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Muziris

(125 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Indienhandel | Mauryas (Μουζιρίς). Hafenstadt an der SW-Küste Indiens im h. Kerala; das indische Muciri der alttamilischen Sangam-Gedichte [1]. Sowohl griech. als auch tamilische Quellen beschreiben M. als eine der wichtigsten südindischen Hafen- und Handelsstädte. Von dort führte ein wichtiger Handelsweg zur Ostküste Indiens. Eine Papyrus-Urkunde (PVindob. 40822) aus Äg. berichtet von einem Darlehen, das in M. gewährt wurde [2]. Wegen der Unstetigkeit der Küste bleibt die genaue Lage immer noch unbekannt. …

Oaxes

(69 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Fluß ‘am östl. Rand der Welt’ (Verg. ecl. 1,65); wohl nicht in Kreta (so richtig schon Serv. zur Stelle), sondern eine Namensvariante für Oxos, altiran. Vaxschu, der nach Plin. nat. 6,48 und Iust. 1,8,2 aus dem Oaxus lacus herausfließt. Eine weitere Namensvariante ist Araxes [2]. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography E. Kirsten, s.v. O. (1), RE 17, 1686f.  E. Meyer, s.v. O. (1), RE Suppl. 12, 897f.

Nelkynda

(82 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Indienhandel (Νέλκυνδα). Handelsstadt in Limyrike, Südindien (peripl. m. r. 53f.); gelegen an einem Fluß 500 Stadien südl. von Muziris im Reich des Pandion, d.h. Pāṇdya, im südlichsten Indien. An einer Flußmündung lag der Hafen von Bakare. Die Stadt ist auch bekannt als Melkyda (Μελκύδα, Ptol. 7,1,9); vgl. auch gens Nelcyndon in Plin. nat. 6,24,105. Die genaue Lage von N. ist unbekannt. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography O. Stein, s.v. N., RE 16, 2281-2285.

Lambagai

(36 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Nach Ptol. 7,1,42 Volk nw von Indien im h. Ostafghanistan; altindisch Lampāka. Ihr Name ist im mod. Lamghan erhalten; dort fanden sich mehrere Fragmente aram. Inschr. des Königs Aśoka. Karttunen, Klaus (Helsinki)

Hydaspes

(140 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Ὑδάσπης; Βιδάσπης bei Ptol.), wahrscheinl. aus altind. Vitastā (wohl durch iran. Vermittlung); einer der Hauptflüsse des Pandschab, h. Jhelum in Pakistan, entspringt im West-Himalaya und mündet in den Akesines [2]. An einer nicht mehr sicher identifizierbaren Stelle an dessen linkem Ufer kämpfte Alexander gegen Poros, nachdem er den Fluß bei heftigem Monsunregen überschritten hatte. Nach der Schlacht wurden die Zwillingsstädte Nikaia und Bukephala gegründet (Arr. an. 5,9-19; 29; Diod. …

Kabura

(57 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Κάβουρα, Ptol. 6,18,5, dort irrtüml. auch Kárura), auch Ortospana genannt; wohl das h. Kabul am Kophen (altind. Kubhā). In den Alexandergesch. wird K. nie erwähnt, doch von Plin. nat. 6,61 nach den Bematistai als Ortospanum zitiert. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography A. Herrmann, s.v. K., RE 10, 1452f.  O. Stein, s.v. Ortospanum, RE 18, 1507f.

Dardai

(88 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Dardae). Volk im NW Indiens, altind. Darada, h. Darden mit dem Landesnamen Dardistan am oberen Indus. Dort von Hdt. 3, 102ff. lokalisiert, wo man auch die Δαράδραι von Ptol. 7,1,4 unterhalb der Indusquellen findet. Ebenso bei Plin. nat. 6,67 und 11,111 ( Dardae, wohl aus Megasthenes), Dion. Per. 1138, Steph. Byz. u.a. erwähnt. Nach Megasthenes (F 23b bei Strab. 15,1,44) leben die Δέρδαι auf einer Hochebene im Osten und rauben Gold von den goldgrabenden Ameisen. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography P.H.L. Eggermont, Orientalia Lovanensia Periodica 15, 1984.

