Search

Your search for 'dc_creator:( "Köpf, U." ) OR dc_contributor:( "Köpf, U." )' returned 73 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Bettelorden

(375 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Mendikantenorden) sind rel. Gemeinschaften im Abendland, in denen nicht nur die einzelnen Mitglieder ohne persönliches Eigentum leben, sondern auch die Gemeinschaft auf Besitz und regelmäßige Einkünfte verzichtet (Armut). Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt aus dem ad hoc durch einfache Arbeit, Schenkung und Bettel Erworbenen. Die B. entstehen im frühen 13.Jh. im Zusammenhang mit der rel. Armutsbewegung: als Klerikergemeinschaft zu Predigt, Seelsorge und Bekämpfung heterodoxer…

Johannes

(158 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Fécamp (nach 990 bei Ravenna – 1078 Fécamp). Der 1017 aus St. Bénigne in Dijon als Prior ins Kloster La Trinité von Fécamp geschickte J. wurde dort – seit 1028 als Abt – zum bedeutendsten Vertreter des normannischen Reformmönchtums im 11.Jh. Hauptwerke: Confessio theologica, Confessio fidei, Libellus de scripturis et verbis patrum collectus. Obwohl J. reichlich aus der Tradition schöpft (bes. aus Augustin und Gregor I., dem Großen) und noch nicht schulmäßig argumentiert, hat s…

Eon

(87 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Eudo), von Stella (gest. nach 1148). Vielleicht von Adel. Charismatiker mit geringer Bildung, Eremit und Wanderprediger, nach mehrjähriger Wirksamkeit in der Bretagne und Gascogne, wo er zahlreiche Anhänger um sich sammelte, auf der Synode von Reims 1148 angeklagt und zu Klosterhaft in St. Denis (Paris) verurteilt. Unklar sind die Gedanken, die ihn zur Behauptung führten, er sei Gottes Sohn, der künftige Richter über Lebende und Tote. Ulrich Köpf Bibliography J.C.Cassard, E., ermite et hérésiarque breton (MSHAB 57, 1980, 171–198).

Karmeliter/Karmelitinnen

(436 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Der Orden der K. geht auf eine Gemeinschaft abendländischer Einsiedler auf dem Berg Karmel zurück, die sich um 1210 vom Patriarchen von Jerusalem eine Regel geben ließ. Diese verpflichtete sie zu streng kontemplativem Leben. Die Spiritualität der von einem Prior geleiteten Gemeinschaft war durch anachoretische Traditionen, das Vorbild des Propheten Elia und Marienfrömmigkeit geprägt. Um 1240 flüchteten die K. vor der wachsenden Bedrohung durch Sarazenen in ihre eur. Heimatlände…

Klosterschulen

(613 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Während die asketische Motivation (Askese) der monastischen Lebensform grundsätzlich eine Distanzierung von der weltlichen Kultur mit sich bringt, setzen Gebet und monastische Lectio ein gewisses Maß an Bildung voraus. Deshalb ist die K. im Mönchtum des 4.Jh. als erste Form einer christl. Schule entstanden. Bereits in den frühen äg. Eremitensiedlungen wurden Kinder von erfahrenen geistl. Vätern erzogen. Pachomius forderte Lesefähigkeit und Auswendiglernen bibl. Texte, v.a. des …

Ludolf

(146 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Sachsen (um 1300 Norddeutschland – 10.4.1378 Straßburg). Zuerst Dominikaner, seit ca.1340 Kartäuser (Straßburg, Koblenz [Prior], Mainz, Straßburg). Sein Hauptwerk ist die »Vita Jesu Christi«, ein auf der Evv.-Harmonie des Zacharias von Besançon (Chrysopolitanus, 1. Hälfte 12.Jh.), altkirchl. Autoren und der ma., meditativ-historisierenden Jesus-Lit. beruhendes Werk, das nicht einfach den Lebensweg Jesu erzählt, sondern in einzelnen (nach dem Schema von lectio, meditatio und or…

