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Your search for 'dc_creator:( "Klaus Lüdicke" ) OR dc_contributor:( "Klaus Lüdicke" )' returned 10 results. Modify search

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Gattenwohl

(1,376 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Gattenwohl - Katholisch 1. Allg.: Dem G. (bonum coniugum) als Thema des kan. Eherechts liegt der personalistische Ehebegriff zugrunde, den das Vat II in seiner Beschreibung der ehelichen Liebe grundgelegt hat: „Diese Liebe als eminent menschliche, da sie von der Person auf die Person gerichtet wird durch den Affekt des Willens, umgreift das Wohl der ganzen Person und vermag so den Ausdrucksformen des Leibes und der Seele eine besondere Würde zu verleihen und sie als Elemente und besondere Zeichen d…

Ehekonsens

(1,048 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Ehekonsens - Katholisch 1. Kan. Konsensprinzip: Nach c. 1057 § 1 (textgleich m. can. 1081 § 1) kommt die Ehe zustande durch die wirkliche innere Zustimmung beider Partner zu der Ehe miteinander. Bereits P. Nikolaus I. erklärt 866 unter Rückgriff auf den röm.-rechtlichen Konsensgrundsatz, der allerdings einen anderen Sinne hatte (Ulpian Dig 35,1,15 u. 50,17,30), das Alleingenügen des Konsenses beider Partner für das Zustandekommen der Ehe (MGH Epp. 6 [1925], 568-600). Das Verhältnis zwischen volunta…

Eheschließungsunfähigkeit

(603 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Eheschließungsunfähigkeit - Katholisch 1. Begriff: An sich umfasst der Begriff der E. alle Sachverhalte, die eine Person unfähig machen, eine gültige Ehe zu schließen, worunter z. B. ein zu enges Verwandtschaftsverhältnis m. dem Partner gehört wie auch ein zu geringes Alter. Im spezielleren Sprachgebrauch der Ehekonsensmängel ist damit (wie auch m. dem parallelen Begriff Ehevertragsunfähigkeit) eine Variante der sog. psychisch bedingten Ehenichtigkeitsgründe gemeint: Als E. werden die in c. 1095 nn…

Ius in corpus

(431 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Ius in corpus - Historisch Das I. (in ordine ad actus per se aptos ad prolis generationem), das Recht auf den Leib des anderen Ehegatten im Hinblick auf Akte, die zur Zeugung von Nachkommen geeignet sind, war nach dem bis zum Vat II herrschenden Eheverständnis Gegenstand des Ehevertrages (vgl. can. 1081 § 2). Seinen Grund hatte es in der Idee, die Ehe habe als wesentlichen Vertragszweck die Erzeugung von Nachkommenschaft (vgl. can. 1013 § 1). Da die reale Fruchtbarkeit der Ehe nicht in der Verfügungs…

Ehekonsensmängel

(1,702 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Ehekonsensmängel - Katholisch 1. Allg.: Das Kap. über die E. in den Gesetzbüchern der kath. Kirche (cc. 1095-1103, cc. 818-826 CCEO) ist ein Proprium des kan. Eherechts. Es finden sich im staatl. Recht nur wenige Parallelen, z. B. bei der arglistigen Täuschung. Die Ausfaltung einer Pathologie des Ehekonsenses beruht einerseits auf dem Konsensprinzip bei der kan. Eheschließung, andererseits auf der Unauflöslichkeit der Ehe nach kan. Recht. Aus den drei Dimensionen des Konsenses (Ehekonsens) – Zustim…

Befähigung, rechtliche

(579 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Befähigung, rechtliche - Katholisch 1. Begriff: B. (habilitas) ist die auf der Fähigkeit (capacitas) aufbauende Eigenschaft einer natürlichen od. jur. Person (Juristische Person, kirchliche), die es ihr ermöglicht, kirchenrechtlich relevante Akte zu setzen od. Güter zu empfangen. Im Unterschied zu der nicht entziehbaren Fähigkeit kann die B. aufgehoben od. beschränkt sein, sei es aufgrund unverfügbarer Sachverhalte, sei es aufgrund rechtlich gesetzter Schranken. Je nach Fallgestaltung bedarf die Per…

Gesetzesverletzung

(441 words)

Author(s): Klaus Lüdicke
Gesetzesverletzung - Katholisch G. (violatio legis, c. 1401) ist jedes Handeln od. Unterlassen, das dem Norminhalt eines Gesetzes zuwider geschieht, sei dieser gebietender, verbietender, rechtsfeststellender od. rechtsgewährender Art. Die Verletzung des gebietenden Gesetzes geschieht durch Unterlassen (Bsp.: Unterlassen der applicatio pro populo [Applikationspflicht] durch den Pfarrer entgegen c. 534 § 1), die des verbietenden durch Handeln (Bsp.: Verrat des Büßers u. der Sünde [Beichtgeheimnis] ge…

Anklage

(358 words)

Author(s): Klaus Lüdicke | Michael Germann
Anklage - Katholisch 1. Begriff: Die A. (accusatio) im technischen Sinne ist eine Sonderform der Klage (actio), d. h. der Geltendmachung eines Rechtes vor Gericht. Während die Klage typischerweise ein Recht des Klägers geltend macht, erstrebt die A. eine Tätigkeit des Gerichtes aufgrund eines öff. Interesses. Der Begriff wird in diesem Sinne im Straf- u. Strafprozessrecht verwendet (cc. 1348, 1721 § 1, c. 1472 § 1 CCEO). Die A. im untechnischen Sinne ist eine Form der Beschuldigung, wie sie z. B. im Entlassungsverfahren eines Religiosen (c. 695 § 2), im Ve…

Gerichtsweg, kirchlicher

(1,828 words)

Author(s): Klaus Lüdicke | Michael Germann
Gerichtsweg, kirchlicher - Katholisch 1. Abgrenzung zum Verwaltungsweg: Unter den drei Formen der Ausübung von Leitungsgewalt (potestas regiminis) kommen die verwaltende u. die richterliche Gewalt darin überein, dass erstere auch, letztere nur rechtsanwendend ist. Während die Verwaltung in weitgehend freiem Vorgehen selbst Recht für den Einzelfall setzen kann, ist die Ausübung von Leitungsgewalt auf dem G. durch formalisierte Verfahrensabläufe gekennzeichnet u. durch die Bindung des Richters an das …

Gerichtsbarkeit, kirchliche bzw. religiöse

(3,633 words)

Author(s): Karl-Hermann Kästner | Klaus Lüdicke | Michael Germann | Andreas Gotzmann | Tibor Linke
Gerichtsbarkeit, kirchliche bzw. religiöse - Staatlich Die effektive Durchsetzung geltenden Rechts erfolgt in der rechtsstaatlichen Ordnung des Grundgesetzes letztlich durch Entscheidungen unabhängiger Gerichte – eine Aufgabe, die, worauf auch das BVerfG mehrfach verwiesen hat, der staatl. Judikative obliegt (Art. 92 GG). Außerstaatliche Rspr., wie sie in der gesellschaftlichen Realität (als kirchl. bzw. religiöse G., als Partei-, Vereins-, Verbands-, Betriebsjustiz usw.) durchaus auch Wirksamkeit ent…