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Sündenbock

(399 words)

Author(s): Janowski, Bernd
[English Version] . Im Rahmen des Rituals zum großen Versöhnungstag (Lev 16, vgl.23,26 ff.; Num 29,7 ff.) wird ein Ziegenbock, der sog. S. (Vulgata caper emissarius, franz. bouc émissaire, engl. scapegoat), vom Hohepriester Aaron durch Handaufstemmung (Handauflegung: II.) mit den Sünden der Israeliten beladen und durch einen dafür bereitstehenden Kultaktanten in eine »abgelegene Gegend« bzw. in die »Wüste« gebracht (Lev 16,8.10.21f.), wo er nach rabb. Tradition zu Tode kommt (mJoma).Während für den in diesem Zusammenhang erwähnten Namen Azazel (עֲזָאזֵל Lev 16,8.10.26) …

Sühne

(3,009 words)

Author(s): Hock, Klaus | Janowski, Bernd | Röhser, Günter | Stolina, Ralf | Stroh, Ralf
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichWährend im »Sühneversuch« als Instrument zur gütlichen Beilegung eines Rechtsstreits die juristische Dimension von S. nachklingt, verweist die Bedeutung des Sühnebegriffs (Beschwichtigung, Besänftigung) zunächst ganz allg. auf die (Wieder-)Herstellung eines ungestörten Zustands bzw. einer »heilen« Beziehung. Im Unterschied zu Versöhnung (engl. atonement; zumeist auf jüd.-christl. Sühnevorstellungen bezogen) ist S. (engl. expiation) weniger spezifisch b…

Shekhina

(1,363 words)

Author(s): Janowski, Bernd | Reeg, Gottfried | Dan, Joseph | Moltmann, Jürgen
[English Version] I. Altes TestamentMit Sh. (שְׁכִינָה), einer nachbibl. Nominalbildung der Wurzel שׁכן/škn, »sich niederlassen, wohnen«, wird ein Aspekt der Anwesenheit Gottes in der Welt bez., der in der Regel mit »Einwohnung« oder »Inhabitation« wiedergegeben wird. Von »Einwohnung« ist bereits im Kontext der äg. Kultbildtheol. die Rede, wonach die im Himmel beheimatete Gottheit auf ihr Kultbild im irdischen Tempel »herabsteigt« und sich mit diesem »vereinigt« (Assmann). Die atl. Sh.-Theol., deren ältester…

Vorwort zur vierten Auflage

(1,040 words)

Author(s): Dieter Betz, Hans | Browning, Don | Janowski, Bernd | Jüngel, Eberhard
Mit der vierten Auflage erreicht die RGG eine fast hundertjährige Geschichte. Alle vier Auflagen zusammen spiegeln sowohl als Gesamtdarstellungen als auch in den einzelnen Artikeln das 19. und 20. Jahrhundert wider wie kaum ein anderes Dokument der religionswissenschaftlichen und theologischen Wissenschaftsgeschichte. Bei aller Verschiedenheit der Auflagen lassen sich Gemeinsamkeiten unschwer erkennen. Schon die Planung der ersten Auflage (1909–1913) in den Jahren 1904–1906 verband die Absicht, den Forschungsstand des 19. Jahrhunderts …

Wein

(1,924 words)

Author(s): Staubli, Thomas | Janowski, Bernd | Figal, Günter | Jüngel, Eberhard
[English Version] I. Archäologisch und religionsgeschichtlichDie wilden Vorläufer der Kulturpflanze (Vitis vinifera L. ssp. vinifera) finden sich bes. im nordöstlichen Mittelmeerraum und im Schwarzmeerraum. Früheste Belege für Weintraubensammlung, vermutlich von wilden Stöcken, sind 9000 Jahre alt (Çayönü, Tell Aswad und Jericho). Früheste Hinweise auf Weinkulturen stammen vom Ende des 4.Jt. v.Chr. in Ägypten (Omari, Abydos, Saqqara). Trauben wurden gegessen, meistens aber zu W., in Südmesopotamien …