Mauryas

(315 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Angehörige der von Tschandragupta Maurya (Sandrakottos) am E. des 4. Jh.v.Chr. gegründeten indischen Dyn., deren Gebiet bald ganz Nord-Indien umfaßte (s. Karte). Ein Kriegszug des Seleukos I., der Alexandros' [4] d.Gr. indische Eroberungen zurückgewinnen wollte, scheiterte; in einem Abkommen wurden Tschandragupta alle sö Satrapien (einschließlich Arachosien) zugestanden, Seleukos erhielt dafür 500 Kriegselefanten. Der Gesandte des Seleukos bei Tschandragupta war Megasthenes, dessen in zahlreichen Fr. erh. Indiká (FGrH 715) das maßgebliche We…

Arikamedu

(118 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Indienhandel (Virapatnam). Dorf und arch. Stätte an der Ostküste Südindiens, im Süden von Pondicherry, Podouke des peripl. m. r. und Ptol.; A. hat sowohl eine Chronologie für südindische Arch. als auch die erste arch. Evidenz für den röm.-indischen Handel erbracht [1]. Röm. Münzen sowie Amphoren [2. 151 ff.] und Terra sigillata [2. 134 ff.] aus der 1. Hälfte des 1. Jh. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography 1 J. M. Casal, G. Casal, Fouilles de Virapatnam-A.: rapport de l'Inde et de l'occident aux enviro…

Monsun

(159 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Die regelmäßigen Jahreszeitenwinde des Indischen Ozeans. Unter Nutzung des sommerlichen SW-M. konnte man schnell und sicher von Südarabien nach Indien segeln und im Winter mit dem NO-M. zurückkehren; in ähnlicher Weise wurden die Winde auch zwischen Indien und SO-Asien genutzt. Die Inder und Südaraber kannten diese Winde wohl seit langem, von den Griechen wurde ihre Entdeckung einem Seefahrer namens Hippalos [2] (ὁ λιβόνοτος, lat. libonotus; peripl. m. r. 57) zugeschrieben. Bei Plin. nat. 6,100; 104 heißt der Wind selbst Hippalus oder Hypalus, und man hat auc…

Antialkidas

(55 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Indogriech. König etwa um 100 v. Chr. Nicht lit. belegt, aber in einer indischen Brāhmī-Inschr. (Besnagar-Inschr.; von seinem Gesandten, Heliodoros von Taxila) erwähnt, sowie auf griech.-baktrischen und indo-griech. Münzen, mit der Legende ΒΑΣΙΛΕΥΣ ΝΙΚΗΦΟΡΟΥ ΑΝΤΙΑΛΚΙΔΟΥ / maharajasa jayadharasa aṃtialkidasa genannt. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography O. Bopearachchi, Monnaies Greco-Bactriennes et Indo-Grecques, 1991, 95-97, 271-288.

Nasika

(56 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Νασίκα). Stadt im westl. Indien, östl. des Namades (Ptol. 7,1,6). Wohl h. Nāsik (altindisch Nāsikya) am Oberlauf des Godāvarī in Mahārāshṭra, wichtiger hinduistischer Wallfahrtsort, in dessen Nähe sich berühmte buddhistische Höhlenklöster aus frühen Jh. n.Chr. befinden. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography H.D. Sankalia, S.B. Deo, Report on the Excavations at N. and Jorwe, 1955.

Pandschab

(162 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (neupersisch panǧāb). Das Land der fünf Ströme Indos [1], Jhelum (Hydaspes), Chenāb (Akesines [2]), Rāvī (Hydraotes) und Sūtlaj-Beas (Zadadros, Ptol. 7,1,27, Sydrus, Plin. nat. 6,21,63 und Hyphasis). Obwohl schon den Achaimenidai bekannt, gelangte der P. erst durch die Alexanderzüge in das griech. geogr. Bewußtsein. 326 v.Chr. eroberte Alexandros [4] den P. bis zum Hyphasis, doch kam es kaum zur Gründung griech. Siedlungen; der P. wurde vielmehr von als Satrapen eingesetzten indis…

Oxydrakai

(180 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Ὀξυδράκαι). Indische Ethnie im Pandschab, organisiert als “aristokratische Republik”; zusammen mit den Malloi von Alexandros [4] d.Gr. in heftigen Kämpfen unterworfen. Der Name ist nicht einheitlich überl.: Neben Oxydrákai bei Arr. an. 5,22; 6,11 u.ö. heißen sie bei Strab. 15,1,8, Diod. 17,98 und Arr. Ind. 4 Sydrákai; Sudracae bei Curt. 9,4,15, Sydraci bei Plin. nat. 6,25,92, Sugambri bei Iust. 12,9,3, Oxidragae in der Epitome Mettensis 78. In altindischen Listen von Pandschab-Völkern entsprechen den Malloi und O. die Mālava und Kṣudraka…

