hängt damit zus., ob es sich um auf Bewässerungsfeldbau oder Regenfeldbau beruhende Kulturen handelt. Dabei betont man entweder die Abwehr des das Wachstum vernichtenden R., der unkontrollierte Überschwemmungen bringt, oder die Sorge um das Ausbleiben des R. sowie den Wunsch nach R. R. wird als Gabe von Berg- und Wettergöttern gesehen (z.B. im Vorderen Orient, wobei auch JHWH Züge solcher Götter aufweist; Indra im vedischen Pa…

Nomaden

(406 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Nomaden, religionsgeschichtlich. In idealtypischer Form leben N. von den Erträgen ihrer Herdentiere und ziehen entsprechend den klimatischen Bedingungen als Hirten umher. Diese Bedingungen bestimmen dabei Tierhaltung, Lebensgrundlage und Weltbild. Ausgeprägter Nomadismus existiert(e) v.a. in folgenden drei geographischen Bereichen: 1. Die (halb-)nomadisch lebenden Völker im Norden Eurasiens (finno-ugrische Religionen) werden vom deutlichen Wandel der Jahreszeiten und dem Wechsel der Weideplätze im Frühling und im Her…

Wettkampf

(414 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Wettkampf, religionswissenschaftlich. Der an einem Kampfort ausgetragene W. mit dem Ziel des Sieges hat ausgehend von der griech. Antike auch innerhalb des Christentums als Agon in metaphorischer Verwendung Eingang gefunden. In einem weiteren Sinn sind aber W. und Sport in vielen rel. Kontexten bezeugt bzw. können rel. rezipiert und interpretiert werden. W. bleibt dabei grundsätzlich Wettbewerb mit dem Streben nach Sieg, während der seit dem 16.Jh. in England verwendete Begriff »s…

Talisman

(174 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] . Seit dem 17.Jh. wird das Wort T. als Lehnwort im Dt. verwendet, wobei die etym. Herleitung bislang nicht eindeutig geklärt ist (Sefrin 163). Terminologisch und inhaltlich ist sowohl in der Umgangssprache als auch im wiss. Gebrauch eine exakte Differenzierung zu Amulett nicht möglich. Bei T. handelt es sich um künstliche oder natürliche Objekte, die von ihren Trägern bzw. Benutzern als »machtbeladen« (Mana) verstanden werden. Eine äußerliche Unterscheidung eines T. von bloßem Sc…

Proskynese

(158 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] . Als kommunikative Geste drückt P. (von griech. προσκυn̆ει˜n̆/proskynei´n, »zuküssen«; vgl. lat. adorare, venerari) Demut und Ehrerbietung aus, indem – verbunden mit Kniebeugung bzw. Sichniederwerfen – die Hand an den Mund gelegt und gegen den zu Ehrenden hin ausgestreckt wird. Als huldigende Begrüßung ist die P. im ass. und altir. Bereich vor Herrschern verbreitet; die griech. Religionsgesch. betrachtet die P. nur den Göttern gegenüber als angemessen. Seit der hell. Zeit findet P. Ein…

Tagewählerei

(104 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] . Als Technik der Divination/Mantik ist T. eine Praxis, die davon ausgeht, daß bestimmte Tage für die Durchführung mancher Handlungen günstig bzw. ungünstig sind. Hemerologien, die solche Tage verzeichnen, sind aus dem alten Ägypten und Mesopotamien, dem Raum der klassischen Antike, der jüd.-christl. Tradition genauso überliefert wie aus dem chinesischen und aztekischen Kulturkreis. Manfred Hutter Bibliography M. Kalinowski, Les traités de Shuihudi et l'hémérologie chinoise à la fin des Royaumes-Combattants (T'oung Pao 72, 1986, 175–228) Ch. Leitz, T. D…

Religionsgeschichte

(1,611 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] I. Definition Die R. befaßt sich deskriptiv und empirisch grundsätzlich mit allen Rel. der Vergangenheit und Gegenwart, wobei alle erfaßbaren Erscheinungen dieser Rel. Forschungsbereiche der R. sind: Lehren, Handlungen, Gemeinschaftsbildung und Gemeinschaftsformen, individuelle Glaubensäußerungen und kollektive Verhaltensweisen. Gegenstand der R. sind somit Rel. im Plural, in ihrer Entstehung, Entwicklung und in ihrem Wandel, wobei auch die unterschiedlichen »Christentümer« in gle…

Namenglaube

(275 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Namenglaube, religionswissenschaftlich. Der Name einer Person oder Gottheit (Namen Gottes) drückt für viele Kulturen ein individuelles und unverwechselbares Wesensmerkmal dieser Person aus, woraus die Vorstellung erwächst, daß derjenige, der diesen Namen kennt, über die betreffende Person verfügen könne. Teilweise wird damit die Furcht verbunden, daß durch das Bekanntwerden des Namens Feinde oder Dämonen Macht über den Namenträger gewinnen können, so daß der wahre Name geheimgehal…

Regenbogen

(223 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Regenbogen, religionsgeschichtlich. Als Zeichen des Bundes Gottes (Gen 9,12–17; nach Zenger Gottes Kriegsbogen) nach der Sintflut hat der R. in der abendländischen Gesch. weitgehend positive Konnotationen, wodurch die griech.-antike Tradition, derzufolge der R. als unheilvolles Vorzeichen des Dauerregens gilt (Ov.met. I, 270), in den Hintergrund rückt. Die beiden Traditionen als Omen bzw. als Verbindung zw. den kosmischen Bereichen sind religionsgesch. weit verbreitet. Der R. gilt…