Stellvertretung

(2,811 words)

Author(s): Winter, Franz | Janowski, Bernd | Frey, Jörg | Schaede, Stephan | Pree, Helmuth | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichDer urspr. in der Rechtssprache beheimatete Begriff S. wird v.a. im Rahmen der christl. Theol. reflektiert, doch scheint er durchaus geeignet, auch in der Religionswiss. Anwendung zu finden, wenn auch eine eingehende syst. Behandlung bislang noch nicht geleistet wurde. Im allgemeinsten Sinne ist dann von S. zu sprechen, wenn das eigentlich betroffene oder agierende Subjekt (sei es ein Gott, eine Einzelperson, z.B. der König, oder ein Kollektiv) durch j…

Vergeltung

(3,967 words)

Author(s): Neu, Rainer | Janowski, Bernd | Bendemann, Reinhard v. | Volkmann, Stefan | Buß, Johanna
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichV. – die Erwiderung von Gutem durch Gutes und Bösem durch Böses, in der Rel. in Form von göttlichem bzw. schicksalhaftem Lohn oder Strafe für menschliches Verhalten in diesem Leben oder nach dem Tod – ist ein Aspekt der Reziprozität, des Prinzips von Leistung und Gegenleistung (Verdienst). Richard Thurnwald verwies als erster auf die Bedeutung der Reziprozität für das soziale Handeln und das Weltbild in ethnischen Gesellschaften. Nicht nur die Erwiderung …

Psalmen/Psalter

(12,190 words)

Author(s): Hartenstein, Friedhelm | Janowski, Bernd | Häußling, Angelus A. | Plank, Peter | Völker, Alexander | Et al.
[English Version] I. Begriff und Umfang der Psalmen/des PsaltersDas Buch der Pss ist eine einzigartige Zusammenstellung von 150 poetischen Texten zu einem Werk sui generis. Seine hebr. Bez. תְּהִלִּים (סֵפֶר)/(sepær) t ehilli^m, »Buch der (Lob-)Preisungen«, findet sich schon in Qumran (ältester Beleg: 4QM a [= 4 Q 491] 174 [1.Jh. v.Chr.]). Ähnlich wie in den ca.100 Jahre jüngeren ntl. Stellen Lk 20,42; Apg 1,20 (βι´βλος ψαλμω˜n̆/bi´blos psalmō´n) scheint damit zunächst im technischen Sinn eine Schriftrolle mit Pss gemeint zu sein (vgl. die Frgm. 4QPs)…

Weltbild

(9,960 words)

Author(s): Figal, Günter | Ahn, Gregor | Janowski, Bernd | D. Furley, William | Sellin, Gerhard | Et al.
[English Version] I. PhilosophischDas Wort »W.«, das schon im frühma. Deutsch nachweisbar ist, bez. i. allg. ein »vorstellungsmäsziges bild der welt, wie es sich aus der gesamtheit der welteindrücke und weltanschaulichen vorstellungen ergibt« (DWb 28 [= 14,1,1], 1955, 1553). So ist die Bedeutung des Wortes mit der von »Weltanschauung« verwandt und kommt in der Philos. auch meist zus. mit diesem vor. Dabei wird das W. sowohl als Voraussetzung wie als Resultat der Weltanschauung verstanden. W. Dilth…

Schöpfung

(10,029 words)

Author(s): Friedli, Richard | Janowski, Bernd | Herrmann, Klaus | Wischmeyer, Oda | Gunton, Colin E. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1.GrundfragenLeben, Natur, Umwelt und Zeitenlauf (Zeit/Zeitvorstellungen) sind für jede Gesellschaft Alltagserfahrungen. Zur Wirklichkeit gehört aber auch das Risiko, wonach dieser natürliche Lebensraum bedroht und bedrohlich ist. Chaos und Tod gehören zum Kosmos (Welt). Die Realität ist ambivalent. Evolutionstheoretisch gehört zu den entscheidenden Symptomen der Entwicklung vom vormenschlichen zum humanen Existenzbereich, daß diese Risikoerfahrung ritue…