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Your search for 'dc_creator:( "Kanz, Roland" ) OR dc_contributor:( "Kanz, Roland" )' returned 35 results. Modify search

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Idea

(788 words)

Author(s): Kanz, Roland
Der lat. Begriff I. durchzieht die Geschichte des philosophischen Denkens seit Platon [2]; [4] (vgl. Idealismus). Innerhalb der nzl. Kunsttheorie wurde das Konzept der I. im Sinne einer Selbstreflexion der künstlerischen Kreativität diskutiert, um sich des intellektuellen Rangs der Künste – und damit auch des Künstlers – zu versichern. In diesem Zusammenhang bezog sich I. (dt. Idee, franz. idée, engl. idea) auf alle Kunst-Gattungen und bezeichnete im Schaffensprozess eines künstlerischen Werks die im Geist formierte Idee des Schönen, die sich der Natur übergeordnet als e…
Date: 2019-11-19

Plastik

(999 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. BegriffDer Begriff P. (von griech. plássein/ pláttein, ›bilden‹, ›formen‹, und plastikós, ›zum Gestalten gehörig‹; lat. plasticus) bezeichnet im Bereich der Bildhauertechniken Werke aus modellier- und formbaren Stoffen (Ton, Wachs, Papiermaché, Stuck, Gips) und gießbarem Material (Metallen, durch Abformung und Gießprozesse herstellbaren anderen formbaren Werkstoffen, z. B. auch Steinguss und Porzellan). Man spricht von materialaufbauenden Techniken, im Gegensatz zur Skulptur, die materialabnehmende Techniken betrifft (z. B. bei Stein oder Holz). Diese begr…
Date: 2019-11-19

Rokoko

(1,830 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. Begriffe und PeriodisierungMit dem in der Kunstgeschichte gebräuchlichen Epochenbegriff R. (franz. rococo) wird die Zeitspanne zwischen etwa 1715/1730 und 1770/1780 als europ. Kultur- und Stilphänomen bezeichnet, das von Frankreich ausgehend vornehmlich in Kunst, Kunsthandwerk und Architektur, teilweise auch in der Literatur – in der galanten Literatur; Anakreontik; Schäferdichtung und Idyllen – manifest ist; eine Übertragung des Begriffs und Phänomens auf die Musik dieser Zeit ist hingegen deutlich schwieriger. Eine zei…
Date: 2019-11-19

Kontrapost

(797 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. Antikes KonzeptUnter K. (ital. contrapposto) versteht man in Skulptur und Malerei ein Standmotiv der menschlichen Figur, das auf einer bestimmten Ponderation beruht. Ponderation bedeutet die Verteilung und Haltung der Körperglieder und -gewichte im Stand oder in der Bewegung; sie kann statisch und ausgewogen um einen senkrechten Kern des dargestellten Haltungsmotivs erfolgen (z. B. als gerades Stehen), aber auch z. T. extrem außerhalb des Körperschwerpunktes verlegt werden (z. B. durch dynamische Bewegungen, die den Oberk…
Date: 2019-11-19

Nazarener

(827 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. BegriffDie als N. bezeichneten Künstler erhielten im frühen 19. Jh. ihren Namen in Rom in Bezug auf ihren äußeren Habitus alla nazarena, der insbes. wegen des langen, in der Mitte gescheitelten Haars mit dem Aussehen von Jesus von Nazareth assoziiert wurde. Johann Friedrich Overbeck – hierin Vorbild im Kreis der N. – trug diese Haartracht spätestens ab dem Winter 1812/13. Die Bezeichnung war kein Spottname, sondern beruhte auf einer seit dem 17. Jh. nachweisbaren Redewendung für eine äußere Ähnlichkeit mit Darstellungen Christi. Bei…
Date: 2019-11-19

Erotica

(1,596 words)

Author(s): Fischer, Carolin | Kanz, Roland
1. Erotische LiteraturBei der Definition dessen, was als lit. Eroticum gewertet wurde oder werden kann, erweist sich das Thema Liebe als wenig hilfreich, da es eines der verbreitetsten in der Literatur aller Epochen ist. Ebenfalls wenig effizient sind die gängigen Termini erotische, pornographische oder obszöne Literatur, denn sie unterscheiden sich weniger durch die von ihnen festgelegten inhaltlichen oder stilistischen Kriterien als durch die jeweils vorgenommene Wertung. Sinnvoll ist deshalb der Rekurs auf die Eigenschaft, die diese Te…
Date: 2019-11-19

Aufklärung

(13,284 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Tschopp, Silvia Serena | Steinle, Friedrich | Beutel, Albrecht | Kanz, Roland | Et al.
1. Begriff und DefinitionA. (im Deutschen 1691 erstmals belegt) und ihre europ. Parallelbegriffe enlightenment, lumières, illuminismo, ilustración bezeichnen die wirkungsmächtigste europ. Bildungsbewegung des 18. Jh.s und zugleich deren spezifisches Ziel: alle Autoritäten, Traditionen und Hierarchien am Maß einer neu definierten Vernunft kritisch zu prüfen und abzuschaffen, falls sie deren Gesetzen widersprechen sollten, die gesamte Lebenswelt nach diesen Gesetzen neu zu ordnen und möglichst viele Menschen fähig zu machen, kraft dieser Vernunft ein besseres, glüc…
Date: 2019-11-19

