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Your search for 'dc_creator:( "Kremer, Joachim" ) OR dc_contributor:( "Kremer, Joachim" )' returned 8 results. Modify search

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Gelegenheitskomposition

(1,992 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. DefinitionDer Begriff G. erfasst musikalische Werke, die – ähnlich wie Gelegenheitsdichtung – zu bestimmten Anlässen entstanden sind, etwa zu Geburt, Tod, Hochzeit, kirchlichen oder politischen Gedenktagen. G. sind somit Teil einer Fest-Kultur im weitesten Sinn und abhängig vom steten Wandel der Festbräuche. Daraus folgert die Einbindung solcher Kompositionen in einen über das Werk hinausreichenden situativen und durch die Musik erinnerten oder a posteriori erinnerbaren Kontext. Erkennbar wird dies z. B. an der Hochschätzung, die die Öffentlichkeit im 18…
Date: 2019-11-19

Funeral music

(1,511 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. Definition Funeral music is the most voluminous genre of occasional composition. Throughout its history, music has been used on occasions of mourning. There are two categories within this use in the early modern era: polyphonic pieces composed for specific occasions, and the singing of standard hymns (as in the accompaniment of the funeral procession, for example). These “funeral dirges” were often set pieces assigned teachers and students and, like the polyphonic funeral music, reflected the a…
Date: 2019-10-14

Stadtpfeifer

(1,047 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. Begriff und Tätigkeitsprofil S. sind seit dem späten 13. Jh. als obrigkeitlich privilegierte Musiker belegt. Synonyme Begriffe wie Rats- bzw. Stadtmusicus (bzw. -musikant oder -spielleute; vgl. Stadt 3.), Instrumentist, Kunstpfeifer oder Zinkenist akzentuieren unterschiedlich stark die Privilegierung oder das mit ihnen verbundene Instrumentarium; die europ. Verbreitung des Phänomens belegen Begriffe wie franz. hauts ménestrels, span. ministriles altos (»hochgestellte Spielleute«) oder ital. piffari (»Pfeifer«).Abzugrenzen von den S. sind Türmer (nicht aber i…
Date: 2019-11-19

Musikgesellschaft

(687 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. Begriff Der moderne Sammelbegriff M. erfasst verschiedenartigste Institutionen, die musikbezogene Interessen (z. B. wiss. oder künstlerisch-praktischer Art) in die Gesellschaft einbinden, und zwar mit unterschiedlichster Öffentlichkeitswirkung. In der Nz. konnte dies als Gelehrtenzirkel, vereinsmäßige Institution oder Konzertgesellschaft erfolgen [1]. Auch wenn zahlreiche Einrichtungen wie die oberital. Akademien des 16. Jh.s [4] von den herrschenden Dynastien oder dem Stadt- bzw. Kirchenadel protegiert wurden, belegen M. stets die über das…
Date: 2019-11-19

Funeralmusik

(1,373 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. BegriffF. stellt das umfangreichste Genre der Gelegenheitskompositionen dar. Die Begleitung von Trauerfällen mit Musik ist Teil der gesamten Musiküberlieferung. Zu unterscheiden ist zwischen den für konkrete Anlässe entstandenen mehrstimmigen Kompositionen und dem Singen bestimmter Kirchenlieder, etwa bei der Begleitung der Leiche in einer Prozession. Dieses »Leichensingen« war oft Aufgabe der Lehrer und Schüler und spiegelt wie auch die mehrstimmige F. das jeweilige Todes-Verständnis wider. Eine solche auch aus Gottesdienst- und Begräbnisordnungen hervo…
Date: 2019-11-19

Tafelmusik

(749 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. Begriff und Bedeutung T. bezeichnet einen Bereich der kontextgebundenen funktionalen Musik, der als eine zunächst usuelle Praxis bis etwa ins späte 16. Jh. nicht mit dem Anspruch absichtsvoll geschaffener und verschriftlichter Komposition verbunden war ( Gelegenheitskomposition). T. wurde als improvisierte Musik begleitend zu Gastmählern oder Fest-Veranstaltungen aufgeführt, sei es als Instrumentalmusik oder in vokal-instrumentaler Form.Zahlreiche ikonographische und lit. Quellen dokumentieren die Aufführung von T. seit dem hohen MA [4. 143]; [2]. Der Begriff T…
Date: 2019-11-19

Subskription

(1,447 words)

Author(s): Trabert, Susann | Kremer, Joachim
1. MedienDie S., abgeleitet von lat. subscriptio (»Unterschrift«), war eine Finanzierungs- und Marketingstrategie v. a. im frühnzl. Buchhandel, bei der sich ein Käufer (Subskribent = Snt.) im Voraus verpflichtete, ein bestimmtes Werk abzunehmen. Das S.-Wesen entwickelte sich zu Beginn des 17. Jh.s in England und drang von dort nach Holland, Frankreich und Deutschland vor [1]; [4. 178]. Die Hochzeit lag im späten 17. und im 18. Jh. Ab dem letzten Viertel des 18. Jh.s nahm das S.-Wesen ab und spielte Mitte des 19. Jh.s nur noch eine untergeordnete Rolle im Buch-Gewerbe [8. 50 f.].Be…
Date: 2019-11-19

Musik, kirchliche

(6,120 words)

Author(s): Kremer, Joachim | Sparn, Walter | Fischer, Michael | Petzoldt, Martin | Totzke, Irenaeus
1. Allgemein Unter K. M. oder Kirchenmusik (= Km.) versteht man alles, was innerhalb christl. Kirchen an M. erklingt. Dieses rein funktionale Verständnis beschreibt keine musikal. Gattungen oder stilistischen Kennzeichen. Die Vielzahl musikal. Erscheinungsformen der kath. (s. u. 5.2.), evang. (s. u. 5.3.) und orth. Kirchen (s. u. 5.4.) steht einer absoluten und zeitlosen Beschreibung entgegen. Dies löst auch der Begriff »geistliche M.« nicht auf, weil diese nicht zwingend liturgischer Art sein muss. Der Begriff »religiöse M.« trägt seit der Überhöhung…
Date: 2019-11-19