Religionsstatistik

(779 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] . Unter R. sind zunächst jene Zahlenangaben zu verstehen, die über die lokale oder globale Verbreitung einzelner Rel. oder rel. Gruppen Aufschluß geben. Dadurch ist die R. ein Teilaspekt einer größeren »Religiometrie«, die alle irgendwie meßbaren Faktoren hinsichtlich von Rel. erfaßt (z.B. Sakralbauten; Produktion rel. Bücher, Medien; Stiftungen), um diese quantitativen Werte bei der Interpretation rel. Erscheinungen oder Entwicklungen mitzuberücksichtigen. »Zählverfahren« mit Re…

Rainbow

(242 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] As a sign of God’s covenant (Gen 9:12–17; according to Zenger, God’s war bow) after the Flood, the rainbow has largely positive connotations in Western history; this causes the ancient Greek tradition, according to which the rainbow is considered an ominous sign of future continuous rain (Ovid, Met. I, 270), to recede into the background. Both traditions, as omen and as link between the cosmic regions, are widespread in religious history. The rainbow is thought of as a bridge on which the gods walk across the sky, down to the …

Gods, Groups of

(481 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] Gods, Groups of, in the history of religions. The assembly of individual gods into a group of gods serves to structure polytheistic panthea (Pantheon: I) and results from cosmological classification or priestly-theological speculation. Frequently, groups of gods are arranged binarily, triadically or according to some other simple number (dyads e.g.: heaven/earth; triads: heaven/earth/sea, sun/moon/morning star). Additional criteria for the assembly of gods include: (fictive) genea…

Hemerology

(103 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] As a technique of divination/manticism, day-selection is a practice that assumes that specific days are auspicious or inauspicious for carrying out certain actions. Hemerologies containing lists of such days have come down to us from ancient Egypt and Mesopotamia, the cultures of Classical Antiquity, and Judeo-¶ Christian tradition, as well as from the Chinese and Aztec cultures. Manfred Hutter Bibliography M. Kalinowski, “Les traités de Shuihudi et l'hémérologie chinoise à la fin des Royaumes-Combattants,” T'oung Pao 72, 1986, 175–228 C. Leitz, Tagewählerei. …

Divine Messengers

(394 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] Divine messages may be imparted to human beings in a non-personal way (e.g. through omens, dreams) or through (semi-)divine beings or angels. Divine messengers are “religious border crossers” for they can cross the boundaries between the terrestrial-human and the extraterrestrial-divine cosmos; in this respect, angels in Judaism, Christianty and Islam also rank …

Contest

(454 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] Originating in Greek antiquity, contest or competition carried out on a field with the objective of victory entered metaphorical usage, in Christianity as elsewhere, as Agon. In a broader sense, however, competition and sport are attested in many religious contexts or can be used and interpreted in religion. In this regard, competition continues essentially to be competition with the goal of victory, while the term “sports,” used in England since the 16th century (from Latin disportare, “to amuse, entertain oneself”), refers to physical training i…

Moon

(1,832 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] I. History of Religion – II. Archaeology I. History of Religion Owing to its high degree of observability, the moon (like the sun and Venus; cf. constellations, astrology, astral religion) plays an important role in various mythological traditions. Analogies to cosmological processes and to the sequence of life/fecundity and death were seen in the alternation of the lunar phases, but they also served as a paradigm for calendrical cycles (Calendar). The dates of the new moon and of the full…

Statistics, Religion Adherence

(845 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] In the first instance, religious statistics report the data that provide information on the local or global distribution of individual religions or religious groups. They are one aspect of a larger “religiometrics,” which includes all measurable factors associated with religion (e.g. sacred buildings, production of religious books and media, endowments) in order to take these quantitative values into account in interpreting religious phenomena or developments. “Counting procedures” in the context of religion go back to the dawn of the 1st millennium bce, if Da…

Hunters/Hunting Rites

(1,595 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] I. Definition – II. Distribution –III. Ideological Backgrounds – IV. Hunting as Life-Preserving Killing – V. Economic Change and the Continuation of Ritual I. Definition The hunter's task comprises the tracking down, trapping, and killing of free-living animals that are used for nourishment within the hunter's own society. In ideal/typical form, ethnology categorizes hunters, with hunter-gatherers and planters, as the simple economic forms. More developed are the means of production of agriculture an…

Nomads

(476 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] Ideally, nomads are defined as living off the yield of their flocks and herds; they therefore move about as shepherds in response to climatic conditions, which dominate their animal husbandry, their livelihood, and their worldview. Pure nomadism is (or was) found primarily in three geographical regions. 1. The (semi)nomadic peoples of northern Eurasia (Finno-Ugrian religions) adapt to clear seasonal changes, with transhumance in the spring and fall. The basis of their livelihood is raising reindeer (Saami, Samoyeds, Evenk) or …

Parsiism

(1,019 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[German Version] The Parsis (Parsees) are Zoroastrians (Zarathustra) who once lived in Iran. After Iran was Islamized, they emigrated via a complex route to their future home in Gujarat (India). Their emigration is recalled with a theological slant in the Qissa-i Sanjan, “The Story of Sanjan.” The Persian text, written in 1599 or 1600, is the earliest source describing the arrival and settlement of the Zoroastrians in India, where they were called Parsis because of their Persian background. The Parsi tradition dates the emigration in t…
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