Eklektik/Eklektizismus

(2,016 words)

Author(s): Lehmann-Brauns, Sicco | Kanz, Roland
1. Philosophie 1.1. Begriff und ÜberblickDer Begriff Eklektik (= Ek.; von griech. eklégein, »auswählen«) geht zurück auf Diogenes Laertius' (3. Jh. n. Chr.) Beschreibung des antiken Philosophen Potamon von Alexandria, der keiner der bekannten Philosophenschulen angehörte, sondern vielmehr aus allen dasjenige auswählte, was ihm selbst jeweils richtig erschien. Seit der Renaissance wurde die Bezeichnung Ek. dementsprechend zur Charakterisierung einer Methodik verwendet, die gemäß dem paulinischen Diktum »Prüft alles, das Gute behaltet!« (1. T…
Date: 2019-11-19

Concetto

(1,557 words)

Author(s): Bremer, Kai | Kanz, Roland
1. LiteraturC. (ital.; von lat. conceptus, »Zusammenfassung«/»Gedanke«) ist ein in zahlreiche westeurop. Kultursprachen übernommener Begriff (span. concepto/ conceto, engl. conceit), der von Ernst Robert Curtius mit »scharfsinnige« oder »spitzfindige« Ausdrucksweise und »Sinnspiel« [2. 298, 301], von Hugo Friedrich als »eine möglichst abnorme Pointe, ein frappierendes Sinn- oder Gedankenspiel, vielsagend, stechend, ausgefallen« [3. 636 f.] umschrieben wird, jedoch neutraler als »Begriff«, »Entwurf« oder »Gedanke« übersetzt werden kann. Deswegen k…
Date: 2019-11-19

Relief

(944 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. Definition und BegriffsgeschichteDas R. ist neben der Freiskulptur bzw. Rundplastik eine der beiden Hauptgattungen der Skulptur. Als R. sind Körper oder Formstrukturen einer Darstellung (Figuren, Landschaften, Ornamente) in allen der Skulptur und Plastik zu Verfügung stehenden Materialien zu verstehen, die aus einer planen, gewölbten oder runden Grundfläche hervortreten. Bei materialabnehmender Technik (etwa bei Stein oder Holz) bestimmt das Werkstück, bei aufbauender Technik (modellier- und gießbare Materialien wie Wachs, G…
Date: 2019-11-19

Kunst

(1,523 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. Themenschwerpunkte und zentrale Artikel Der Kollektivsingular Kunst verdichtete sich erst während des späten 18. und frühen 19. Jh.s zu einem Oberbegriff für alle künstlerischen Schöpfungen, die im sich herausbildenden Wissenschaftssystem den Gegenstandsbereich der Kunstgeschichte ergaben. In der Frühen Nz. existierte dieser komplexe und überhöhte Kunstbegriff nicht. Antike Ausdrücke wie griech. téchnē oder lat. ars wurden in verallgemeinertem Sinne als Kunstfertigkeit oder handwerkliches Können, d. h. als gestalterische Fähigkeiten im Umgang m…
Date: 2019-11-19

Parodie

(2,699 words)

Author(s): Seidel, Robert | Schmidt, Dörte | Kanz, Roland
1. Literatur 1.1. DefinitionSeit dem ersten Auftreten des Begriffs in der Antike (griech. parōdίa, »Neben-/Gegengesang«; engl. parody; franz. parodie) ist die Bedeutung von P. in den europ. Literaturen uneinheitlich, und zwar sowohl im Hinblick auf das jeweilige Verhältnis zur Vorlage (affirmativ, spielerisch, kritisch) wie auch im Vergleich mit verwandten Schreibstrategien (Kontrafaktur, Travestie; burlesque, mock-epic; pastiche usw.). Nachdem bis in die Frühe Nz. die Begriffsverwendung vorwiegend im Zusammenhang eines nicht-polemischen Konzeptes von imitatio und ae…
Date: 2019-11-19

Ikonographie

(884 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. BegriffDer Begriff I. leitet sich von griech. eikṓn (»Bild«, »Abbild«) und gráphein (»schreiben«, »beschreiben«) ab und bezeichnet die Lehre von den Bildinhalten. Diese Bedeutung hat der Begriff jedoch erst durch die Kunstwissenschaft seit dem 19. Jh. erhalten. Allgemein befasst sich die I. mit allen Gegenständen, Formen und Gestaltungen in Darstellungen, soweit sie als ein Zeichensystem eine Aussage über gesellschaftliche, histor., religiöse oder ästhetische Verhältnisse oder Vorstellungen ermöglichen. …
Date: 2019-11-19

Katholische Reform

(4,745 words)