Kuschan(a), Kuschanen

(199 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Ostiran. Dyn. (1.-4. Jh. n.Chr.) mit einem Großreich vom Ganges bis zum Aralsee. Die Dyn. ging aus den Nomadenstämmen (Teil der Yuezhi; Indoskythen) hervor, die den Griechen Baktrien (Baktria) nahmen. Als Ahnherr ist Heraos belegt, als Reichsgründer Kudschula Kadphises; Nachfolger sind Vima Kadphises, Kanischka, Vasischka, Huvischka und Vāsudeva (eventuell mehrere Träger dieser Namen.). Die Dat. der K. ist umstritten. Die vorherrschende Rel. war ein synkretistischer Mahāyāna-Buddhismus, die Kunst war stark vom graeco-baktrischen Erbe ge…

Indus-Kultur

(98 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Vorgesch. Hochkultur im 3. Jt. im NW Südasiens, vom Pandschab bis Baluchistan und Gujarat, mit Harappa und Mohenjo-daro als den wohl wichtigsten Zentren. Reger Überseehandel (ein Hafen wurde bei Lothal in Gujarat ausgegraben) bestand mit Makan (h. Oman), Dilmun (h. Baḥrain), der Insel Failaka (h. zu Kuwait) und Mesopotamien [1. 107ff.]. Die berühmte Indus-Schrift ist nur in Form sehr kurzer Siegellegenden belegt; die zugrundeliegende Sprache wahrscheinlich - wenn auch ungesichert - eine Form des Proto-Dravidischen [2]. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliogr…

Musikanos

(99 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Μουσικανός). Indischer König des gleichnamigen Volkes ( Musikanoi) am Unterlauf des Indus (Onesikritos bei Strab. 15,1,21f.; Arr. an. 6,15,5-17,2, kurz auch Curt. 9,8,8-10). Den Namen hat man oft mit dem altindischen Völkernamen Mūṣika zu verbinden versucht; sie gehören jedoch nicht zum NW, sondern zum Süden Indiens. M. hatte sich anfänglich dem Alexandros [4] d.Gr. unterworfen und war freundlich empfangen worden, nach einem niedergeschlagenen Aufstand wurde er jedoch zum Tode verurtei…

Kalatiai

(66 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] (Hekat. bei Steph. Byz. FGrH; Kallatiai bei Hdt. 3,38). Indische Ethnie, deren Angehörige nach Hdt. ihre Eltern zu verzehren pflegten - eine ethnologische Kuriosität, die an einer anderen Stelle (Hdt. 3,99) einem anderen indischen Volk, den Padaioi, zugeschrieben wurde, ebenso den iranischen Massagetai (Hdt. 1,216) und den Issedones (Hdt. 4,26). Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography K. Karttunen, India in Early Greek Literature, 1989, 197-202.

Assakenoi

(61 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Indisches Volk im h. Swat westl. des Indus, mit Hauptstadt Massaga, von Alexander unterworfen (Arr. an. 4, 23ff.; Ind. 1,1). Von Plin. nat. Aspagani, in Pāli Assaka genannt, aus altind. aśva- /iran. aspa “Pferd”. Karttunen, Klaus (Helsinki) Bibliography O. v. Hinüber, Arrian. Der Alexanderzug - Indische Gesch., hrsg. und übers. von G. Wirth, O. v. Hinüber, 1985, 1081f.

Nandas

(131 words)

Author(s): Karttunen, Klaus (Helsinki)
[English version] Indische Dyn. in Magadha (etwa h. Bihār) am Ganges, von Tschandragupta Maurya (Mauryas) am E. des 4. Jh.v.Chr. gestürzt. Nach den Alexandergesch. erzählten ind. Bundesgenossen von der großen Kriegsmacht der N., die so vielleicht zu dem Aufstand am Hyphasis beitrugen. Eine legendäre Erzählung vom E. der N. findet man in ind. Quellen, aber auch bei Iustinus (15,4,16 nach Pomp. Trog.; [1]). Obwohl in vielen Einzelheiten unterschiedlich, sind sich alle Quellen in bezug auf die niedrige Herkunft und Unpopularität der N. einig (auch Curt. 9,2,6f.). India Karttunen, Kl…
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