Geographie

(700 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] I. Wissenschaftsgeschichtlich Der Weg der G. von ihren Anfängen im mythischen Weltbild (ao. Schöpfungserzählungen, frühe philos. Spekulation der Griechen) und in der pragmatischen Erkundung der Umwelt (Reiseberichte von Kaufleuten) bis zur Ausbildung einer exakten Wiss. war weit. In der Antike wurde sie als umfassende Kunde von der Erde einschließlich ihrer Bewohner aufgefaßt. Früheste Darstellungen hatten die Form der Küstenbeschreibung (Periplus u. ä.), zu der bald geographische…

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Hilfswissenschaften, historische

(106 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Der Begriff hat sich seit der 2. Hälfte des 18.Jh. für eine Reihe von Disziplinen von stark handwerklich-methodischem Zuschnitt eingebürgert, deren Beherrschung dem Historiker unentbehrlich ist: Chronologie, Hist. Geographie, Genealogie; Allg. Quellenkunde, Urkundenlehre (Diplomatik) und Aktenkunde, Paläographie und Epigraphik; Heraldik (Wappenkunde), Sphragistik (Siegelkunde; Siegel) und Numismatik (Münzkunde). In weiterem Sinne werden zuweilen auch andere Disziplinen, wie Bib…

Lutherausgaben

(829 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Eine erste, weit verbreitete Sammelausg. der lat. Schriften des Reformators veröff. bereits 1518 Johannes Froben in Basel, eine erste der dt. Schriften 1520 Andreas Cratander in Basel. Luthers Produktivität veranlaßte Cratander und danach Adam Petri, die lat. Ausg. schon im März und nochmals im Juli 1520 – jeweils in erweiterter Fassung – erneut herauszugeben. – Als erste GA erschien 1539–1559 die Wittenberger Ausg. in zwei Reihen mit zwölf dt. und sieben lat. Foliobänden, hg. durch G.Rörer, C.Cruciger und G.Major. Die Werke waren nach sac…

Grade, akademische

(825 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Grade, akademische, haben sich im ma. Lehrbetrieb ausgebildet. Schon vor der Entstehung der Universität bez. Magister (M.) allg. den Lehrer, während in der Juristenhochburg Bologna der Titel Doctor (Dr.) üblich war, der im übrigen gerne auf die altkirchl. Lehrer (Doctores ecclesiae) angewandt wurde. An den seit ca.1200 entstehenden Volluniversitäten war M. in allen Fakultäten der höchste Grad, wobei man zw. dem bloßen Inhaber der Lehrbefähigung und dem M. actu regens (dem tatsäch…

Leclercq

(219 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Leclercq, Jean (31.1.1911 Avesnes, Nordfrankreich – 27.10.1993 Clervaux, Luxemburg), Benediktiner; einer der fruchtbarsten theol. Mediävisten der 2. Hälfte des 20.Jh., der nach Studien in Rom und Paris an verschiedenen Orten (v.a. in Rom) auch eine Lehrtätigkeit ausübte. Nach anfänglichen Forschungen zur Scholastik des 13. – 15.Jh. wandte sich L. seit 1941 der teilweise noch unveröff. monastischen Lit. des MA, v.a. des 11. und 12.Jh., zu. Mittelpunkt seiner ausgedehnten Forschunge…

Domschulen

(409 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Kathedralschulen) sind an der bfl. Kurie zur Ausbildung des Klerus eingerichtete Bildungsstätten. Bereits in der Antike wirken gelehrte Bischöfe (allen voran Augustin) als Lehrer ihres Klerus. Seit der Synode von Toledo (527/31) wird wiederholt die Errichtung bfl. Schulen gefordert, 789 durch Karl d.Gr. und 1078 durch Gregor VII. vorgeschrieben. Dennoch wird bis zur Reformation auf zahlreichen Synoden immer wieder der Bildungsstand des Klerus beklagt – ein Zeichen dafür, wie we…

Legende

(1,010 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Das aus dem Mittellat. (legenda, zu ergänzen: vita [Sg.] oder acta [Pl.]) übernommene dt. Wort bez. urspr. einen Text, der zur Lesung im Gottesdienst oder in der klösterlichen Gemeinschaft (bes. bei Mahlzeiten [Tischlesung], im Lesegang oder Kapitelsaal) bestimmt ist und Leben und Taten eines oder mehrerer Heiliger (Heilige/Heiligenverehrung: II.) zum Inhalt hat. Die L. wird in erster Linie regelmäßig am Fest des Heiligen ganz oder in Ausschnitten verlesen. Im Zusammenhang mit …