Author(s): Decot, Rolf | Walther, Gerrit | Kanz, Roland
1. BegrifflichkeitDie Reaktion auf die Reformation seitens der kath. Kirche (in der Reformationszeit meist Alte Kirche genannt) setzte erst allmählich ein. Um sie zu charakterisieren, hat die Geschichtswissenschaft unterschiedliche Begriffe entwickelt. Es gibt gegenwärtig allerdings keinen Terminus, der sowohl die Reformbemühungen innerhalb der kath. Kirche während des 16. Jh.s als auch den Versuch, das verlorene politisch-gesellschaftliche Terrain zurückzugewinnen, umfassend kennzeichnet. Konkurrierende Begriffe sind K. R., Gegenreformation (= G.), kath. Konfe…
Date: 2019-11-19

Manierismus

(4,390 words)

Author(s): Kanz, Roland | Zymner, Rüdiger | Langenbruch, Anna
1. EinleitungUnter M. versteht man in Kunst, Literatur und Musik allgemein die Charakteristik eines ausgesprochen kunstvollen bzw. künstlichen Stils, und speziell in der Kunstgeschichte eine Epoche, die zeitlich zwischen Renaissance und Barock angesiedelt wird. Die Begriffsprägung erfolgte in der Kunstwissenschaft im späten 18. Jh. in Ableitung von »Manier« (s. u. 2.1.); sie umfasst hier zeitlich die Periode zwischen etwa 1520/30 und 1590/1600, eine Phase vermeintlicher Verfallserscheinungen in bildender Kunst und Archi…
Date: 2019-11-19

Kunstausstellung

(1,248 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. Einleitung Eine K. ist die Präsentation von Kunstgegenständen in einem örtlich und zeitlich nicht festgelegten Zusammenhang. Sie unterliegt organisatorischen Bedingungen, einem bestimmten Zweck oder einem besonderen Anlass. Im Gegensatz zu Kunstsammlung oder Museum ist die Präsentation temporär; auch sind die Werke in einer K. nicht an den Ort gebunden [6]. Die Übergänge von K. und Kunstmuseen waren in der Nz. fließend [4], doch war für die K. die zeitlich begrenzte Schau prägend. Ältere wie auch zeitgenössische Kunstwerke konnten gemeinsam, gesondert o…
Date: 2019-11-19

Vielansichtigkeit

(922 words)

Author(s): Kanz, Roland
1. BegriffV. (engl. multiple views, franz. multiplicité des points de vue, ital. molte vedute) ist eine Beurteilungskategorie im Bereich der Skulptur. Als Kriterium des Aspekts (lat. aspectus, »Ansicht«) dient die Analyse der V. der Feststellung von Kompositions-Prinzipien bei Freistatuen wie auch bei wandgebundenen Skulpturen (u. a. Nischenstatuen, Reliefs, Grabmälern), indem Haupt- und Nebenansichten zwischen Frontalität und V. differenziert werden. Kunsttheoretisch wurde die V. vom 16. bis zum 18. Jh. v. a. in ital. Traktaten anhand der Begriffe veduta (»Ansicht«; …
Date: 2019-11-19

Klassizismus

(3,357 words)

Author(s): Kanz, Roland | Ruhl, Carsten
1. BegriffUnter K. wird die europ. Kunst- Epoche von etwa 1760 bis etwa 1830 verstanden, wobei international Phasenverschiebungen wahrzunehmen sind. In Frankreich, Italien und England wird diese Zeit als Neo-K. bezeichnet, da ihr nationale Konstrukte von Klassik und K. vorausgingen. Der Begriff K. wurde erst im 19. Jh. für die Vergleichbarkeit einer Literaturepoche zur Antike verwendet (ital. classicismo, 1818; dt. K., 1820; franz. classicisme, 1823; engl. classicism, 1831) [5. 979]. K. als Epochenbegriff etablierte sich schließlich rückblickend zur Unterscheidu…
Date: 2019-11-19

Karikatur

(895 words)

Author(s): Kanz, Roland
Die K. ist eine Kunstform der Kurzweil und des Bildwitzes. Der Begriff caricatura (von ital. caricare, »übertreiben«, »überladen«) bedeutete ursprünglich die übertreibende Naturnachahmung im Porträt. Mit der K. stellt der Künstler blitzschnelle Auffassungsgabe, zeichnerische Schlagfertigkeit und Bildwitz unter Beweis. In erster Linie ist sie als Situationskunstwerk eine Domäne der Zeichnung. Bis ins 18. Jh. hinein kursierte die K. im privaten oder halböffentlichen Kreis und wurde nicht als Vorlage für die Reproduktionsgraphik geschaffen. Desha…
Date: 2019-11-19

Kunsttheorie

(7,666 words)

Author(s): Kanz, Roland
01. EinleitungDie Geschichte der nzl. europ. K. zwischen dem 15. Jh. und dem mittleren 19. Jh. stellt sich keineswegs als geradlinige kunsttheoretische (= kth.) Tradition dar. Es gab Haupt- und Nebenwege. Im Gegensatz zur allgemeinen Geschichte der nzl. Kunst, die in ihrer Gattungs-Heterogenität und europ. Divergenz längst nicht mehr als teleologische Stil-Geschichte erzählt werden kann, lassen sich für die K. deutlichere internationale Denktraditionen erkennen. Die K. ist Teil einer europ. Ideengesch…
Date: 2019-11-19
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