Mentalitätsgeschichte

(541 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . »Mentalität« (M.) begegnet seit den 70er Jahren des 20.Jh. in der Wissenschaftssprache dt. Historiker. Es ist dem franz. mentalité nachgebildet, das im 18.Jh. aus engl. mentality übernommen wurde; dieses war in der philos. Sprache des 17.Jh. vom Adj. mental abgeleitet worden. In Frankreich drang mentalité im Laufe des 19.Jh. in die Alltagssprache ein, wurde um 1900 in der polit. Sprache (Dreyfus-Affäre) wie in der Schule des Soziologen É. Durkheim beliebt und durch die Historik…

Cles

(166 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Cles, Bernhard von (11.3.1485 Cles – 30.7.1539 Brixen). Nach Studien in Verona und Bologna 1511 Dr. utriusque iuris; 1512 Kanoniker am Dom von Trient, 1514/15 Bf. von Trient. Seit 1514 Ratgeber Maximilians I., war er Mittelsmann zw. dem Kaiser, dem Regiment in Innsbruck und Oberitalien. Nach Mitwirkung an der Wahl Karls V. 1519 wurde er Berater Ferdinands I., 1522 sein Kanzler und Vertreter auf mehreren Reichstagen – einer der wichtigsten Politiker im Reich. 1530 zum Kardinal ernan…

Beuron

(248 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . I. Erzabtei St. Martin. Das um 1077 gegründete, nie überregional bedeutende Augustinerchorherrenstift im Donautal wurde mit Klosterbauten des 17./18.Jh. und 1738 geweihter Kirche 1802 säkularisiert und dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen (1850 preußisch). 1863 unter Prior Maurus Wolter als Benediktinerpriorat wiedererrichtet, wurde es 1868 zur Abtei und noch während der durch den Kulturkampf erzwungenen Exilierung des Konvents (1875–1887) 1885 zur Erzabtei erhoben…

Angela

(143 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Foligno (1248/49 Foligno – 4.1.1309 ebd.). Schon früh unter franziskanischem Einfluß stehend, erfuhr die Ehefrau und Mutter A. auf einer Pilgerfahrt nach Assisi 1285 ihre conversio zu asketisch-karitativem Leben. Nach dem Tod aller Angehörigen schloß sie sich 1291 dem franziskanischen Dritten Orden an. Sie lebte nun mit einer Gefährtin zusammen, geistl. betreut von einem mit ihr verwandten Franziskaner. Zeitweise bildete sich um die »Magistra theologorum« ein lockerer Schülerk…

Heinrich der Löwe

(185 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (1129/30 – 6.8.1195 Braunschweig), Herzog von Sachsen und Bayern, Sohn des Welfen Heinrich X., des Stolzen, und Gertruds, der Tochter Kaiser Lothars III., Vetter Friedrichs I. Barbarossas. In zweiter Ehe vermählt mit Mathilde, Tochter König Heinrichs II. von England. H. war ein Herrscher von hohem Selbstbewußtsein und ausgeprägtem Macht- und Besitzstreben. Eroberungen im slawischen Nordosten, Landesausbau, Bistums- (Oldenburg/Lübeck, Ratzeburg, Schwerin in Mecklenburg) und Städ…

Baur

(1,375 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] , Ferdinand Christian (21.6.1792 Schmiden bei Stuttgart – 2.12.1860 Tübingen). I. Leben Der älteste Sohn eines württembergischen Pfarrers wurde nach dem Theologiestudium in Tübingen (1809–14) und kurzer Tätigkeit als Vikar und Repetent 1817 Prof. am Niederen Seminar in Blaubeuren, wo er als Lehrer der alten Sprachen die Grundlagen einer umfassenden Gelehrsamkeit legte. Hier heiratete er 1821 Emilie Becher (1802–1837), die Tochter eines Stuttgarter Arztes. Im Zusammenhang einer Neuordnung …
▲   Back to top   ▲